Bis 1945: Das Lager Fullen, knapp 4 km westlich vom Ort gelegen, ist bereits vor Baubeginn der II. Welle der Emslandlager für den Reichsarbeitsdienst (RAD) errichtet worden. Der Arbeitsdienst war in der 1930er Jahren im Emsland zur Kultivierung der großen Moorgebiete eingesetzt. Anfang 1938 wurde der RAD von dieser Aufgabe entbunden. Fortan sollten Strafgefangene diese Arbeiten übernehmen. Auch Fullen gehörte zur zweiten Welle der Emslandlager, die man für die Unterbringung dieser Sträflinge aufbaute. Da die hier die Infrastruktur bereits weitgehend vorhanden war, konnte es zügig belegt werden. Im September 1938 sind bereits 1.200 Strafgefangene registriert. Nach Ausbruch des II. Weltkrieges im September
1939 übernahm das Wehrkreiskommando VI aus Münster den Standort.
Die Häftlinge mußten nun verlegt werden, da die Wehrmacht Fullen
als Kriegsgefangenenlager nutzen wollte. Es wurde zunächst als eines
von drei Zweiglagern dem Mannschaftsstammlager (Stalag) VI B Versen unterstellt.
Im Mai 1942 fand eine Umstrukturierung statt. Das Stalag VI B wurde aufgelöst,
die Standorte nun dem Stalag VI C Bathorn
zugeordnet. Ab 1945: Zustand: Zugang: Hinweis: |

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| Am Ort des ehemaligen Lagers ist heute landwirtschaftliche Nutzfläche |
Quellenangabe:
- Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945 - Band 3: Niedersachsen II
- Martin Weinmann: Das nationalsozialistische Lagersystem
- Erich Kosthorst, Bernd Walter: Konzentrations- und Strafgefangenenlager im Dritten Reich, Beispiel Emsland
- DIZ: http://www.diz-emslandlager.de/lager/lager10.htm
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