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Rubrik: Munitionsproduktion Translation: English French Spanish Italian Dutch Danish Polish Russian
Die Lufthauptmunitionsanstalt 3/XI Nienburg-Langendamm
 Bis 1945: 
Bei der Muna im Nienburger Ortsteil Langendamm handelte es sich um eine Lufthauptmunitionsanstalt. Erbaut wurde die Anlage 1935-1938 am Rande des noch heute vorhandenen Standortübungsplatzes der Garnison Nienburg. In Langendamm errichtete man zwei Lager für Fremd- und Zwangsarbeiter, ein Frauen- und ein Männerlager. Das Männerlager befand sich am Ort der heutigen Standortschießanlage. Im April 1945 wurden von der Wehrmacht vereinzelt Sprengungen von Einrichtungen vorgenommen. Weitere Bezeichnungen für die Anlage waren auch die Namen Muna Westerbruch und Muna Kuckucksberg.

 Ab 1945: 
Das Areal wurde nach Kriegsende entmilitarisiert. 1956 errichtete die Bundeswehr in Langendamm eine große Kaserne, der Standortübungsplatz der Wehrmacht wurde für die dortigen Truppen weitergenutzt und um den Nordbereich der Muna erweitert. Im südlichen Bereich hat man diverse Gebäude der Anstalt zu einer Wohnsiedlung mit Gewerbeteilen umgewandelt. Das frühere Männerlager ist nach der Befreiung als Auffanglager für Heimatlose ehemalige Zwangsarbeiter genutzt worden, bis Ende der 1950er Jahre an seiner Stelle die Standortschießanlage errichtet wurde.

 Zustand: 
Im Siedlungsbereich sind noch einige Häuser erhalten, meist zu Wohn- oder Gewerbezwecken umgebaut. Auf dem Standortübungsplatz sind ebenfalls noch verschiedene Produktions- und Betriebsgebäude erhalten.

 Zugang: 
Der Standortübungsplatz darf nicht betreten werden, frei zugänglich dagegen ist die heutige Wohnsiedlung.

Blick aus der Vogelperspektive mit Google Maps:
Google Maps

Fotos:

Im Originalzustand erhaltene Gebäude in der Wohnsiedlung
Im Originalzustand erhaltene Gebäude in der Wohnsiedlung

Früher Sitz des Verteidungskreiskommandos der Bundeswehr
Früher Sitz des Verteidungskreiskommandos der Bundeswehr

Die folgenden Bilder wurden freundlicherweise von Jens zur Verfügung gestellt:
Im Produktionsbereich sind noch diverse Gebäude aufzufinden
Im Produktionsbereich sind noch diverse Gebäude aufzufinden
Die Innenansicht einer Ruine
Die Innenansicht einer Ruine
Bei diesem vollständig erhaltenen Bau ist gut die Stahlskelettbauweise zu erkennen
Bei diesem vollständig erhaltenen Bau ist gut die Stahlskelettbauweise zu erkennen
Beim Gebäude 9 sind die Fenster zugemauert worden
Beim Gebäude 9 sind die Fenster zugemauert worden
Hier wurden die Wände entfernt, nur die Betonstruktur mit dem Dach bleib stehen.
Hier wurden die Wände entfernt, nur die Betonstruktur mit dem Dach bleib stehen.
Die Reste eines Erdbunkers
Die Reste eines Erdbunkers
Gebäude 8
Gebäude 8
Weitere Ansicht des Gebäudes 8
Weitere Ansicht des Gebäudes 8
Dieser Zugange zum gesprengten Munitionsbunkern ist relativ komplett erhalten
Dieser Zugange zum gesprengten Munitionsbunkern ist relativ komplett erhalten
Zugang eines anderen Bunkers
Zugang eines anderen Bunkers
 
Karte
Maßstab
 
Quellenangabe:
- Niedersächsisches Umweltministerium: Gefährdungsabschätzung von Rüstungsaltlasten in Niedersachsen
 
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