Bis 1945: Im Rahmen der allgemeinen Wiederaufrüstung nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten fiel die Entscheidung, den Flugplatz zu einem Fliegerhorst auszubauen. 1935 übernahm die Luftwaffe das Gelände. Am Nordwestrand des Flugfeldes sind mehrere große Flugzeughallen errichtet worden. Auf der dahinter liegenden Fläche entstanden diverse Mannschaftsblöcke sowie Verwaltungs- und Betriebsgebäude. Der Flugbetrieb fand auf Grasnarbe statt. Befestigt waren nur die Hallenvorfelder und die Ringstraße. Während des II. Weltkrieges lagen meist Seefliegerverbände auf dem Horst. Im Oktober 1942 stellte man hier die Minensuchgruppe 1 auf, sie blieb bis Kriegende in Bremerhaven stationiert. Ausgerüstet war der Verband mit Junkers Ju 52MS Minensuch-Flugzeugen, diese Version konnte an einen charakteristischen großen Minensuchring erkannt werden. Am Südrand des Fliegerhorstes grenzt der heutige Nordhafen
an. Dieser war in früheren Zeiten auch unter der Bezeichnung "Zeppelinhafen" oder "Flugzeugträgerbecken" bekannt.
Er ist 1939 fertiggestellt worden. Das Becken war als Liegeplatz
für den deutschen Flugzeugträger A "Graf Zeppelin" vorgesehen.
Auf der Ostseite des Hafens sollte das Schwesterschiff Flugzeugträger
B liegen. Im April 1945 bekam der Flugplatz eine besondere Bedeutung:
hierher wurden Personal und Material der aufgegebenen Erprobungsstelle
Karlshagen, auch bekannt als Peenemünde-West, ausgelagert. In
Weddewarden und auf dem Marineschießplatz
Cuxhaven-Altenwalde sollte die Entwicklung der Raketenwaffen
weiterbetrieben werden. In den großen Hangars lagerten u.a.
die Flugkörper Fi 103, X 4, BV 246 und die Gleitbombe Hs 293.
Sie kamen, teilweise zerstört, nach dem Waffenstillstand in
den Besitz der Alliierten. Ab 1945: Die US Army hatte den Fliegerhorst bereis im Mai 1945 übernommen.
Zunächst diente er als Truppendurchgangslager für zu entlassende
deutsche Soldaten und in die USA zurückkehrende US-Truppen.
Später lagen in der Kaserne Einheiten der US Army, US Air Force
und US Navy. Die Liegenschaft wurde zunächst als Staging Area
bezeichnet. 1973 erhielt sie den Namen Carl-Schurz-Kaserne. Nach Ende des Kalten Krieges reduzierten die USA ihre Truppenpräsenz
in Deutschland. Kosteneinsparungen führten dazu, daß man
den verbliebenen Seeumschlag weitgehend nach Rotterdam verlegte. Damit
kam das Ende für die US-Garnison Bremerhaven. 1993 wurden die
vorhandenen Einheiten abgezogen. Bis in die Gegenwart blieb jedoch
eine zivile Dienststelle vor Ort erhalten, die den noch statt findenden
Umschlag koordiniert. Zustand: Zugang: Hinweis: |

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| Dieser ehemalige Flugzeughangar zeigt sich äußerlich weitgehend im Originalzustand | ||
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| Die frühere Feuerwache | Ein weiteres Betriebsgebäude am Rande des Flugfeldes | Ein Lagerhaus |
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| Blick über das Flugfeld Richtung Nordhafen | Im Hintergrund das geplante Flugzeugträgerbecken, heute Nordhafen. | |
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| Dieser Funkturm war seinerzeit ein Knotenpunkt des Cemetery-Net | Über Jahrzehnte untrennbar mit der US Army in Bremerhaven verbunden: die Verladung von Militärgerät auf Transportschiffe. | |
Quellenangabe:
- Karl Ries, Wolfgang Dierich: Fliegerhorste und Einsatzhäfen der Luftwaffe
- Botho Stüwe: Peenemünde West
- Horst-Eberhard Friedrichs: Bremerhaven und die Amerikaner
- Deutsches Schiffahrtsmuseum: http://www.dsm.national.museum/3pre9816.htm
- http://www.usarmygermany.com
- Michael Holm: http://www.ww2.dk
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