
Vom Verwaltungsgebäude des Borgward-Konzerns in der Föhrenstraße
sind in dieser Wand
nur noch die Fassadenelemente des Erdgeschosses erkennbar
Bis 1945: Das Bild zeigt einen Ausschnitt der Hansestadt Bremen, der
sich vom Bürgerpark (unten links) bis zum Stadtteil Osterholz (oben
rechts) erstreckt. Die deutlichste Orientierungshilfe ist der Bogen
der Weser, die sich am unteren Rand durchs Bild windet. Am oberen Rand
des Flußbogens beginnt das Industriegebiet von Bremen-Hemelingen.
Die wichtigsten Einrichtungen sind in der Karte vermerkt und weiter
unten erläutert. Über 40% aller Gebäude der Stadt sind, bei insgesamt 193 Bombenangriffen, vollkommen zerstört worden, Beschädigungen unterschiedlicher Stärke trugen nahezu sämtliche Häuser davon. Noch heute, über 50 Jahre nach Ende des Krieges, sind nicht selten Bauwerke zu finden, die durch Bombardierungen teilweise zerstört und nicht wieder vollständig aufgebaut wurden. Bremen war zwar von einem umfangreichen Luftabwehrgürtel umschlossen, die Abwehrerfolge sind aber im Nachhinein als völlig unzureichend zu bewerten. Kein Verband der Alliierten konnte davon abgehalten werden, seine Bombenlast abzuwerfen. Als Erfolg der Luftabwehr kann allenfalls gewertet werden, das teilweise Flugzeuge von den eigentlichen Zielen abgedrängt wurden und die Bomben in anderen Gebieten abwarfen; Glück war, wenn ebendort nichts zu Schaden kam. |
Das Luftbild wurde freundlicherweise zur Verfügung
gestellt von: 100th Bomb Group
Photo Archives, Michael Faley

Die Ziffern in der Karte sind unten aufgeschlüsselt, dunkelblaue Punkte
zeigen Standorte von Luftschutzbunkern
Zahlreiche Betriebe der Rüstungswirtschaft, Verkehrswege und Versorgungseinrichtungen befanden sich im dargestellten Bereich auf engem Raum beieinander. In der Mitte des Luftbildes, über den Industrieanlagen, ist starke Rauchentwicklung nach den Bombeneinschlägen sichtbar. An Verkehrsobjekten sind vorhanden: An Versorgungseinrichtungen sind die beiden Kraftwerke zu nennen: das Kohlekraftwerk Hastedt (-#5-) und das Wasserkraftwerk in der Weser (-#6-). Die wichtigsten Rüstungsbetriebe in dem Gebiet waren: Auch sind zwei Kasernen sind im weiteren Umfeld vorhanden: Im Stadtteil Vahr die "Lettow-Vorbeck-Kaserne" (-#13-) und im Stadtteil Östliche Vorstadt die seinerzeit "Adolf-Hitler-Kaserne" genannte Truppenunterkunft an der Stader Straße (-#14-). Nach 1945: Nichtsdestotrotz sind im Stadtbild der Gegenwart noch diverse Spuren der Zerstörungen zu finden. Meistens handelt es sich dabei um Häuser, die aus den verschiedensten Gründe nicht im ursprünglichen Umfang wieder aufgebaut wurden. |
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| Deutlich zu erkennen, Obergeschoß und Dach des Hauses fehlen | Hier blieb von dem Eckhaus nur das Erdgeschoß erhalten |
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| Winkel-Turm mit Bombendurchschlag auf dem ehemaligen Focke-Wulf-Werksgelände Hastedt (abgerissen) | |
Quellenangabe:
- Michael Foedrowitz: Bunkerwelten
- 100th Bomb Group: Photo Archives, Michael Faley
- Archiv Peter Kurze
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