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| Rubrik: Luftschutz | Translation: |
| Luftschutz in Bremen - Entfestigung und Umbau von Luftschutzbunkern | |
| Einleitung: Nach Ende des II. Weltkrieges wollten die Siegermächte alle Luftschutzanlagen abreißen. Von diesem Vorhaben ließen sie sich jedoch in den meisten Fällen abbringen. Die deutschen Behörden konnten erreichen, daß durch den Erhalt der Bunker die Wohnungsnot in den zerstörten Städten zumindest etwas gemildert werden sollte. Die Zugeständnisse knüpften die Alliierten teilweise an die Forderung, die Bauten mittels Wand-Durchbrüchen zu entfestigen. Für eine Nutzung als dauerhafter Wohnraum war das ohnehin eine Notwendigkeit, um Fenster in die Bauwerke einzubringen. So sind bereits in den ersten Jahren nach dem Krieg Luftschutzbunker entsprechend umgebaut worden. In den folgenden Jahren entspannte sich die Wohnungsnot durch zahlreiche Neubauten erheblich, sodaß kaum noch Menschen in Bunkern wohnen blieben. Mit dem Beginn des Kalten Krieges wurde wieder für den Schutz der Bevölkerung geplant. Einige der vorher entfestigten Bunker sind nun wieder massiv verschlossen worden, um sie als Zivilschutzanlagen nutzen zu können. Die Entwicklung nach Ende des Kalten Krieges führte dazu, daß Schrittweise die Auflagen für eine andersartige Nutzung der Bunker gelockert wurden, bis sie schließlich zum völligen Entfall der Zivilschutzbindung führte. Inzwischen werden von den Behörden ehemalige Luftschutzbunker an Interessenten verkauft. Weiteres zur inzwischen vermehrt durchgeführten Umwandlung der Bauwerke zu Wohnhäusern ist am unteren Ende des Textes nachzulesen. Im Folgenden wird zunächst näher auf die Entfestigung und den Umbau des Krankenhausbunkers des St. Josephstifts im Stadtteil Schwachhausen eingegangen. Bis 1945: Der OP-Bunker stand nur rund 30 Meter vom Luftschutzbunker
Georg-Gröning-Straße entfernt. Man hat ihn mit einer
Wandstärke von 200 cm deutlich massiver als den LSB gebaut,
die Erkenntnisse aus den Luftangriffen zeigten hier Wirkung. Baubeginn
ist Ende November 1941 gewesen, die Übergabe an das Krankenhaus
fand im Juni 1943 statt. Der Betrieb konnte jedoch durch Verzögerungen
bei den Ausbauten erst im Juli 1944 aufgenommen werden. Ab 1945: In den letzten Jahren hat sich ein Trend entwickelt, Luftschutzbunker
zu Wohngebäuden umzubauen. Pionier für diese Vorhaben in
Bremen ist der Architekt Rainer Mielke. Er war der Erste, der durch
langwierige Verhandlungen mit den Behörden Ende der 1990er Jahre
erreichte, daß er den Bunker an der Claußenstraße
erwerben konnte. Zunächst wurde es nur genehmigt, auf dem Dach
des Bauwerkes eine Wohnung aufzusetzen. Das Innere des Bunkers sollte
nicht verändert werden, um die Option einer Reaktivierung im Bedarfsfall
zu erhalten. Später entfiel dieser Vorbehalt, nun konnten auch
grundlegende Umgestaltungen des Innenraums vorgenommen werden, einschließlich
einschneiden von Durchbrüchen in die Außenwände. Hinweis: |
Fotos:
Innenaufnahmen: |
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![]() Flur |
![]() Ehemaliges WC |
![]() Flur im 3. Geschoß |
![]() Im obersten 4. Geschoß sind die Trennwände der kleinen Räume entfernt worden |
![]() Der ehemalige OP-Bunker im Jahr 2012 |
| Weitere Umbauten - diese Objekte sind teilweise bereits in der unmittelbaren Nachkriegszeit entfestigt worden: | ||||
![]() Föhrenstraße |
![]() Huder Straße |
![]() Zentralkrankenhaus St.-Jürgen-Straße, Frauenklinik. |
![]() Treseburger Straße - eine Tankstelle |
![]() Eisenbahn-Ausbesserungswerk Bremen-Sebaldsbrück |
| Die folgende Bildergalerie zeigt diverse nach dem Jahr 2000 verwirklichte Umbauprojekte von Luftschutzbunkern | ||||
![]() Claußenstraße - Mielke+Freudenberg-Projekt F38 |
![]() Leipziger Straße - Mielke+Freudenberg-Projekt F42 |
![]() Leipziger Straße - Mielke+Freudenberg-Projekt F42 |
![]() Schierker Straße - Mielke+Freudenberg-Projekt F51 |
![]() Schierker Straße - Mielke+Freudenberg-Projekt F51 |
![]() Roonstraße - Mielke+Freudenberg-Projekt F56 |
![]() Roonstraße - Mielke+Freudenberg-Projekt F56 |
![]() Neukirchstraße |
![]() Neukirchstraße |
![]() Scharnhorststraße |
![]() Scharnhorststraße |
![]() Fitgerstraße |
![]() Fitgerstraße |
![]() Großbeerenstraße |
![]() Großbeerenstraße |
![]() Max-Reger-Straße |
![]() Max-Reger-Straße |
![]() Franziusstraße |
![]() Franziusstraße |
![]() Berliner Straße |
![]() Berliner Straße |
![]() Etelser Straße |
![]() Etelser Straße |
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| Quellenangabe: - Michael Foedrowitz: Bunkerwelten - Weser Report, 2001 - Weser-Kurier: verschiedene Ausgaben - www.bunkerwohnen.de |
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