Bis und ab 1945: Hinweis: |

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| -#1- Cuxhaven |
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Cuxhaven ist vor Beginn des II. Weltkrieges
noch als Luftschutzort 1. Ordnung klassifiziert worden, diese Einstufung
ließ man später aber wieder fallen. Die Stadt besaß zwar
einige Einrichtungen der Kriegsmarine, wie Minensucherhafen und Sperrwaffenarsenal,
die sich daraus ergebende Gefährdung für die Zivilbevölkerung
hat man aber scheinbar zunächst nicht mehr hoch eingeschätzt.
Erst zum Ende des Krieges hin entstand der einzige bombensicherer Hochbunker
im Ort. Anders sah es dagegen bei der aktiven Luftabwehr aus, siehe Seite
Flakschutz für Cuxhaven. |
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Hochbunker Rathausstraße: Mit der Errichtung dieses 4geschossigen Luftschutzbunkers ist erst Anfang 1944 begonnen worden. Wegen dieses späten Zeitpunktes, und als Ausgleich für versäumte frühere Bauvorhaben, wurde er besonders massiv ausgeführt. Man hat ihn mit der damals modernsten "Braunschweiger Bewehrung II" gebaut. Die Abschlußdecke war bis zu enormen 300 cm stark, die Außenwände 200 cm. |
| -#2- Sande |
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Der Ort Sande liegt in unmittelbarer
Nähe zur Stadt Wilhelmshaven, dem wichtigsten Hafen der Kriegsmarine.
In Wilhelmshaven waren während des II. Weltkrieges zahlreiche Luftschutzbunker
errichtet worden. Aus den Zuweisungen von Mitteln für die Stadt konnte
auch etwas für den Vorort Sande verwendet werden. Im Ort befanden
sich zwei für das Militär bedeutende Objekte. Zum einen war
der Bahnhof ein wichtiger Umsteigepunkt zwischen Wilhelmshaven und den
weiteren Standorten in Ostfriesland. Zum anderen lag im Ortsteil Sanderbusch
das große Marinelazarett, welches hauptsächlich mit Patienten
der Garnison Wilhelmshaven belegt war. |
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Rundbunker Bahnhof: Direkt vor dem Bahnhof von Sande wurde dieser 6geschossige Rundbunker errichtet. Er ist 1943 fertiggestellt worden und bot 600 Personen Platz. Die Bauweise der Rundbunker war in Wilhelmshaven recht verbreitet. Dieses Exemplar ist 18 m hoch und hat einen Durchmesser von 17 m, die Stärke der Außenwände beträgt 220 cm. Nach Kriegsende nutzte zunächst ein Vulkanisierbetrieb den Bunker als Produktionsstätte. Im Jahre 1947 setzten die Briten die Vorgaben der Siegermächte um und sprengten den Turm. Dabei wurde auf Höhe des Erdgeschosses die Außenwand zerstört, der Bunker neigte sich um 18°, blieb aber in dieser Position stehen. Die überwiegende Masse des Turms ist in seiner Form völlig intakt geblieben. Im Mai 1983 erwarb die Sektion Wilhelmshaven des Deutschen Alpenvereins den Bunker um ihn zu einem Klettergarten auszubauen. Dieses Vorhaben wurde mit der Eröffnung 1986 verwirklicht. Zunächst sind an der Außenwand Kletterrouten eingerichtet worden, später kamen auch im Innenraum welche dazu. Die durch die Sprengung entstandenen Öffnungen wurden inzwischen vermauert und abgedichtet. 1999 stellten die Behörden diesen eindrucksvollen Koloß unter Denkmalschutz. Die DAV-Sektion Wilhelmshaven berichtet im Internet über ihren Turm: http://www.dav-wilhelmshaven.de/turm1.htm |
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Operationsbunker Marinelazarett: |
| -#3- Oldenburg |
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Die Stadt Oldenburg zählte mit
fast 80.000 Einwohnern während des II. Weltkrieges zu den großen
Orten im Gebiet des heutigen Niedersachsen. Im Stadtgebiet befanden sich
diverse Kasernen, am Nordwestrand lag der Fliegerhorst
Oldenburg. Die Stadt wurde erst ab 1943 als Luftschutzort 1. Ordnung
klassifiziert, deshalb konnte im Krieg lediglich nur noch ein einzelner
vollwertiger Luftschutzbunker errichtet werden. Es handelte sich dabei
um den 6geschossigen Hochbunker für 4.000 Personen in der Moslestraße,
in der Nähe des Hauptbahnhofes. Er wurde in der Nachkriegszeit abgerissen.
Daneben standen im Stadtgebiet sieben Tiefstollen, und etliche weitere
kleine Luftschutzanlagen zur Verfügung. |
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Erdbunker Wilhelmstraße:Bei dieser Luftschutzanlage, auf dem Gelände eines ehemaligen Hospitals gelegen, handelt es sich um einen der Bunker leichterer Bauweise, von denen in Oldenburg diverse Exemplare hauptsächlich in den ersten Jahren des II. Weltkrieges errichtet wurden. Mit der Hälfte seiner Bauhöhe ist er in den Erdboden eingelassen worden, er erstreckt sich lediglich über eine Ebene. Der Bunker ist heute eines der letzten Überbleibsel seiner Art in Oldenburg und wird für kulturelle Veranstaltungen genutzt. |
| -#4- Kirchweyhe |
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Die Ortschaft Kirchweyhe erreichte durch einen großen
Verschiebebahnhof einige strategische Bedeutung für die Sicherung
der Nachschubwege. Der Bahnhof liegt an der Strecke von Osnabrück
nach Norden. Hier wurden Züge aufgeteilt um in Richtung Bremen, Bremerhaven
und Cuxhaven, oder über die Güterumgehungsbahn an Bremen vorbei
Richtung Hamburg und Schleswig-Holstein weiter zu fahren. |
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Rundbunker
Bahnhof:Neben dem früheren Betriebswerk sind heute zwei baugleiche Rundbunker zu finden. Sie bieten relativ wenig Grundfläche, waren aber durch eine mächtige Abschlußdecke geschützt. In der Nähe befanden sich zwei weitere Röhrenbunker, die wesentlich geringere Stabilität besaßen. Sie wurden vor wenigen Jahren vollständig abgerissen. |
| -#5- Lingen |
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| -#6- Lehrte |
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| -#7- Hildesheim |
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Hildesheim besaß für die
Reichsbahn einige Wichtigkeit als Knotenpunkt. Weiterhin war in der Stadt
relativ bedeutende Rüstungsindustrie angesiedelt. Es handelte sich
dabei um Produktionsstätten wichtiger Komponenten für Land-,
Wasser- und Luftfahrzeuge, wie die "Vereinigte Deutsche Metallwerke"
und die "Trillkewerke" von Bosch. An militärischen Einrichtungen
existierten im Stadtgebiet mehrere Kasernen, am Nordrand lag der Fliegerhorst
Hildesheim. Von den Alliierten ist die Stadt erst sehr spät in die Planungen für Bombardierungen aufgenommen worden. Erst Ende 1944 wurde der erste Bombenangriff auf Hildesheim geflogen, vorher fanden nur vereinzelte Abwürfe statt. Im März 1945 folgte drei Angriffe, bei dem letzten vom 22. des Monats sind das Stadtzentrum und die umliegenden Wohngebiete stark zerstört worden. Hildesheim war von der Führung als Luftschutzort 2. Ordnung eingestuft worden, im Ort wurden dementsprechend keine bombensicheren Hochbunker gebaut. Das Stadtzentrum ist von einer begrünten Wallanlage umgeben, die zum Teil große und steile Höhenunterschiede aufweist. Hier konnten in relativ geschützter Lage mehrere Luftschutzstollen hineingetrieben werden. |
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Luftschutzstollen Liebesgrund:Ein äußerlich recht interessantes Exemplar der Hildesheimer Stollen ist diese Anlage im Bereich Liebesgrund. Der Stollen verfügte über einen Hauptzugang mit verklinkerter Einfassung und einen Notausstieg. Beide Türen sind heute zugemauert, kleine Öffnungen ließ man frei. Demnach dient dieser LS-Stollen heute als Fledermausquartier. |
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Luftschutzstollen Kehrwiederwall: Bei diesem LS-Stollen im Hang des Kehrwiederwalls ist nur ein Zugang zu finden. Für diese Anlage ist dokumentiert, daß eine Stollenlängen von 300 m vorhanden war, die bis zum Mai 1944 um weitere 500 m erweitert wurde. Auch dieser Stollen wurde zugemauert, ebenso sind die kleinen Einfluglöcher für Fledermäuse vorhanden. |
Quellenangabe:
- Michael Foedrowitz: Bunkerwelten
- Hermann Meyer-Hartmann: Zielpunkt 52092 N 09571 O
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