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| Rubrik: Munitionsdepots / Versorgungsdepots | Translation: |
| Sondermunitionslager und Standortmunitionsniederlage 254/1 Diensthop | |
| Relikte
des Kalten Krieges: Rund 1,5 km nordöstlich der kleinen Ortschaft Diensthop lag ein Munitionslager der Bundeswehr mit besonderer Funktion. Zum einen befindet sich dort eine gewöhnliche Standortmunitionsniederlage für die Garnison Dörverden. Zum anderen waren im hinteren Teil der Anlage Atomwaffen für den Bedarf der 3. Panzerdivision (Buxtehude) der Bundeswehr eingelagert. Zur Thematik der Sondermunitionslager siehe die separate Seite Atomwaffenlager in Niedersachsen. Die StOMunNdlg 254/1 diente den Verbänden der auf dem Grund der ehemaligen Eibia-Anlage "Weser", Dörverden errichteten Niedersachsen-Kaserne als Vorratslager für Munition und Sprengmittel. Die Garnison ist mit Schwerpunkt Pionierstandort gewesen, ein Korps-Pionierbataillon, ein Divisions-Pionierbataillon und eine Brigade-Panzerpionierkompanie waren stationiert. Somit wurden in Diensthop auch diverse Sprengmittel eingelagert, auch Vorräte für territoriale Truppen zur Sperrung durch Sprengungen. Das spezialisierte Sondermunitionslager im hinteren Teil des Areals
verfügte über lediglich zwei große Munitionslagerhäuser
in denen Nuklearwaffen für den Einsatz in der 3.
Panzerdivision bereitgehalten wurden. Die ersten 10 Jahre nach Aufstellung des RakArtBtl 32 mußte
die Sondermunition im Munitionsdepot WAL, der früheren Muna Walsrode,
eingelagert werden. Das 25th USAFAD und als Wacheinheit die 5. Batterie
des RakArtBtl 32 waren dort untergebracht und eingesetzt. Erst 1971
wurde das hiesige SdMun-Lager fertiggestellt und sowohl die Munition
als auch die Einheiten konnten nach Diensthop bzw. Dörverden verlegt
werden. Die grundlegendste Änderung für die Sondermunition des RakArtBtl 32 folge 1980. Das Waffensystem Honest John wurde ausgemustert, der Verband war ab da nur noch mit leichten Raketenwerfern ausgestattet. Damit gab es im Bataillon keine Trägersysteme für Nuklearmunition mehr. Somit blieb die Aufgabe des SdMun-Lagers die Bevorratung von Atomgranaten für die Rohrwaffensysteme der Division. Folgerichtig wurde im Rahmen der Artilleriestruktur 85 am 1.10.1987 die Wachbatterie aus dem Verband des Bataillons ausgegliedert und in die selbständige Begleitbatterie 3 umgewandelt. Sie unterstand nun unmittelbar dem Artillerieregiment 3 in Stade. Mit dem Ende des Kalten Krieges kam auch das Ende für die Einbindung von Atomwaffen in das Heer der Bundeswehr. Alle Sondermunitionslager wurden aufgelöst, die Munition in die USA zurückverlegt. In den 1990er Jahre ist auch das SdMunLgr Diensthop aufgelöst worden, bald folgte ebenso die StOMunNdlg. Nunmehr befindet sich dieser Komplex schon seit vielen Jahren nicht mehr in militärischer Nutzung. Heute werden einige Munitionslagerhäuser von Landwirten als Lagerraum verwendet. Zustand: Zugang: |
Blick
aus der Vogelperspektive mit Google Maps: Fotos:
SdMunLgr:
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![]() Die Schiebetore sind mit einem zusätzlichen Vorbau gesichert |
![]() Der große "Turm 1" besteht aus Beton |
![]() Der "Turm 2" ist in Stahlbauweise errichtet |
![]() Ein einfacher offener Wachturm aus Holz |
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| Quellenangabe: - Hammerich, Kollmer, Rink, Schlaffer: Das Heer 1950 bis 1970 - Alfred Mechtersheimer, Peter Barth: Militarisierungsatlas - http://www.usarmygermany.com |
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