Bis 1945: Im Gebiet der früheren Uphuser Berge, nahe dem heutigen
Achimer Stadtteil Bierden wurde eine passende Fläche gefunden.
Hier befand sich ein ausgedehntes Gelände, das bis vor den I. Weltkrieg
von großen Dünen bestanden war. Im Stadtgebiet von Bremen
wurde zu der Zeit begonnen, die Gleise der Eisenbahnstrecken hochzulegen.
Damit sollten die zahlreichen niveaugleichen Bahnübergänge
zu vermeiden werden. Für das Aufschütten dieser Bahndämme
waren natürlich erhebliche Mengen Bausand erforderlich. Da die
Eisenbahnstrecke von Hannover nach Bremen unmittelbar an den Uphuser
Bergen vorbei führte lag es nahe, die Sandmengen der Dünen
von dort über den Schienenweg in die Stadt zu schaffen. Bereits Mitte der 1930er Jahre beteiligte sich Borgward an
der Aufrüstung des III. Reichs. Für die Wehrmacht wurde
ab 1938 ein 3to LKW gefertigt, ab 1942 stand das allradgetriebene
Modell B 3000 A/O bzw. später A/D in der Produktion. Eine Besonderheit unter den militärischen Fahrzeugen
stellen die funkgelenkten Kettenfahrzeuge dar. Ab 1940 beschäftigte
sich Borgward mit diesen Typen. Zunächst wurde der Minenräumwagen
B I (Sd. Kfz. 300) entwickelt. Zweck war, wie der Name schon sagt,
das Räumen von Minen ohne eine Fahrzeugbesatzung zu gefährden. In der Mitte des Areals wurde 1940 eine Flak-Stellung eingerichtet, die zum bremischen Flak-Gürtel gehörte. Es waren Geschütze im Kaliber 8,8 cm, zuletzt auch Kaliber 10,5 cm eingesetzt. Für diese Stellung wurde ein Bunker in eine Düne gebaut. Vermutlich diente er der Munitionslagerung. Er weist eine ungewöhliche Form auf, enstprechend einem stumpfen Kegel mit gewölbtem Rücken. Während der Nutzungszeit schaute lediglich die Vorderseite mit dem Tor aus der Düne heraus, der Rest war mit dem Sand überdeckt. Nach schweren Bombenangriffen auf die Bremer Werke kam die
Produktion von Borgward im Jahre 1944 zum erliegen. Danach dürfte
auch der Betrieb auf dem Testgelände eingestellt worden sein. Ab 1945: Auf Veranlassung durch die Alliierten konnte Borgward schon
nach wenigen Jahren die Produktion von Lastkraftwagen wieder aufnehmen.
Es wurden wieder allradgetriebene LKW für die Alliierten Streitkräfte
hergestellt. Zusammen damit begann auch auf dem Testgelände Bierden
wieder der Betrieb. Für das Testgelände begann in den 1960er Jahren wieder ein
umfangreicher Sandabbau, der das Gesicht des Areals wieder deutlich
verändern sollte. Sämtliche Dünen wurden abgetragen, darüber hinaus
aus ist nun auch in der Tiefe ausgehoben worden. An der Bahnstrecke
bei Uphusen entstand ein Kalk-Sandstein-Werk, welches sein Rohmaterial
vom Gelände per Lorenbahn holte. Dazu wurde auch für das Bauvorhaben
"Neue Vahr" in Bremen wieder eine Menge Sand aus Bierden geholt. Zustand: Zugang: Hinweis: Diese Seite zeigt in historischen Bildern die längst
verschwundenen Uphuser Berge: |

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Quellenangabe:
- Reinhold Thiel: Die bremische Flugabwehr im Zweiten Weltkrieg
- Werner Oswald: Kraftfahrzeuge und Panzer der Reichswehr, Wehrmacht und Bundeswehr
- Harro Neumann / Peter Kurze: 100 Jahre Automobilbau in Bremen, Buch 1: Die Hansa-Lloyd- und Borgward Ära - 1906 bis 1961
- Peter Kurze: Autos aus Bremen, Band 05 - Spurensuche Autoindustrie Bremen
- Archiv Peter Kurze
- W. Wischnewski
- Geschichtswerkstatt Achim
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