Relikte des Kalten
Krieges:
Grundsätzliches über die Elemente und das Zusammenwirken im
NATO-Luftverteidigungsgürtel ist auf der Themenseite
nachzulesen.
Auf dieser Seite wird näher auf Technik, Stellungen und Verbände
des FlaRak-Systems Hawk eingegangen.
Das Waffensystem:
Das FlaRak-System Hawk ist in sehr kurzer Zeit entwickelt worden. Im Jahre
1953 gab die US-Army einen Entwicklungsauftrag für ein System zur
Abwehr von schnellfliegenden Luftfahrzeugen im niedrigen bis hohen Luftraum.
Im folgende Jahr ist die Entwicklung an die Firma Raytheon übertragen
worden. Und schon 1955 erfolgte der erste Flug einer Rakete. Das System
erhielt die Bezeichnung Hawk. Erst später wurde der Name als Abkürzung
für Homing All
the Way Killer
bezeichnet. Am 22. Juni 1956 ist der erste scharfe Schuß mit dem
System erfolgt. 1958 begann die Serienfertigung, also nur fünf Jahre
nach dem Stellen des Entwicklungsauftrages.
Die erste Version der Rakete, Bezeichnung MIM-23 A, hatte eine Reichweite
von 25 km und konnte eine maximale Höhe von 13.700 m erreichen. Der
584 kg schwere Flugkörper brachte es auf eine Höchstgeschwindigkeit
von 650 m/sec Die Rakete hatte eine Länge von 5,08 m, Durchmesser
0,37 m und Spannweite von 1,19 m. Der Gefechtskopf war mit 54 kg beladen
und erzeugte 1.700 Splitter.
Es gab im Laufe der jahrzehntelangen Nutzungszeit
diverse Kampfwertsteigerung. Die Grundlegenste fand zwischen Februar 1975
und Oktober 1978 statt. In diesem HELIP genannten Programm wurde die Leistung
des Systems enorm gesteigert, seitdem ist es als "Improved Hawk"
bezeichnet worden. Der Flugköper trug ab da die Kennung MIM-23 B.
Seine Reichweite lag nun bei 40 km und die größte Höhe
bei 17.700 m. Als Höchstgeschwindigkeit konnte jetzt 900 m/sec erreicht
werden. Die Abmessungen des Flugkörpers blieben fast unverändert.
Das Gewicht stieg auf 635 kg. Der neue Gefechtskopf trug 75 kg und erzeugte
16.000 Splitter.
Auch die Peripheriegeräte des Systems sind modernisiert worden.
Durch diese Maßnahme wurde es möglich, eine Batterie in zwei
selbstständig
arbeitende Halb-Batterien aufzuteilen. Eine Hälfte benutzte die
Battery Control Central (BCC), die Information Coordination Central
(ICC) sowie
die Radargeräte Pulse Acquisition Radar (PAR) und Range Only Radar
(ROR). Dazu setzte es drei Laucher und das Zielverfolgungsradar HPIR
ein.
Diese Halbbatterie erhielt die Bezeichnung "Battery minus".
Die andere Hälfte verwendete den Platoon Command Post (PCP) und das
Continuous Wave Acquisition Radar (CWAR). Auch hier kamen wieder drei
Laucher und ein HPIR-Radar dazu. Diese Halbbatterie trug den Namen "Assault
Fire Unit".
Ab 1981 ist eine weitere grundlegende Kampfwertsteigerung durchgeführt
worden, das Programm HAWK-PIP. Im wesentlichen enthielt dieses weitere
Umrüstungen der Feuerleit- und Systemgeräte von analoger zur
digitalen Technik.
Diverse Komponenten des Systems sind auch auf der Seite "Eine
aktive Hawk-Stellung" zu sehen.
Die Stellungen:
Auf der Suche nach einem geeigneten System als Ergänzung zur Nike
im NATO-FlaRak-Gürtel fiel die Wahl auf die Hawk. Sie wurde in Mitteleuropa
von Deutschland, den Niederlanden, Belgien und Frankreich eingeführt.
Die US-Army stationierte das System ab 1960 ebenfalls in Deutschland.
Für die europäischen NATO-Partner hatte man eine Lizenzfertigung
durch verschiedene Werke in Westeuropa beschlossen. Die Produktion lief
im Jahre 1961 an.
Ab 1963 wurde das System von der Luftwaffe der Bundeswehr und der Koninklijke
Nederlandse Luchtmacht im Rahmen des Luftverteidigungsgürtels auch
in Niedersachsen stationiert. Das System war voll mobil, alle Komponenten
waren auf LKW oder Anhängern verlastet. In Spannungszeiten sollten
Feldstellungen bezogen werden, die jederzeit schnell gewechselt werden
konnten.
Im Frieden sind fest ausgebaute Einsatzstellungen bezogen worden. Hier
konnten die Elemente des Systems innerhalb eines geschützten militärischen
Bereiches zur Luftraumsicherung genutzt werden. Im Falle eines Überraschungsangriffs
wäre aus diesen Liegenschaften der Kampf aufgenommen worden. Jede
Batterie verfügte darüber hinaus über bis zu fünf
vorerkundete Wechselstellungen. In kürzester Zeit hätten eine
Einheit die Einsatzstellung verlassen können.
Für jeden Hawk-Verband existierte ein übergeordnetes
Battalion Operation Center (BOC), bzw. bei den Niederländern Groeps
Operatiën Centrum (GOC). Hier waren weitere Führungsmittel untergebracht.
Diese BOC/GOC koordinierten den Einsatz der einzelnen Batterien bzw. Squadrons
des Verbandes. Bei der Bundesluftwaffe waren sie stets in einer der vier
Stellungen des Bataillons integriert. Die Niederländische Luftwaffe
dagegen brachte die GOC innerhalb der drei Kasernen der 3., 4. und 5.
GGW unter.
Auf folgenden Seiten werden einzelne Stellungen
detaillierter vorgestellt. Jede für sich ist Beispiel einer Variante: Lichtenmoor ist
eine Standard-FlaRak-Stellung, ähnlich wie sie waren die meisten
Standorte aufgebaut. Oyten gehörte
zur Gattung der Turmstellungen. Da dort die Reichweite der Radargeräte
durch umliegende Hindernisse eingeschränkt war, mußten sie
auf 12 - 15 m hohe Türme gesetzt werden. In Niedersachsen wurden
neben Oyten lediglich Ebersdorf, Eversen und Barsinghausen sowie die
nicht mehr bezogene Stellung Steyerberg mit Türmen ausgestattet.
Schließlich stellt Belum eine
Stellung dar, die neben der regulären FlaRak-Batterie auch das
Battalion Operation Center (BOC) beheimatete. Ergänzt wird dies durch
die Seite über die Turmstellung Ebersdorf, auf der auch Fotos aus der
aktiven Betriebszeit zu finden sind.
Die Einrichtungen der Niederländer wichen in verschiedenen Details
von deutschen Anlagen ab. Eine dieser Stellungen zeigt die Seite Borstel.
Die in den Kasernen untergebrachten Groeps Operatiën Centrum (GOC)
stellt beispielhaft die Seite Stolzenau dar.
Die Dislozierung:
Der östliche Rand des Nike-Gürtels lag ca. 150 km westlich des
Eisernen Vorhangs. Der Hawk-Gürtel wurde östlich der Nike-Stellungen
aufgebaut. Die Reichweite der Hawk war geringer, so mußten entsprechend
mehr Raketenstellungen aufgebaut werden. Auch dieser Gürtel bestand
aus einer vorderen und einer hinteren Linie, der 1st und 2nd Row. Zwischen
beiden betrug die Distanz selten mehr als 30 km. Auch in der Nord-Süd-Ausdehnung
wurde diese Entfernung kaum überschritten, in Niedersachsen waren
es dabei sogar überwiegend nur ca. 20 km.
Anders als bei der Nike sind in der Anfangszeit nur wenige
temporäre Stellungen auf ehemaligen Flugplätzen des II. Weltkrieges
errichtet worden. Lediglich in Brockzetel
und Varel-Friedrichsfeld waren solchen
vorübergehend vorhanden. Die ersten der vollausgebauten Einsatzstellungen
wurden von der Niederländischen Luftwaffe im August 1964 bezogen.
Die letzten bezog die Bundesluftwaffe 1971.
Bis zum Ende des Kalten Krieges standen die Hawk-Stellungen im Luftverteidigungsdienst.
Mit der neuen geographischen Ausdehnung Deutschlands nach der Wiedervereinigung
entfiel der Sinn des FlaRak-Gürtels. Es folgten Umorganisationen
und Verbandsauflösungen. Trotzdem vergingen noch etliche Jahre, bis
die letzte dieser Stellungen in Niedersachsen aufgegeben worden ist. Erst
2002 war endgültig Schluß, heute gibt es hier keine Hawk-Stellungen
mehr.
Nun die für Niedersachsen relevanten Verbände
und Stellungen mit kurzen Daten über ihre Entwicklung und den Verbleib.
Die Bundesluftwaffe:
Die Historie der Hawk-Bataillone der Luftwaffe liegt in den anfangs mit
Flugabwehrkanonen ausgerüsteten Luftwaffen-Flugabwehrbataillonen.
Im Falle des FlaRakBtl 31 liegend die Wurzeln sogar beim Heer.
FlaRakBtl 31:
04.58 aufgestellt als Heeres-FlaArtBtl 484 in Bremen-Gohn, Roland-Kaserne;
01.59 verlegt nach Rheine, Kaserne Gellendorf; 03.59 umbenannt in FlaBtl
180; 07.61 Wechsel zur Luftwaffe und umbenannt in FlaRakBtl 31; 03.63
verlegt nach Westertimke, Timke-Kaserne;
07.93 verlegt nach Sanitz (Mecklenburg-Vorpommern); 12.02 aufgelöst.
Ausgerüstet zunächst mit Flak 75 mm Skysweeper; 07.61 mit Wechsel
zur Luftwaffe Flak ausgesondert; 10.63 Zulauf Hawk.
BOC: 1966 in Stlg. Nartum; 1993 aufgegeben.
1./31 - Bis 1963 identisch mit Bataillon; 03.63
verlegt nach Westertimke, Timke-Kaserne;
07.92 umbenannt in 3./36 und an FlaRakG 36 abgegeben; 1996 verlegt nach
Bremervörde, Vörde-Kaserne; 07.02 aufgelöst.
Stellung: 1963 temporäre Stlg. in Westertimke;
1966 verlegt nach Nartum; 1996 verlegt nach Vollersode; 2002 aufgegeben.
2./31 - Bis 1963 identisch mit Bataillon; 1963
verlegt nach Rotenburg (Wümme),
Lent Kaserne; 07.92 umbenannt in 5./36 und an FlaRakG 36 abgegeben; 12.95
verlegt nach Bremervörde, Vörde-Kaserne und deaktiviert; 07.01
aufgelöst.
Stellung: 1966 Eversen (Turmstellung); 1995 aufgegeben.
3./31 - Bis 1964 identisch mit Bataillon; 01.64
verlegt nach Bremen-Vahr, Lettow-Vorbeck-Kaserne; 07.92 umbenannt in 6./36
und an FlaRakG 36 abgegeben; 1993 verlegt nach Westertimke,
Timke-Kaserne; 12.95 verlegt nach Bremervörde, Vörde-Kaserne
und deaktiviert; 07.01 aufgelöst.
Stellung: 07.68 Oyten (Turmstellung);
1993 verlegt nach Westerbeck; 1997 aufgegeben.
4./31 - Bis 1966 identisch mit Bataillon; 01.66
verlegt nach Lübberstedt, ehem.
Muna; 07.93 verlegt nach Sanitz (Mecklenburg-Vorpommern); 12.02 aufgelöst.
Stellung: 10.66 Westerbeck; 1993 freigezogen.
FlaRakBtl 35:
07.57 aufgestellt als LwFlaBtl 42 in Bremerhaven, Kaserne Roter Sand;
1958 verlegt nach Oldenburg-Donnerschwee, Donnerschwee-Kaserne; 07.64
umbenannt in FlaRakBtl 35; 04.68 verlegt nach Delmenhorst-Deichhorst,
Caspari-Kaserne; 12.92 aufgelöst.
Ausgerüstet zunächst mit Flak Bofors 40 mm L/70; 04.65 Zulauf
Hawk.
BOC: 1968 in Stlg. Wachendorf; 1992 aufgegeben.
1./35 - Bis 1968 identisch mit Bataillon; 1968
verlegt nach Dörverden-Barme,
Niedersachsen Kaserne; 04.92 umbenannt in 5./31 und an FlaRakG 31 abgegeben;
1994 verlegt nach Prangendorf (Mecklenburg-Vorpommern); 12.01 aufgelöst.
Stellung: 1969 Wittlohe; 1994 aufgegeben.
2./35 - Bis 1968 identisch mit Bataillon; 1968
verlegt nach Dörverden-Barme,
Niedersachsen Kaserne; 04.92 umbenannt in 6./31 und an FlaRakG 31 abgegeben;
1993 verlegt nach Sanitz (Mecklenburg-Vorpommern); 12.01 aufgelöst.
Stellung: 1969 Lichtenmoor;
1993 aufgegeben.
3./35 -Bis 1969 identisch mit Bataillon; 1969
verlegt nach Nienburg-Langendamm, Clausewitz Kaserne; 10.92 umbenannt
in 5./38 und an FlaRakG 38 abgegeben; 08.93 verlegt nach Arolsen (Hessen);
12.01 aufgelöst.
Stellung: 1969 Wohlenhausen; 08.93 aufgegeben.
4./35 - Bis 1968 identisch mit
Bataillon; 04.68 verlegt nach Delmenhorst-Deichhorst, Caspari Kaserne;
10.92 umbenannt in 6./38 und an FlaRakG 38 abgegeben; 07.93 verlegt nach
Arolsen (Hessen); 12.01 aufgelöst.
Stellung: 1968 Wachendorf; 07.93 aufgegeben.
FlaRakBtl 36:
07.57 aufgestellt als LwFlaBtl 41 in Göttingen, Ziethen-Kaserne;
1958 verlegt nach Essen-Kupferdreh, Ruhrland-Kaserne; 04.65 verlegt nach
Varel-Friedrichsfeld; 07.65 umbenannt
in FlaRakBtl 36; 10.71 verlegt nach Bremervörde, Vörde-Kaserne;
07.02 aufgelöst.
Ausgerüstet zunächst mit Flak Bofors 40 mm L/70; 1964 Zulauf
Hawk.
BOC: 1969 in Stlg. Deinstedt; 2002 aufgegeben.
1./36 - Bis 1971 identisch mit Bataillon; 10.71
verlegt nach Bremervörde, Vörde-Kaserne; 07.02 aufgelöst.
Stellung: 1965 temporäre Stlg. auf ehem.
Flugfeld Varel-Friedrichsfeld; 1969 verlegt nach Ebersdorf (Turmstellung);
2002 aufgegeben.
2./36 - Bis 1971 identisch mit Bataillon; 10.71
verlegt nach Bremervörde, Vörde-Kaserne; 07.02 aufgelöst.
Stellung: 1965 temporäre Stlg. auf ehem.
Flugfeld Varel-Friedrichsfeld; 1969 verlegt nach Deinstedt; 2002 aufgegeben.
3./36 - Bis 1965 identisch mit Bataillon; 04.65
verlegt nach Lübberstedt, ehem.
Muna; 07.92 umbenannt in 3./31 und an FlaRakG 31 abgegeben; 10.95
deaktiviert; 1996 umbenannt in 6./31; 12.01 aufgelöst.
Stellung: 10.66 Vollersode; 1996 freigezogen.
4./36 - Bis 1965 identisch mit Bataillon; 04.65
verlegt nach Bremerhaven, Kaserne Roter Sand; 1971 verlegt nach Schiffdorf,
Kaserne Schiffdorf; 10.89 umbenannt in 2./37 und an FlaRakG 37 abgegeben;
10.92 umbenannt in 6./39 und an FlaRakG 39 abgegeben; 1994 verlegt nach
Stadum (Schleswig-Holstein); 12.95 deaktiviert; 12.01 aufgelöst.
Stellung: 1969 Bramel; 1993 aufgegeben.
FlaRakBtl 37:
07.57 aufgestellt als LwFlaBtl 44 in Hamburg-Osdorf, General-Schwarzkopff-Kaserne;
1958 verlegt nach Hamburg-Iserbrook, Reichspräsident-Ebert-Kaserne;
1960 verlegt nach Aurich, Blücher-Kaserne; 06.65 umbenannt in FlaRakBtl
37; 02.70 verlegt nach Cuxhaven, Kaserne Grimmershörn; 02.71 verlegt
nach Bremerhaven, Kaserne Roter Sand; 04.74 verlegt nach Cuxhaven-Altenwalde,
Hinrich-Wilhelm-Kopf-Kaserne; 12.92 aufgelöst.
Ausgerüstet zunächst mit Flak Bofors 40 mm L/70; 06.65 Zulauf
Hawk.
BOC: 1965 temporäres BOC auf ehem.
Flugfeld Brockzetel; 02.70 verlegt in Stlg. Belum;
1992 aufgegeben.
1./37 - Bis 1970 identisch mit Bataillon; 02.70
verlegt nach Cuxhaven, Kaserne Grimmershörn; 02.71 verlegt nach Bremerhaven,
Kaserne Roter Sand; 04.74 verlegt nach Cuxhaven-Altenwalde,
Hinrich-Wilhelm-Kopf-Kaserne; 10.92 umbenannt in 5./39 und an FlaRakG
39 abgegeben; 1994 verlegt nach Stadum (Schleswig-Holstein); 1996 umbenannt
in 2./39; 12.02 aufgelöst.
Stellung: 1965 temporäre Stlg. auf ehem.
Flugfeld Brockzetel; 02.70 verlegt nach Belum;
1993 aufgegeben.
2./37 - Bis 1971 identisch mit Bataillon; 1971
verlegt nach Bremervörde, Vörde-Kaserne; 10.89 umbenannt in
4./36 und an FlaRakG 36 abgegeben; 07.02 aufgelöst.
Stellung: 1965 temporäre Stlg. auf ehem.
Flugfeld Brockzetel; 1971 verlegt nach Lamstedt-Nindorf; 2002 aufgegeben.
3./37 - Bis 1970 identisch mit Bataillon; 02.70
verlegt nach Cuxhaven, Kaserne Grimmershörn; 02.71 verlegt nach Bremerhaven,
Kaserne Roter Sand; 04.74 verlegt nach Cuxhaven-Altenwalde,
Hinrich-Wilhelm-Kopf-Kaserne; 10.92 umbenannt in 1./31 und an FlaRakG
31 abgegeben; 1996 verlegt nach Prangendorf (Mecklenburg-Vorpommern);
12.02 aufgelöst.
Stellung: 1965 temporäre Stlg. auf ehem.
Flugfeld Brockzetel; 02.70 verlegt nach Krempel; 1995 aufgegeben.
4./37 - Bis 1967 identisch mit Bataillon; 1967
verlegt nach Cuxhaven-Altenwalde,
Hinrich-Wilhelm-Kopf-Kaserne; 02.71 verlegt nach Bremerhaven, Kaserne
Roter Sand; 04.74 zurückverlegt nach Cuxhaven-Altenwalde; 10.92 umbenannt
in 2./31 und an FlaRakG 31 abgegeben; 1995 deaktiviert und verlegt nach
Prangendorf (Mecklenburg-Vorpommern); 1996 umbenannt in 5./31; 12.01 aufgelöst.
Stellung: 1965 temporäre Stlg. auf ehem.
Flugfeld Brockzetel; 03.67 verlegt nach Gudendorf; 1995 aufgegeben.
Die Koninklijke Luchtmacht:
In der ersten Zeit nach ihrer Aufstellungen waren die Squadrons der Niederländischen
Luftwaffe mit einem Buchstaben gekennzeichnet, es gab die A - D-Sqn der
jeweiligen GGW. 1965 wurde die unten gezeigte Nummerierung eingeführt.
Bei der Wahl der Standorte von Kasernen gab es einzelne Verschiebungen.
Die Kaserne der 4. GGW sollte ursprünglich in Bad Münder errichtet
werden. Da dort keine geeignete Fläche zu bekommen war, wich man
nach Hessisch-Oldendorf aus. Auch für die 5. GGW hatte man die Kaserne
nicht am letztendlichen Standort geplant, erst war Nienburg vorgesehen.
Aus Kostengründen gab es bei den Niederländern bis 1975 einige
Einschränkungen und Reduzierungen. Die Nichtaufstellung der ursprünglichen
503 Sqn im Jahre 1968 war das erste Beispiel. Deaktivierungen ab 1970
und die endgültige Aufgabe der Stellung Bad Münder 1972 folgten.
Ein großer Umbruch fand schließlich am 1. Juli 1975 statt,
man löste die 4. GGW auf. Damit reduzierte die Niederländische
Luftwaffe die Anzahl der Hawk-Stellungen von elf auf acht.
3. GGW:
08.63 aufgestellt in Fort Bliss/USA; 11.64 verlegt nach Blomberg (NRW);
07.94 aufgelöst.
GOC: 1965 in Kaserne Blomberg (NRW); 07.94 aufgegeben.
324 Sqn - 10.63 aufgestellt in Fort Bliss/USA;
11.64 verlegt nach Blomberg (NRW); 07.70 deaktiviert; 12.72 reaktiviert;
07.95 in 803 Sqn aufgegangen und verlegt nach De Peel/Niederlande.
Stellung: 08.64 Aerzen-Laatzen; 07.95 aufgegeben.
326 Sqn - 10.63 aufgestellt in Fort Bliss/USA;
11.64 verlegt nach Blomberg (NRW); 07.94 in 801 Sqn aufgegangen und verlegt
nach De Peel/Niederlande.
Stellung: 08.64 Horn-Bad Meinberg, Velmerstot
(NRW); 04.90 umgebaut für Patriot; 07.94 aufgegeben.
327 Sqn - 10.63 aufgestellt in Fort Bliss/USA;
11.64 verlegt nach Blomberg (NRW); 07.75 422 Sqn eingegliedert; 07.95
in 804 Sqn aufgegangen und verlegt nach De Peel/Niederlande.
Stellung: 1965 Schwelentrup (NRW); 07.75 verlegt in Stellung Goldbeck;
1988 umgebaut für Patriot; 07.95 aufgegeben.
328 Sqn - 10.63 aufgestellt in Fort Bliss/USA;
11.64 verlegt nach Blomberg (NRW); 07.94 in 802 Sqn aufgegangen und verlegt
nach De Peel/Niederlande.
Stellung: 1965 Schwalenberg (NRW); 07.94 aufgegeben.
4. GGW:
10.64 aufgestellt in Hessisch-Oldendorf; 1.7.75
aufgelöst.
GOC: 1965 in Kaserne Hessisch-Oldendorf; 07.75 aufgegeben.
420 Sqn - 10.64 aufgestellt in Hessisch-Oldendorf;
07.70 deaktiviert; 1.7.75 aufgelöst.
Stellung: 06.66 Barsinghausen (Turmstellung); 12.72 geräumt.
421 Sqn - 10.64 aufgestellt in Hessisch-Oldendorf;
1.7.75 aufgelöst.
Stellung: 1965 Bad Münder; 12.72 verlegt in Stellung Barsinghausen
(Turmstellung); 07.75 aufgegeben.
422 Sqn - 10.64 aufgestellt in Hessisch-Oldendorf;
1.7.75 in 327 Sqn aufgegangen, damit 3. GGW
unterstellt.
Stellung: 1965 Goldbeck.
423 Sqn - 12.64 aufgestellt in Hessisch-Oldendorf;
1.7.75 umbenannt in 503 Sqn und 5. GGW unterstellt.
Stellung: 08.66 Reinsdorf.
5. GGW:
09.66 aufgestellt in Stolzenau; 07.95 aufgelöst.
GOC: 1967 in Kaserne Stolzenau; 07.95 aufgegeben.
500 Sqn - 05.67 aufgestellt in Stolzenau; 07.94
aufgegangen in 801 Sqn und verlegt nach De Peel/Niederlande.
Stellung: 1967 Borstel; 07.94 aufgegeben.
501 Sqn - 06.67 aufgestellt in Stolzenau; 07.95
aufgegangen in 804 Sqn und verlegt nach De Peel/Niederlande.
Stellung: 1967 Winzlar; 07.95 aufgegeben.
502 Sqn - 05.67 aufgestellt in Stolzenau; 07.94
aufgegangen in 802 Sqn und verlegt nach De Peel/Niederlande.
Stellung: 11.67 Hoysinghausen; 1987 umgebaut für Patriot; 07.94 aufgegeben.
503 Sqn - 07.75 423 Sqn umbenannt in 503 Sqn
und verlegt nach Stolzenau; 07.95 aufgegangen in 803 Sqn und verlegt nach
De Peel/Niederlande.
Stellung: 07.75 Reinsdorf; 1988 umgebaut für Patriot; 07.94 verlegt
nach Hoysinghausen; 07.95 aufgegeben.
Aufstellung der 503 Sqn war ursprünglich 1968
geplant, nicht durchgeführt.
Stellung nach ursprünglicher Planung: Steyerberg (Turmstellung) -
fertiggestellt, wurde aber nicht bezogen; Nutzung später durch Bundeswehr
als Pioniergerätelager.
Zustand:
Sämtliche ehemaligen Hawk-Stellungen in Niedersachsen wurden inzwischen
aufgelöst und von den Truppen freigezogen. Sie werden oft von landwirtschaftlichen
oder gewerblichen Betrieben angekauft und zivil genutzt, in der Folge
verschwinden die Spuren der militärischen Nutzung mehr oder weniger.
Zugang:
Fast alle Stellungen sind nach wie vor nicht zugänglich.
Hinweis:
Ein Web über sämtliche Hawk-Einheiten und Stellungen in Deutschland:
http://www.flarakg36.de
Die Komponenten des Systems Hawk werden auf dieser Seite näher erläutert:
http://www.panzerbaer.de/guns/bw_flarak_hawk-a.htm
Verschiedene FlaRak-Verbände sind im Internet
präsent.
Die FlaRakGrp 31 aus Sanitz:
http://www.flarakgruppe31.de
Auch die Traditionsgemeinschaft des FlaRakG 35 ist
im Internet vertreten:
http://www.flarakg35.de
Das Web über die FlaRakG 36:
http://alpha-section-present.de
Über die ehemalige 5. GGW, Stolzenau:
http://www.5ggw.nl

Diese zwei hervorragenden Werke
mit gleichem Namen zeigen alle Details des FlaRak-Gürtels.
Über die Flugabwehrraketentruppe der Bundesluftwaffe:
Titel: Blazing Skies
Autoren: Wilhelm von Spreckelsen, Wolf-Jochen Vesper
Verlag: Isensee Verlag, Oldenburg
ISBN: 3-89995-054-2
Über die Niederländischen Groepen Geleide
Wapens in Deutschland:
Titel: Blazing Skies 
Autor: Rinus Nederlof
Verlag: Sdu Uitgevers, Den Haag
ISBN: 90-12-09678-2
|