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Rubrik: Luftschutz Translation: English French Spanish Italian Dutch Danish Polish Russian
Luftschutz in Bremen - Werkluftschutz - Anmerkungen
 Einleitung: 
Auf dieser Seite werden von den Bunkern des Werkluftschutzes bremischer Betriebe einzelne herausgegriffen und näher betrachtet.
Allgemeines über diese Kategorie ist auf dieser Seite zu lesen: Werkluftschutz.

Einen Überblick über das Thema Luftschutz in Bremen bietet die Themenseite.

 Weiterführendes: 
Ein Link auf das Angebot von Google Maps, um die folgenden Straßenangaben nachvollziehen zu können:
Google Maps

Fotos:

Bremer Vulkan
Luftschutzbunker der Werft "Bremer Vulkan"

Focke-Wulf
Pfalzburger Straße
 
Oberer Zugang
Hemelingen - Luftschutzturm Winkel Pfalzburger Straße:
Die genaue Bezeichnung dieses Bunker-Typs lautet "Luftschutzturm Bauart Winkel". Der links abgebildete ist der letzte seiner Art in Bremen. Vom diesem markanten Typ entstanden bis zum Ende des II. Weltkrieges in der Hansestadt mehrere Exemplare.
Auf dem Focke-Wulf-Werksgelände in Hastedt gab es drei. Auf dem Gelände der Werft 'A.G. Weser' wurden je ein Winkel-Turm beim Hafen A und neben Hafen F gebaut.
Beim Focke-Wulf-Stammwerk am Bremer Flughafen hatte man vier Luftschutztürme errichtet. Zwei davon standen außerhalb des Werksgeländes an der Hünefeldstraße. Mindestens einer der letztgenannten Bunker war nicht von der auf den Bildern gezeigten Bauart.
 
Pfalzburger Straße
 
Unterer Zugang
 
Hemelingen - Luftschutzturm Winkel Pfalzburger Straße:
Der zweite Bunker gleicher Bauart auf dem Werksgelände in Hastedt. Dieser wurde 1994 abgerissen. Er wies an seiner Spitze einen Durchschlag durch Bombenvolltreffer auf. Durch die ungewöhnliche Bauform sollten Bomben abgeleitet werden. Am 12. Oktober 1944 passierte es aber dennoch, eine Bombe durchschlug die Bunkerwand. Dabei kamen fünf Personen ums Leben. Es war der einzige bekannte Bombendurchschlag aller Winkel-Türme.
Nur dieser Bunker wurde von Focke-Wulf im Werk Hastedt selbst genutzt. Die beiden anderen waren an den Borgward-Konzern zur Nutzung vermietet.
Werft "Bremer Vulkan"
Am Werfttor
 
Erker
 
Vegesack - Hochbunker 'Am Werfttor':
Auf dem ehemaligen Werksgelände der Werft "Bremer Vulkan" steht dieser Hochbunker. Er weist eine ungewöhnliche Form mit mehreren Nischen und Erkern auf. Das Bauwerk trug auf dem Werftgelände die Bezeichnung C178.
Der Bunker wurde längere Zeit als Veranstaltungszentrum genutzt. Heute dient er hauptsächlich als Proberaum für Musiker. Weitere Informationen sind hier zu finden: http://www.vulkanbunker.net
Luftschutzstollen
 
Vier weitere Stollen
 
Vegesack - Luftschutzstollen 'Am Werfttor':
Das obere Foto zeigt den Zugang zu einem Luftschutzstollen auf dem Werftgelände. Der hier vorhandene Hang bot eine gute Voraussetzung um ein ganzes Stollen-System zu bauen. Vier weitere Zugänge befanden sich nebeneinander entlang der unten abgebildeten Straße. Von denen ist heute jedoch nichts mehr zu sehen. Die fünf Stollen waren untereinander verbunden.
Am Werfttor Vegesack - Hochbunker Lindenstraße:
Auf den ersten Blick ist dieser Bunker nicht mehr als solcher zu erkennen. Das gesamte Gebäude wurde mit weißen Metallplatten verschalt. Dadurch entsteht der Eindruck einer gewöhnlichen Fabrikhalle. Möglicherweise hatte sich jemand am Anblick des vorher betongrauen Bunkers gestört? Nur 100 Meter entfernt stand schließlich das moderne Verwaltungsgebäude der Werft.
 
Reichsbahn
Hauptbahnhof
 
Hauptbahnhof
Mitte - Luftschutzturm Hauptbahnhof:
An der Rückseite des Bremer Hauptbahnhofes steht dieser große Luftschutzturm. In diesem Bereich befanden sich die Betriebsbereiche der Reichsbahn mit Werkstätten und Lokomotiv-Schuppen. Dementsprechend waren hier stets auch zahlreiche Bedienstete anwesend.
Der Bau sieht wie ein seinerzeit in größeren Eisenbahn-Anlagen üblicher Wasserturm aus. Der Eindruck täuscht nicht, im oberen Teil des Bunkers ist ein großer Wassertank integriert. Somit erfüllte das Objekt gleich zwei Zwecke. Neben dem Luftschutz im II. Weltkrieg konnte er auch nach dem Krieg weiter als Wasserturm für die Befüllung von Dampflokomotiven im Betriebswerk Bremen Hbf dienen.
 
Rangierbahnhof Gröpelingen - Hochbunker Rangierbahnhof:
Dieser Luftschutzbunker weist eine ungewöhnliche Form auf. Sein Grundriß ist sechseckig. Hier fanden Mitarbeiter Schutz, die auf dem Rangierbahnhof Bremen-Gröpelingen beschäftigt waren.
Inzwischen kann die Bremer Kletterszene den Bunker für ihre Zwecke nutzen. Informationen darüber sind auch im Internet zu finden:
http://www.der-bunker.net
 
Ausbesserungswerk
 
Entfestigung
 
Hemelingen - Hochbunker 'Ausbesserungswerk Sebaldsbrück':
Auf dem Gelände des Eisenbahn-Ausbesserungswerks Bremen-Sebaldsbrück ist dieser Bunker des Werkluftschutzes zu finden. Für die Nachkriegsverwendung als Röntgengebäude der Materialprüfung sind Fensterdurchbrüche eingesprengt worden. Man hat außen nie die Sprengränder geglättet. Aus der Distanz wirkt der Bau dadurch wie eine Ruine.
Hafen
Stephanikirchenweide
 
Innenansicht
Häfen - kleiner Dombunker Stephanikirchenweide:
Ein ungewöhnlicher kleiner Bunker steht im Hafengebiet von Bremen. Es handelt sich dabei um einen halb erdversenkten Schutzbau mit der markanten Dom-Form. Im Inneren ist hinter der Schleuse lediglich ein Raum vorhanden.
 
Quellenangabe:
- Michael Foedrowitz: Bunkerwelten
- Butterwegge u.a.: Bremen - Friedenshauptstadt oder Rüstungszentrum ?
- Reinhold Thiel: Focke-Wulf Flugzeugbau
- Archiv Peter Kurze
 
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