Bis 1945: In der folgenden Zeit wurde die nötige Infrastruktur
geschaffen. Zur Unterbringung der Verbände errichtete man nördlich
der Kreisstraße ein Barackenlager. Südlich von ihr entstand
der eigentliche Flugbetriebsbereich mit Flugleitung, Flugzeughallen,
einer Werft und Werkstätten. Mit einem Anschlußgleis zur
Strecke Vechta-Cloppenburg wurde die Verbindung zum Eisenbahnnetz
geschaffen. Ein in der damaligen Zeit übliches Startbahn-Triangel
mit drei Bahnen wurde nicht mehr realisiert. Lediglich eine betonierte
Startbahn von zunächst 600 m Länge entstand, von einer
zweiten ist nur ein kurzer Torso gebaut worden. Der Flugplatz Vechta
erhielt den Decknamen "Schwebebahn". Über die Belegung des Platzes vor Beginn des Krieges
liegen keine Daten vor. Während des Krieges kam es, wie auf
Fliegerhorsten allgemein üblich, zu vorübergehenden Belegungen
durch die verschiedensten Einheiten. Darunter waren Kampfgeschwader
und Jagdgeschwader. Im März 1945 erfolgte ein heftiger Bombenangriff durch die US Air Force auf den Flugplatz, der zur weitgehenden Zerstörung der Einrichtungen führte. Der Flugbetrieb in Vechta wurde daraufhin eingestellt. Ab 1945: Die Bundeswehr übernahm nach ihrer Aufstellung Teile
der Anlage wieder in militärische Nutzung. Verbliebene wieder
hergerichtete Gebäude im ehemaligen Werft- und Werkstättenbereich
wurden zum Mobilmachungsstützpunkt umgewandelt. Hier sind Ausrüstungen
und Geräte verschiedener Geräteeinheiten eingelagert gewesen. Einige hundert Meter westlich des Mob-Stützpunktes hatte das I. Korps der Bundeswehr ein ortsfestes Depot eingerichtet. Das Korpsdepot 157 war ein Treibstofflager für den Bedarf des Nachschubkommando 1. In 16 an der Vorderseite offenen Hallen konnten aufstehende Stahltanks sowie palettierte Kraftstoffkanister abgestellt werden. Über das Thema Korpsdepots in Niedersachsen berichtet eine weitere Seite. Nach Ende des Kalten Krieges begann in der Bundeswehr eine umfangreiche Reduzierung der Streitkräfte. Das Krankentransportbataillon 130 wurde nach Hildesheim verlegt. Die weiteren Vechtaer Einheiten und das Korpsdepot sind aufgelöst worden. Damit entfiel der Bedarf an den beiden Liegenschaften, die militärische Nutzung endete. Ende der 1990er erfolgte der Abriß von Mob-Stützpunkt und Korpsdepot. Das Gewerbegebiet im Süden wuchs weiter. Der Nordteil ist mit Einzelhandel und Gewerbe bebaut worden. Auf dem Areal in der Mitte entstand ein neues Wohngebiet. Mit diesen Baumaßnahmen verschwanden schließlich auch die letzten Spuren des Fliegerhorstes. Zustand: Zugang: Hinweis: Die Interessengemeinschaft Fliegerhorst Vechta sucht stets Informationen
zur Anlage. Über die Flughäfen der Luftwaffe ist ein Buch mit
zahlreichen zeitgenössischen Standort-Skizzen erschienen: |
Die bezeichneten Objekte und die dunkelgrau
markierte betonierte Startbahn existieren heute nicht mehr

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| Die Außenseite des Nordflügels | Der Abriß läuft | Im Hintergrund der Südflügel der Flugwerft, er blieb seinerzeit für den Mob-Stützpunkt stehen. |
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Die Rückseite der Garagen war direkt an der Kreisstraße |
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Richtung Westen endete der Bau nach ca. ¼ seiner ursprünglichen Länge | |
| Entlang der Straße nach Schneiderkrug stand eine langgestreckte Kfz-Halle | ||
Quellenangabe:
- Niedersächsisches Umweltministerium: Gefährdungsabschätzung von Rüstungsaltlasten in Niedersachsen
- Karl Ries, Wolfgang Dierich: Fliegerhorste und Einsatzhäfen der Luftwaffe
- Korpskommando I. Korps: 30 Jahre I. Korps 1956-1986
- SVG: Pioniere des Deutsche Heeres 1955 - 2000
- Archiv N. Giese
- Michael Holm: http://www.ww2.dk
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