Relikte des Kalten Krieges: Im Rahmen des Aufbaus des NATO-FlaRak-Gürtels in Deutschland
wurde das Gebiet zwischen Nienburg und Mittellandkanal als Luftverteidigungs-Sektor
60 festgelegt. In diesem Sektor sollte die Niederländische Luftwaffe
vier FlaRak-Stellungen mit dem System Hawk einrichten. Zwei der Stellungen
waren ostwärts angesiedelt, sie bildeten die sogenannte 1st
Row. Ein geeigneter Standort mit freiem Radar-Blickfeld Richtung
Osten fand sich auf der 101 m hohen Erhebung Hüttenberg im Grinderwald. Die Anlage auf dem Hüttenberg lag 2 km südwestlich der Ortschaft Borstel. Die Militäranlage war über eine rund 2,7 km lange Zufahrtstraße von der Bundesstraße 6 erreichbar. Das Gelände befand sich in einem dicht bewachsenen Waldgebiet und lag weit abseits von Bebauung und Durchgangsstraßen. So war die Stellung selbst im umgebenden Landkreis vielen Menschen nicht bekannt. Eine Einsatzstellung für das FlaRak-System Hawk verlangte
eine Infrastruktur, die bei allen einsetzenden Nationen in ihren
Grundzügen gleich war. In der jeweiligen Ausführung ergaben
sich jedoch diverse Unterschiede. Von 1967 bis 1994 konnte die 500. Squadron ihren Einsatz in Borstel durchführen. Nach Ende des Kalten Krieges entfiel der Sinn für die Stationierung niederländischer Luftabwehrtruppen in Deutschland. So folgten bald einige Umstellungen. Die 500 Sqn wurde im Juli 1994 mit der 326 Sqn aus Blomberg (NRW) vereinigt. Diese Squadron hatte ihre Einsatzstellung bislang auf dem Berg Velmerstot bei Horn-Bad Meinberg in Nordrhein-Westfalen. Sie war seit 1990 mit dem FlaRak-System Patriot ausgerüstet. Durch die Zusammenlegung der beiden Squadrons entstand die 801 Sqn. Die mit zwei verschiedenen Systemen ausgerüsteten Einheiten bezeichnete man als Triad-Squadrons. Zeitgleich mit der Fusion verlegte die 801 Sqn zurück in die Niederlande nach De Peel. Mit dem Abzug die Niederländer wurde im Juli 1994 auch
die Stellung Borstel aufgegeben. Nur die feste Infrastruktur blieb
stehen, der Rest ist fortgeschafft worden. So verschwanden seinerzeit
schon die Stahlblechhallen und weitere Feldhäuser. Eine Nachnutzung
folgte nicht, so verfiel die Anlage langsam. Die Vegetation überwucherte
allmählich die vorher überwiegend gering bewachsene Anlage.
Die Liegenschaft wurde über viele Jahre als "Abenteuerspielplatz" mißbraucht.
Durch den sich daraus ergebenden Vandalismus nahmen fast alle Teile
der Stellung enormen Schaden. Zustand: Zugang: Hinweis: Ein niederländisches Web über die
ehemalige 5. GGW: Dieses Buch stellt die Niederländischen
Groepen Geleide Wapens in Deutschland detailliert vor: |

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![]() Blick durch den Flur des Bereitschaftsgebäudes |
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![]() Der Zugang zu diesem Röhrenbunker ist völlig zugewachsen |
| Das Bereitschaftsgebäude der 500 Sqn enthielt Büros, Kantine, Sanitär- und Ruheräume |
![]() Zu den Abschußplätzen führten aufklappbare Kabelschächte |
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| Eine von sechs Launchpads. Hier stand ein Abschußgestell mit drei Flugkörpern, geschützt durch einen aufklappbaren Wetterschutz. |
Quellenangabe:
- Rinus Nederlof: Blazing Skies
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