Relikte des Kalten Krieges:
Aus Platzgründen werden auf dieser Seite viele militärische
Abkürzungen verwendet. Eine Erklärung erscheint, wenn man
mit dem Mauszeiger auf eine dieser Abkürzungen weist.
Auf dieser Seite wird die 1. Division vorgestellt. Allein
die Ziffer 1 verrät schon, daß es sich bei diesem Großverband
um einen aus den ersten Tagen der Bundeswehr handelt. Von der Bezeichnung
her begann es 1956 als Grenadierdivision, wechselte 1959 zur Panzergrenadierdivision
und wurde schließlich 1981 zur Panzerdivision.
Nach der politischen Entscheidung zur Aufstellung der Bundeswehr
entstand ein großer Druck auf die verantwortlichen Planer im
Verteidigungsministerium. Die Bundesregierung hatte den NATO-Partnern
eine Armee von 500.000 Soldaten zugesagt. Bundeskanzler Adenauer
drängte auf eine rasche Umsetzung, um seine Politik der Westintegration
gegenüber den Allianzpartnern abzusichern.
Es begann eine Phase, die durch Improvisation und ständige Veränderungen
geprägt war. Das benötigte Material befand sich erst im Zulauf,
die Infrastruktur mußte in weiten Bereichen neu aufgebaut werden.
Auf der Seite des Geräts bedeutete es, daß die Masse aus
dem Ausland eingeführt werden mußte. Die deutsche Rüstungsindustrie
brauchte schließlich Zeit, um sich neu zu finden und das Know-how
wieder zu erlangen.
Bei der Infrastruktur konnten einige ältere Kasernen von den Alliierten übernommen
werden. Da diverse dieser Liegenschaften aber weiterhin von den Verbündeten
genutzt wurden, und man weitaus mehr Kasernen benötigte, begann
zwangsläufig ein Neubauprogramm, mit dem zahlreiche neue Kasernen
errichtet worden sind. So kam die Bundeswehr in den Vorteil, in den
folgenden Jahren oft moderne Einrichtungen zu übernehmen.
Heeresstruktur 1 (1956-1959):
Die Ziele für das Heer standen fest, es sollten 12 Divisionen
aufgebaut werden. Im ersten Schritt wurden 1956 die Divisionen 1 -
5 aufgestellt. Man orientierte sich am Modell der US-Army. Eine Division
sollte mit drei Kampfgruppen und einem Artillerieregiment sowie Unterstützungstruppen
ausgestattet werden. Diese Struktur blieb jedoch nicht lange bestehen.
Die Bundeswehrführung hatte sie recht schnell als ungeeignet bewertet.
Am 1. Juli 1956 wurde die 1. Grenadierdivision in Hannover
in der BGS-Unterkunft Nordring-Kaserne aufgestellt. Aus dieser Standortangabe
läßt sich schon erkennen, daß zur Aufstellung der
Division zahlreiche BGS-Angehörige sich zur Verfügung stellten.
Hier war es der Großteil des Bundesgrenzschutzkommandos Nord.
Zunächst war die Division direkt dem Bundesminister der Verteidigung
unterstellt. Am 15. September 1956 erfolgte die Unterstellung unter
das I. Korps Münster (NRW). Die 1. Grenadierdivision wurde am 1. Juli
1957 der NATO assigniert.
Um die außerordentlich schnelle Aufstellung überhaupt
realisieren zu können, wurden neu aufgestellte Verbände
teilweise mehrmals im Jahr geteilt und wieder aufgefüllt. Dadurch
war natürlich zu dieser Zeit die Einsatzbereitschaft der Truppe
stark eingeschränkt. Für die Soldaten bedeutete die Unbeständigkeit
häufige Versetzungen bzw. Umorientierungen.
Die folgende Auflistung zeigt die Masse der Verbände der 1. Grenadierdivision.
Es werden die zunächst aufgestellten Truppen mit damaligem Standort
genannt. Dazu ist angegeben, welcher Verband daraus in der Heeresstruktur
4 geworden ist.
Zur Ausrüstung:
Zwar war vorgesehen, die Grenadierbataillone überwiegend mit gepanzerten
Fahrzeugen auszustatten, es stand aber bei Aufstellung der Division
kein als geeignet bewerteter Schützenpanzer zur Verfügung.
So sind diese Bataillone als Übergangslösung mit LKW vom
Typ Ford G 398 SAM und Mercedes-Benz Unimog S 404B als Transportmittel
für die Kampfeinheiten ausgerüstet worden.
Die Panzer- und Panzerjägerverbände konnten dagegen gleich
mit dem Kampfpanzer M 47 aus US-Produktion bestückt werden. Auch
für die weiteren Waffengattungen stand eingeführtes Gerät, überwiegend
aus den USA, zur Verfügung. Die Artillerieverbände der 1.
Grenadierdivision verfügten über gezogene Geschütze,
Panzerhaubitzen kamen erst später.
Heeresstruktur 2 (1959-1970):
Die Bundeswehrführung beschloß noch in der Aufbauphase am
Ende der 1950er Jahre, die zunächst angenommene Gliederung zu
revidieren. Man erkannte, daß auf einem modernen Gefechtsfeld
mit nuklearer Bedrohung, die Divisionen als Träger des Kampfes
zu groß und schwerfällig wären. Statt dessen sollte
die Aufgabe von Brigaden übernommen werden. Zur Erprobung dieses
Konzeptes ist im September 1958 auf den Truppenübungsplätzen Bergen und
Munster die Lehr- und Versuchsübung LV 58 durchgeführt worden.
Dabei sah man die Richtigkeit der neuen Gliederungen bestätigt.
So folgte 1959 die Umgliederung des Heeres in die Struktur
2. Die Division erhielt nun die Bezeichnung 1. Panzergrenadierdivision.
Die Kampfgruppen formte man zu Brigaden um, eine Gliederungsform,
die in vielen Grundzügen bis in die heutige Zeit bestand hat.
Einer Brigade wurden in der Regel drei bis vier Kampftruppenbataillone
zugeordnet. Dazu kommt ein Artilleriebataillon sowie Einheiten zur
Unterstützung und Versorgung. Es sind stets Kampfverbände
sowohl der Panzer- als auch der Panzergrenadiertruppe vorhanden.
Aus der jeweils höheren Anzahl dieser Bataillone ergab sich,
ob es sich um eine Panzer- oder Panzergrenadierbrigade handelt.
Ein weiteres Merkmal der Heeresstruktur 2 waren ab 1966 die Versorgungsbataillone
in den Brigaden. In diesen Verbänden mit der Endziffer 6 waren
die Instandsetzungs- und Nachschubkräfte sowie Sanitäter
zusammengefaßt.
Zur Ausrüstung:
Zu Beginn der 1960er Jahre wurde der Truppe Gerät zugeführt,
das moderner als die Erstausstattung konzeptioniert war. Der Kampfpanzer
M 48A2 ergänzte den veralteten M 47. Es konnte nun auch endlich
ein Schützenpanzer an die Panzergrenadiere übergeben werden.
Der HS 30 war allerdings ungünstig konstruiert und sorgte insbesondere
in der ersten Zeit wegen zahlloser Defekte bei den Soldaten ständig
für Ärger. Der HS 30 wurde bald durch den gepanzerten Mannschaftstransportwagen
M 113 ergänzt. Dieser war zwar nicht als Gefechtsfahrzeug zu gebrauchen,
dafür handelte es sich um eine ausgereifte Konstruktion.
Ab Mitte der 1960er Jahre kamen mehrere neue Waffensysteme in die Verbände,
die die Kampfkraft erheblich steigerten. Darunter war der seinerzeit
zukunftsweisende Kampfpanzer Leopard 1, den auch diverse NATO-Partner
einführten. Die leichte Panzerfamilie mit den Jagdpanzern Kanone
und Rakete wurde ab 1965 ausgeliefert. Die Brigadeartillerie ist mit
der Panzerhaubitze M 109 ausgerüstet worden, die Feldartillerie
mit Geschützen auf Selbstfahrlafetten.
Das Artillerieregiment der Division wurden ab 1963 mit dem Artillerieraketensystem
Honest John ausgerüstet. Dieses war primär für den Einsatz
mit Atomsprengkopf vorgesehen. Über die Lagerung der entsprechenden
Munition siehe Seite Atomwaffenlager
in Niedersachsen.
Heeresstruktur 3 (1970-1981):
Die Notwendigkeit zu einer weiteren Änderung der Heeresgliederung
ergab sich aus finanziellen Gründen. Knapper werdende Mittel im
Verteidigungshaushalt, bei gleichzeitig steigenden Kosten für
neu zu beschaffende Waffensysteme, zwangen zu einer Umplanung.
In der Heeresstruktur 3 verfügten alle Brigaden nur noch über
drei Kampfbataillone. Die Versorgungsbataillone löste man auf
und unterstellte die Instandsetzungs- und Nachschubkompanien den Brigaden
direkt als selbstständige Einheiten. Auf Ebene der Division sind
je ein Instandsetzungs- und Nachschubbataillon gebildet worden.
Lange sollte die nun eingeführte Struktur jedoch keinen Bestand
haben. Da in den 1970er Jahren das Bedrohungspotential des Warschauer
Paktes stetig wuchs, begannen schon wenige Jahre nach Beginn der Heeresstruktur
3 Überlegungen für eine weitere Anpassung.
Zur Ausrüstung:
Trotz knapperer Finanzen liefen in den 1970er Jahren der Truppe ein
ganze Anzahl moderner Waffensysteme und Geräte zu. Der wichtigste
Typ dabei war der Schützenpanzer Marder, der der Panzergrenadiertruppe
endlich ein zuverlässiges Einsatzmittel bot. Die Panzeraufklärer
erhielten mit dem Spähpanzer Luchs ein modernes Fahrzeug,
das sich dank Radfahrgestell und Geräuschdämpfung sehr
leise bewegen konnte. Der bisherige Jagdpanzer Rakete wurde zum
Jaguar 1 mit weitreichendem Lenkwaffensystem umgebaut.
Auf Basis des Leopard sind Varianten entwickelt worden, wie der Flugabwehrkanonenpanzer
Gepard und der Brückenlegepanzer Biber. Ein erheblicher Posten
war schließlich die Einführung einer Folgegeneration der
LKW. Damit sollte die inzwischen in die Jahre gekommene Erstausstattung
abgelöst werden.
Heeresstruktur 4 (1981-1991):
Schon Mitte der 1970er Jahre sind konkrete Planungen für die Heeresstruktur
4 begonnen worden. Inzwischen war man von einer Strategie der massiven
Vergeltung mit Atomwaffen abgegangen und strebte nun eine flexible
Verteidigung mit konventionellen Mitteln an, das Konzept "Flexible
Response". Hierfür sollten die Kampftruppenkomponenten wieder
gestärkt werden, und das unter Berücksichtigung weiterhin
beschränkter Finanzmittel.
Mit der Heeresstruktur 4 wurden schließlich die Landstreitkräfte
der Bundeswehr in den größten Umfang geführt, den sie
je erreichen sollten.
Die vorhandenen Kampfbataillone sind verkleinert worden, damit
wurde Material und Personal frei zur Aufstellung neuer Verbände.
Zusätzlich hat man verstärkt Reservisten in diesen Truppen
eingeplant. Mit der Umgliederung entstand ein anderes Mischungsverhältnis
von Panzer- und Panzergrenadierbrigaden. Als Folge wurde die 1. in
Panzerdivision umbenannt.
Einhergehend mit der neuen Gliederung wurde im Rahmen des
Konzeptes der Vorneverteidigung je Division ein Brigade möglichst
weit ostwärts disloziert. Sie ist in einem erhöhten Bereitschaftsstand
gehalten worden, um so auch nach kurzer Vorwarnzeit die Verteidigung
nahe der innerdeutschen Grenze aufnehmen zu können. Im Falle
der 1. Panzerdivision fiel diese Aufgabe der Panzerbrigade 2 zu,
die mit allen Teilen in Braunschweig stationiert war.
Die Gliederung einer Brigade in der Heeresstruktur
4 im Detail:
Alle Brigaden verfügten über ein präsentes Panzergrenadierbataillon,
es trug stets die Endziffer 2. Ebenso verfügten alle über
ein präsentes Panzerbataillon mit der Endziffer 4. Dazu kommt
jeweils ein präsentes Bataillon mit der Endziffer 3. Dieses war
in den Panzerbrigaden ein Panzerbataillon, in den Panzergrenadierbrigaden
entsprechend ein Panzergrenadierbataillon.
Eine Neuerung war das Bataillon mit der Endziffer 1. Der Stab und die
Stabskompanie dieses Verbandes ist im Frieden nicht aktiv gewesen.
Im Verteidigungsfall und zu Übungen wurde Personal aus anderen
Einheiten abgezogen, und zusammen mit Reservisten erfolgte die Aktivierung
der Stabskompanie.
Die Kampfkompanien sind dagegen bereits präsent gewesen. Sie wurden
im Frieden den anderen aktiven Bataillonen unterstellt. Dabei war das
Schema auch hier stets gleich. Die 2. Kompanie des Bataillon n1 war
dem Panzergrenadierbataillon n2 zugeordnet, die 3./n1 dem Bataillon
n3 und die 4./n1 dem Panzerbataillon n4. Auch hier gab es wieder den
Unterschied in der 3. Kompanie. In PzBrig war
es eine Panzerkompanie, in PzGrenBrig eine
Panzergrenadierkompanie. So wird auch deutlich, daß das Bataillon
mit der Endziffer 1 ein gemischter Verband mit Kampf- und Schützenpanzern
war.
Die weiteren Truppen der Brigade waren ein Panzerartilleriebataillon
mit der Endziffer 5, und vier selbstständige Kompanien, die stets
die Endziffer 0 trugen. Es handelte sich dabei um eine Panzerjägerkompanie,
eine Panzerpionierkompanie, eine Instandsetzungskompanie und eine Nachschubkompanie.
Insgesamt war die Personaldecke der Brigaden knapp bestückt. Besondere
Bedeutung kam nun den Reservisten zu. In den Monaten unmittelbar nach
ihrer Entlassung konnten sie bei Bedarf zurückbeordert werden,
um in ihrem alten Verband nicht vorhandenes oder noch nicht einsatzbereites
Personal zu ersetzen.
Durch die rückläufige Zahl der Wehrpflichtigen mußte
wiederum schon wenige Jahre nach Einführung der Heeresstruktur
4 über eine neue Konzeption nachgedacht werden. Mit dem Fall
der Mauer 1989 und dem folgenden Ende des Kalten Krieges erübrigten
sich aber alle bisherigen Planungen.
Zur Ausrüstung:
Ab 1979 wurde der Kampfpanzer Leopard 2 an die Truppe ausgeliefert.
Er war wiederum ein Meilenstein in der Panzerentwicklung mit starker
Kampfkraft. Mit ihm wurden die Panzerbataillone der PzBrig ausgerüstet.
Die Panzerbataillone der PzGrenBrig behielten
den Leopard 1, der ab 1986 auf die Version A5 kampfwertgesteigert wurde.
Er war auch im Panzeraufklärungsbataillon vorhanden.
Da für die Heeresstruktur 4 nicht genügend Schützenpanzer
Marder zur Verfügung standen, wurde in Panzergrenadierbrigaden
bei den 4. Kompanien der PzGrenBtl der
Mannschaftstransporter M 113A1G eingesetzt.
Der Jagdpanzer Jaguar 2 war eine Entwicklung, mit der ältere Jagdpanzer
Kanone deutlich aufgewertet werden konnten. Statt der Rohrwaffe wurde
ein Panzerabwehrraketensystem eingerüstet. Dieser Panzer war ab
1983 in Panzerdivisionen nur in der Panzerjägerkompanie der Panzergrenadierbrigade
eingeführt, also im Fall der 1. PzDiv nur
in der PzJgKp 10.
Mit dem Transportpanzer 1 Fuchs wurde eine Fahrzeugfamilie eingeführt,
die in diversen Funktionen einsetzbar war. Unter anderem hat man die
Panzerpionierkompanien der Brigaden damit ausgestattet. Diese erhielten
in den 1980er Jahren mit dem Minenwerfer Skorpion und dem Pionierpanzer
Dachs weitere moderne Fahrzeuge.
Die Verbände in der Heeresstruktur 4:
Im Folgenden soll die 1. Panzerdivision in der Heeresstruktur 4 mit
sämtlichen Truppenteilen aufgelistet werden. Dazu ist die
jeweilige Unterbringung angegeben.
Erläuterung:
Die Strukturen der Division und ihre Standorte unterlagen ständigen
Veränderungen. Auch innerhalb einer Heersstruktur wurde aufgestellt,
verlegt und aufgelöst. Daher kann die folgende Auflistung nur
einen zeitlichen Ausriß darstellen.
Eine wichtige Umorganisation innerhalb der Heeresstruktur 4 war die
Umsetzung der Artilleriestruktur 85. Die folgenden Daten beziehen sich
auf den Zeitraum in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre.
| Divisionstruppen: |
| Stab/StKp 1. PzDiv |
Hannover-Bothfeld, Prinz-Albrecht-Kaserne |
| FmBtl 1 |
Hannover-Bothfeld, Prinz-Albrecht-Kaserne |
| FmKp 1 (EloKa) |
Dannenberg-Neu Tramm, "Kaserne Neu Tramm" |
| HFlgStff 1 |
Celle-Wietzenbruch, Immelmann-Kaserne |
| PzAufklBtl 1 |
Braunschweig-Kralenriede, Husaren-Kaserne |
| RadarZg 1 |
Braunschweig-Kralenriede, Husaren-Kaserne |
| FNZg 1 (GE) |
Hannover |
| FlaRgt 1 |
Langenhagen,
Boelcke-Kaserne |
| PiBtl 1 |
Holzminden, Medem-Kaserne |
| ABCAbwKp 1 |
Emden, Karl-von-Müller-Kaserne |
| SanBtl 1 |
Hildesheim-Steuerwald,
Oberstabsarzt-Dr.-Julius-Schoeps-Kaserne |
| InstBtl 1 |
Giesen-Ahrbergen,
Ohnacker-Kaserne |
| NschBtl 1 |
Hannover-Bothfeld, Scharnhorst-Kaserne |
| HMK 1 |
Langenhagen,
Boelcke-Kaserne |
| inaktive Bataillone: |
| FErsBtl 11 (GE) |
Bad Rothenfelde-Strang, Mob-Stützpunkt (für
Divisionstruppen) |
| FErsBtl 12 (GE) |
Bad Rothenfelde-Strang, Mob-Stützpunkt (für
Divisionstruppen) |
| FErsBtl 13 (GE) |
Minden (NRW), Mob-Stützpunkt Gut Denkmal (für PzGrenBrig 1) |
| FErsBtl 14 (GE) |
Rehburg-Loccum,
Mob-Stützpunkt (für PzBrig 2) |
| FErsBtl 15 (GE) |
Neustadt-Luttmersen, Wilhelmstein-Kaserne (für PzBrig 3) |
| JgBtl 16 (GE) |
Minden (NRW), Mob-Stützpunkt Gut Denkmal |
| JgBtl 17 (GE) |
Hannover |
| SichBtl 18 (GE) |
Giesen-Ahrbergen,
Ohnacker-Kaserne |
| Ausbildungskompanien: |
| FmAusbKp 1/1 |
Hannover-Bothfeld, Prinz-Albrecht-Kaserne |
| AusbKp
StDst/MKF 2/1 |
Northeim, Scharnhorst-Kaserne |
| PzAufklAusbKp 3/1 |
Braunschweig-Kralenriede, Husaren-Kaserne |
| InstAusbKp 5/1 |
Wolfenbüttel, Gneisenau-Kaserne |
| InstAusbKp 6/1 |
Hannover-Bothfeld, Freiherr-von-Fritsch-Kaserne |
| NschAusbKp 7/1 |
Hannover-Bothfeld, Scharnhorst-Kaserne |
| Panzergrenadierbrigade
1: |
| Stab/StKp PzGrenBrig 1 |
Hildesheim, Mackensen-Kaserne |
| BrigSpZg 1 |
Braunschweig-Kralenriede, Husaren-Kaserne |
| PzGrenBtl 11 (gem/gek) |
Hildesheim, Ledebur-Kaserne |
| PzGrenBtl 12 |
Osterode, Rommel-Kaserne |
| PzGrenBtl 13 |
Wesendorf, Hammerstein-Kaserne |
| PzBtl 14 |
Hildesheim-Steuerwald, Gallwitz-Kaserne |
| PzArtBtl 15 |
Stadtoldendorf, Yorck-Kaserne |
| PzJgKp 10 |
Hildesheim, Ledebur-Kaserne |
| PzPiKp 10 |
Holzminden, Medem-Kaserne |
| InstKp 10 |
Hildesheim, Ledebur-Kaserne |
| NschKp 10 |
Hildesheim, Ledebur-Kaserne |
| Panzerbrigade
2: |
| Stab/StKp PzBrig 2 |
Braunschweig-Rautheim, Roselies-Kaserne |
| BrigSpZg 2 |
Braunschweig-Kralenriede, Husaren-Kaserne |
| PzBtl 21 (gem/gek) |
Braunschweig-Rautheim, Heinrich-der-Löwe-Kaserne |
| PzGrenBtl 22 |
Braunschweig-Rautheim, Heinrich-der-Löwe-Kaserne |
| PzBtl 23 |
Braunschweig-Rautheim, Roselies-Kaserne |
| PzBtl 24 |
Braunschweig-Rautheim, Roselies-Kaserne |
| PzArtBtl 25 |
Braunschweig-Heidberg, Leutnant-Müller-Kaserne |
| PzJgKp 20 |
Braunschweig-Kralenriede, Husaren-Kaserne |
| PzPiKp 20 |
Braunschweig-Heidberg, Leutnant-Müller-Kaserne |
| InstKp 20 |
Braunschweig-Kralenriede, Husaren-Kaserne |
| NschKp 20 |
Braunschweig-Bienrode,
Tannenberg-Kaserne |
| Panzerbrigade
3: |
| Stab/StKp PzBrig 3 |
Nienburg-Langendamm,
Clausewitz-Kaserne |
| BrigSpZg 3 |
Braunschweig-Kralenriede, Husaren-Kaserne |
| PzBtl 31 (gem/gek) |
Nienburg-Langendamm,
Clausewitz-Kaserne |
| PzGrenBtl 32 |
Nienburg-Langendamm,
Clausewitz-Kaserne |
| PzBtl 33 |
Neustadt-Luttmersen, Wilhelmstein-Kaserne |
| PzBtl 34 |
Nienburg-Langendamm,
Clausewitz-Kaserne |
| PzArtBtl 35 |
Neustadt-Luttmersen, Wilhelmstein-Kaserne |
| PzJgKp 30 |
Neustadt-Luttmersen, Wilhelmstein-Kaserne |
| PzPiKp 30 |
Nienburg-Langendamm,
Clausewitz-Kaserne |
| InstKp 30 |
Nienburg-Langendamm,
Clausewitz-Kaserne |
| NschKp 30 |
Nienburg-Langendamm,
Clausewitz-Kaserne |
Verbleib:
Bald nach Ende des Kalten Krieges begann eine Phase der Umstrukturierung
der Bundeswehr, die bis in die Gegenwart andauert. Zunächst
war der Schwerpunkt die Truppenreduzierung nach Fortfall des Ost-/West-Konfliktes.
Danach mußte die Truppe auf neue Aufgaben mit Einsätzen
in aller Welt eingestellt werden. Auf dem Weg dorthin sind zahlreiche
der früheren Verbände aufgelöst worden.
Die 1. Panzerdivision ist der letzte Großverband der
ersten Stunden, der bis in die Gegenwart unter altem Namen bestehen
blieb. Allerdings hat sie nur noch wenig mit dem Ursprung gemeinsam.
Die Brigaden 2 und 3 wurden aufgelöst, nur die Panzergrenadierbrigade
1 existierte noch bis ins Jahr 2007. Allerdings bedeutete die Auflösung
einer Brigade nicht gleichzeitig immer auch das Ende der unterstellten
Bataillone. Die übrig gebliebenen Verbände sind anderen
Großverbänden zugeordnet worden.
Zu Zeiten des Kalten Krieges war die Verbandsbezeichnung bei Unterstellungswechseln
stets angepaßt worden, um aus der Ziffer die Zugehörigkeit
erkennen zu können. Heute wird das nicht mehr praktiziert. Die
Bundeswehr besinnt sich inzwischen auf ihre eigene Tradition, wie es
auch in anderen Armeen üblich ist. Die alten Namen bleiben nun überwiegend
bestehen. So läßt sich heute die Herkunft erkennen, allerdings
kann man daraus die gegenwärtige Unterstellung nicht mehr ableiten.
Hinweis:
Über einige ehemalige Verbände der 1. Panzerdivision gibt es Webs im
Internet:
RakArtBtl 12: http://www.rakartbtl12.de
PzBtl 14: http://www.panzerbataillon14.de
PzArtBtl 15: http://www.pzartbtl15.de
PzBtl 23: http://www.panzerbataillon23-online.de
PzBtl 24: http://www.panzerbataillon24.de
PzBtl 33: http://www.pzbtl33.de