Bis 1945: Die Abteilung Diensthop wurde zusammen mit dem Hauptwerk errichtet.
Sie befand sich in einem Waldstück östlich des Werksgeländes,
lediglich durch die Eisenbahnstrecke Bremen-Hannover von ihm abgetrennt.
Die Grundfläche umfaßte gut 40 ha. Diensthop war organisatorisch
in den Betrieb des Werkes eingebunden. Selbst bei der Gebäudenummerierung
wurde überwiegend das Zählsystem des Hauptwerkes fortgeführt. Zum Auf- und Ausbau der Abteilung Diensthop wurden vermutlich überwiegend
Fremd- und Zwangsarbeiter sowie Kriegsgefangene eingesetzt. Im laufenden
Betrieb wurden die Arbeiten sicherlich ebenfalls durch diese Menschen
erledigt. Belegt ist, das Erdarbeiten im Gelände von Kriegsgefangenen
der Roten Armee durchgeführt werden mußten. Es war im
Zwischenlager-Gebäude 385/46 ein Arbeitskommando des Stalag
X C, Nienburg untergebracht. Zeitzeugen berichten, daß im
Winter des Jahres 1941 die Soldaten im Lagerhaus auf dem kalten Betonfußboden
liegen mußten. Durch die völlig unzureichende Versorgung
und Unterbringung dieser Menschen kam es zu etlichen Todesfällen.
Die Toten wurden in einem Massengrab südlich von Aufenthaltsgebäude
451/20 verscharrt. Ab 1945: Nach Freigabe durch die Alliierten konnte das Waldgebiet wieder
forstwirtschaftlich genutzt werden. Im Laufe der Jahrzehnte überwuchsen
die Reste der abgerissenen Gebäude, sodaß sie heute kaum
noch erkennbar sind. Die erhaltenen Häuser wurden teilweise
von der Land- und Forstwirtschaft genutzt. Heute ist das Areal als Naherholungsgebiet ausgewiesen, Wanderwege durchziehen das Gelände. Zustand: Zugang: Hinweis: |

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| Einige Fotos sind als Vorschaubilder bereitgestellt - zum Vergrößern bitte anklicken | ||
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Weitere erhaltene Kistenlager |
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| Das Kistenlager 374/1 zeigt die typische Bauweise mit bepflanztem Dach | ||
Quellenangabe:
- Niedersächsisches Umweltministerium: Gefährdungsabschätzung von Rüstungsaltlasten in Niedersachsen
- Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945 - Band 2: Niedersachsen I
- Olaf Bennefeld u.a.: Nur keine schlafenden Hunde wecken, Wettbewerbsbeitrag zum Schülerwettbewerb "Deutsche Geschichte"
- VVN Rotenburg/Verden: http://www.rotenburg-verden.vvn-bda.de/schwerp/gescha/eibia10.html
- Archiv F. Hübner
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