Relikte des Kalten Krieges:
Nach Eintritt der Bundesrepublik Deutschland in die NATO wurden auch
für den nicht militärischen Bereich Vorbereitungen für
den Verteidigungsfall getroffen. Die zahlreichen Hilfsverbände
und Organisationen, Beispiele: THW, ZB (Ziviler Bevölkerungsschutz),
Rotes Kreuz usw., sollten zentral geführt werden. Deutschland
war dafür in 10 Warngebiete eingeteilt. Im niedersächsischen
Bereich waren dies die Warngebiete II und III. Zur Steuerung aller
Aktivitäten der zivilen Verteidigung war für jedes Warngebiet
ein Warnamt eingerichtet. Bundesweit 40 Warndienst-Leitmeßstellen
und ca. 1500 unbemannten Warndienst-Meßstellen, welche flächendeckend
in Abständen von ca. 13 km im Bundesgebiet vorhanden waren
arbeiteten den Ämtern zu. In den Warnämtern wurden alle
Meldungen zur Luft- und ABC-Lage ausgewertet. Von dort sind auch
die Luftschutz-Sirenen ausgelöst worden.
Um den Betrieb unter allen Umständen aufrecht erhalten zu können
sind geräumige Bunkeranlagen entstanden, in welchen unter anderem
hohe Räume mit Übersichtskarten zur Lagedarstellung vorhanden
sind.
Mitte der neunziger Jahre entfiel aufgrund der Entspannung zwischen
Ost und West die Struktur des Warndienstes, die Warnämter wurden
aufgelöst und die Einrichtungen in den Anlagen komplett abgebaut.
Zustand:
Beide Warnämter sind weitgehend komplett erhalten. Bassum soll
von einer Privatschule genutzt werden, Rodenberg ist in den Besitz
einer Firma übergegangen.
Zugang:
Die Anlagen sind komplett eingezäunt und
nicht zugänglich.