Bis 1945:
Die Liegenschaft des heutigen Bundeswehr-Gerätehauptdepots Weener
in der ehemaligen Landsburg war während des II. Weltkrieges der
Produktionsstandort eines Rüstungsunternehmens. Von 1939 bis zum
Kriegsende nutzte die Metallwarenfabrik Theodor Klatte, Stammsitz in
Bremen-Huchting, die Anlage und baute sie weiter aus. Die Firma war
ein wichtiger Zulieferer der Flugzeugindustrie, während des Krieges
wurden in Weener dementsprechend Flugzeugteile gefertigt. Zahlreiche
Fremdarbeiter, Kriegsgefangene und auch Einheimische waren in den Fabrikations-
und Montagehallen beschäftigt. Das Werk ist baulich so errichtet
worden, daß es aus der Ferne als landwirtschaftlicher Betrieb
erscheinen konnte.
Ab 1945:
Die Fabrik wurde nach Kriegsende auf Verfügung der alliierten Kontrollkommission
demontiert. Das Werk befand sich weiterhin im Eigentum der Firma Klatte,
stand aber leer und verfiel zusehends. Im Jahre 1957 kaufte die Bundesregierung
die Anlage. Am 28.10.57 zog die Bundeswehr ein und richtete das Fernmeldedepot
Weener als Teil der Fernmeldetruppe ein. 1973 wurde das Depot in ein
Gerätedepot umgegliedert und damit der Nachschubtruppe unterstellt.
Für den Depotbetrieb hat man im Laufe der Jahre diverse weitere
Funktionsgebäude errichtet.
Zustand:
Diverse Gebäude aus der Zeit des Flugzeugteilebaus sind, zumindest
äußerlich, im Originalzustand erhalten.
Zugang:
Das Depot ist militärischer Sicherheitsbereich
und darf nicht betreten werden.
Hinweis:
Über das Gerätehauptdepot berichtet eine Website:
http://www.olaf-krueper.de/bw/dpwee/gerhptdp.htm