Bis 1945: Die Herstellung von Achsen und Getriebeteilen war bereits nach
Delmenhorst ausgelagert. Als nächstes folgte im Winter 1943/44
die Verlagerung von Teilen der Motorenproduktion in das sogenannte "Außenwerk
Ottersberg". Nach der Fertigstellung vollzog die Werksleitung in kurzer Zeit die Verlagerung der Produktionseinrichtungen vom rund acht Kilometer entfernten Sebaldsbrück nach Nadah, so daß kaum Verzögerungen in der Serienfertigung eintraten. Bohrmaschinen, Drehbänke, Fräsen und andere schwere Maschinen sind aus der Sebaldsbrücker Halle 3 abgezogen worden. Sie dienten zur Bearbeitung der Grauguß-Motorengehäuse. Mit aus Delmenhorst angelieferten Kurbel- und Nockenwellen konnte schließlich in Nadah die Endmontage der Motoren durchgeführt werden. Die halbkreisförmige Anordnung der Hallen entsprach dafür den einzelnen Arbeitstakten der Serienfertigung. Gebaut wurden 3,8 l Ottomotoren und 5 l Dieselmotoren für LKW. Auch ein 2,3 l Ottomotor für den schweren Sprengladungsträger B IV wurde hier gefertigt, später erhielt dieser aber auch den 3,8 l-Motor. Das aus den Bremer Borgward-Werken stammende deutsche Personal wurde täglich mit LKW zum Außenwerk gebracht. In Nadah arbeiteten auch zahlreiche russische Zwangsarbeiter. Für sie hat man bei Halle 6 eine "Ostarbeiter"-Baracke errichtet. Hier mußten die Kräfte unter mangelhaften hygienischen Verhältnissen und unzureichend versorgt leben. Bemerkenswerterweise war das Außenwerk nicht eingezäunt, so wurden die Zwangsarbeiter vermutlich nachts in ihrer Baracke vom Werkschutz eingeschlossen. Die Verlagerung der Fertigung nach Ottersberg erbrachte zumindest eine Sicherheit vor den Bomben, das Außenwerk wurde nie angegriffen. Am Abend des 24. April 1945 endete für Nadah der II. Weltkrieg mit der Besetzung des Gebietes durch die britische Armee. Ab 1945: Zustand: Zugang: Hinweis: |

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Quellenangabe:
- Axel Köhler: Der Arbeitseinsatz von KZ-Häftlingen und Zwangsarbeitern in der Spätphase des Zweiten Weltkrieges am Beispiel des heutigen Landkreises Verden
- A. Brede
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