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Rubrik: Munitionsproduktion Translation: English French Spanish Italian Dutch Danish Polish Russian
Die Heeres-Munitionsanstalt Zeven
 Bis 1945: 
Die offizielle Bezeichnung der hier vorgestellten Anlage lautete Heeres-Munitionsanstalt Zeven. Sie unterstand dem in Hamburg beheimateten Feldzeug-Kommando X. Gängig war die Kurzbezeichnung Muna Zeven. Erst nach dem Krieg ist auch der Name Muna Aspe gebräuchlich geworden.

Das Objekt liegt rund 2,5 km südöstlich des Stadtzentrums. Zum Zeitpunkt der Errichtung gehörte nur ein Teil des Geländes im Südwesten zu Zeven. Der Norden befand sich in der Gemarkung Wiersdorf, der Süden in der Gemarkung Wistedt, und ein kleiner Anteil am östlichen Ende lag in Frankenbostel. Aspe war seinerzeit der Name des örtlichen Waldgebietes, die Fläche ist komplett unbewohnt gewesen.
Der vorhandene Wald bot einen Sichtschutz gegen feindliche Luftaufklärung. Während des Bauens wurden, wie in allen vergleichbaren Anlagen, die Bäume nur wo unbedingt nötig entfernt. Außerdem legte man Wert darauf, das zu erhaltende Grün vor Beschädigungen zu bewahren.
Nur einige hundert Meter entfernt verläuft die damals zur Reichsbahn gehörende Strecke von Rotenburg nach Bremervörde. Seinerzeit war die Eisenbahn das wichtigste Transportmittel. Für die Baumaßnahmen und den späteren Fertigungsbetrieb konnten die Güter über einen Gleisanschluß direkt in die Liegenschaft an- und abgefahren werden. Mit Wald und Eisenbahn waren hier vor Ort also die für eine Munitionsanstalt erforderlichen Voraussetzungen gegeben.

Der Ankauf der benötigten Grundstücke durch den Staat konnte am 8. Mai 1939 abgeschlossen werden. Die Grundfläche betrug rund 175 ha. Umgehend folgte der Baubeginn. Für die Auslegung einer Muna gab es übergreifend gültige Vorgaben. So sind in weiten Teilen in allen Objekten gleiche Gebäude und Anlagen zu finden. In Munitionsanstalten des Heeres bekamen alle Bauwerke eine Typ-Kennziffer aus der Raumbedarfsnachweisung (RBN). Diese bestimmte die Funktion, bei der baulichen Ausführung gab es allerdings Anpassungen an den örtlichen Bedarf. Außerdem konnten einige Bauten im regional üblichen Stil errichtet werden. Damit sollte zur Verschleierung ein ziviles Aussehen entstehen.

Die Haupteinfahrt hat man am südlichen Rand angesiedelt. Rechts hinter dem Tor entstand die Kommandantur (RBN 7), bestehend aus einem Hauptgebäude, daß auf beiden Seiten über angebundene Nebenbauten verfügte. Der Hauptverkehrsweg führt in nordöstlicher Richtung durch die Muna, der Verlauf entspricht der heutigen Industriestraße. Daran folgen nach der Verwaltung einige Bauwerke mit administrativen Funktionen, die für den Betrieb der Anstalt erforderlich waren.
Als erstes kommt nach gut 100 m links der Straße der übliche Garagenhof. Daran befanden sich von links nach rechts die Werkstatt, zwei größere Garagen und ein Pferdestall. 75 m weiter entlang der Industriestraße folgte die Planenhalle (RBN 28). Sie diente zur Aufbewahrung von Abdeckplanen, die man bei Transporten und temporärer Lagerung im Freien verwendete. Das Gebäude war höher ausgelegt als die üblichen Lagerhäuser. Im Innenraum konnten feuchte Planen zum Trocknen aufgehängt werden.
In der südwestlichen Ecke der Liegenschaft ist das Arbeitslager errichtet worden. Hier gab es sechs große Wohnbaracken (RBN 58) und ein Verwaltungsgebäude (RBN 60). Dazu kam eine Wirtschaftsbaracke (RBN 59) mit Küche und einem Speisesaal, der auch für Gemeinschaftsveranstaltungen genutzt werden konnte.

150 m südlich des Haupttores führten die Schienen des Anschlußgleises in die Muna. Da an dieser Position das Gelände fast 10 m höher liegt als die Reichsbahnstrecke, mußte man für das Gleis einen Einschnitt graben. Dadurch ist an der querenden Landesstraße die Errichtung einer Brücke erforderlich gewesen. Für Schienenfahrzeuge mußten größere Steigung vermieden werden. Die Leistung der in der Muna stationierten wehrmachtseigenen Lokomotive war begrenzt. Es handelte sich dabei um eine Diesellok der Baureihe V20, konkret um die BMAG 11395, Baujahr 1941 des Typs WR 200 B14 mit 200 PS. Sie existiert noch heute und steht bei der Almetalbahn. Außerdem soll es seinerzeit zusätzlich eine Kleinlok der Bauart Köf in der Dienststelle gegeben haben.
Innerhalb der Muna verzweigte sich das Anschlußgleis und führte in einem weiten Bogen durch die Anlage. An diversen Bauten befanden sich Verladerampen für das direkte Umladen auf die Eisenbahn. Die gesamte Streckenlänge, einschließlich von Abstell- und Umsetzgleisen, wird rund 8 km betragen haben.

Im Zentrum der Liegenschaft, zwischen den heutigen Straßen Industriestraße und Tannenkamp, ist das Fertigungsgebiet angesiedelt gewesen. Es bestand aus den üblichen Gebäuden: Fünf Munitionsarbeitshäuser (MAH), zwei Handmunitionshäuser, ein Löthaus und eine Pechküche.
In den langgestreckten Munitionsarbeitshäusern (RBN 24 oder 24a) wurde die Munition befüllt und schußfertig gemacht. Auch die Überprüfung bereits eingelagerter Fertigprodukte hat man hier durchgeführt. In den Gebäuden befanden sich üblicherweise Maschinen zur Bearbeitung bestimmter Munitionssorten. So konnten pro Arbeitshaus unterschiedliche Kampfmittel gefertigt werden. Eine Veränderung der Munitionsfertigung im Lauf der Betriebszeit war üblich.
Mit etwas Abstand zu den MAH gab es zwei Handmunitionshäuser (RBN 26). Darin wurde in je vier kleinen Räumen ein Handvorrat an Pulver, Kartuschen, Geschossen und Zündern deponiert. Dieses war ein Zwischenlager für die anschließende Verarbeitung in den Arbeitshäusern. An weiteren kleinen Objekten im Umfeld der Arbeitshäuser ist zum einen das Löthaus (RBN 25a) zu nennen. Die Zünder für die Munition sind meist in Metallbehältern aufbewahrt worden. In dem Gebäude konnte man diese auflöten und im Bedarfsfall wieder verschließen. Zum zweiten gab es eine Pechküche (RBN 29). In dieser konnten Peche und Wachse für die Weiterverarbeitung verflüssigt werden.
In dem Gebiet war auch die Hülsenreinigung (RBN 23) zu finden. Abgeschossene Granaten- und Kartuschenhülsen wurden vom Ort des Einsatzes wieder an die Munitionsanstalten zurückgeliefert. Grundsätzlich konnten die Hülsen aus Stahl oder Messing mehrfach verwendet werden. In der Hülsenreinigung ist der erste Schritt eine chemische Säuberung gewesen. Für die dabei entstandenen giftigen Abwässer gab es in südlicher Nachbarschaft einen Bau für eine erste Entgiftung. Die gereinigten Hülsen sind nun auf Schäden geprüft worden, Verbeulungen und ähnliches konnten mit Preßmaschinen wieder in Form gebracht werden.
Im Umfeld des Fertigungsgebietes waren ergänzende Einrichtungen zu finden. Westlich gegenüber der Hülsenreinigung hatte man ein großes Gemeinschaftsgebäude für die Versorgung der hier beschäftigten Arbeitskräfte errichtet. Darin befanden sich unter anderem eine Küche sowie ein Speisesaal, der auch für Versammlungen genutzt werden konnte. Nördlich der Hülsenreinigung befindet sich das Haus mit der Bezeichnung Zentrale für Heizung und Notstrom (RBN 16). Über dessen Heizkessel ist nur ein Teil des Fertigungsgebietes mit Wärme versorgt worden, darunter die Hülsenreinigung, das Gemeinschaftsgebäude und die Pechküche. Den Gebäudebeschreibungen aus den Altlastengutachten nach, gab es ein weiteres Heizwerk auf der Ostseite der heutigen Straße Wiersdorfer Kamp. Dieser Bau verfügte über einen höheren Schornstein.
Im zuerst genannten Heizwerk stand ein Generator für eine Notstrom-Versorgung bei Ausfall des öffentlichen Netzes. Den benötigten Kraftstoff bezog man aus dem Öllager. Es befand sich schräg gegenüber, dessen offizielle Bezeichnung lautete Lagerhaus für feuergefährliche Stoffe (RBN 25). Beim Heizwerk gab es zwei Brunnen, aus denen Brauchwasser gefördert wurde. Trinkwasser führte eine Leitung aus Zeven heran. Für die Einspeisung von Strom aus dem kommunalen Netz gab es am Westrand der Liegenschaft eine Trafostation. Dieser Bau war kombiniert mit einem kleinen Klärwerk für die Abwässer der Muna. Für deren Ableitung konnte nur der recht kleine Rhalandsbach dienen. Dieser ging in Zeven in die Mehde auf, welche nach kurzer Strecke in die Oste mündete.

Ebenfalls zum Fertigungsgebiet zählten die zahlreichen Lagerhäuser (LH). Diese dienten unter anderem zur Aufbewahrung von Packmitteln, dementsprechend hatte man sie auch als Packmittelschuppen bezeichnet. Nicht explosive Munitionsteile konnten ebenso darin gelagert werden, beispielsweise leere Hülsen. Die Bauten verteilten sich rund um das Fertigungsgebiet. Es gab die Bauform der kleinen Lagerhäuser (RBN 27a) mit 500 m² Nutzfläche und die großen Lagerhäuser (RBN 27) mit 1.000 m² Nutzfläche. Soweit ermittelbar entstanden in der Muna Zeven nur einzelne kleine LH, die Mehrzahl stellten große LH. Alle sind in einstöckiger Bauweise ausgeführt gewesen. Ungewöhnlich war nördlich abgesetzt ein kombiniertes Büro- und Lagergebäude mit L-förmigem Grundriß. Es teilte sich auf in eine Lagerhalle mit 500 m² sowie weitere 500 m² mit diversen Büroräumen.
Weiterhin erwähnenswert ist ein höherer Feuerwachturm. Er stand auf der Ostseite des Wiersdorfer Kamps, und somit sinnvollerweise im Zentrum der Anstalt. Über die Existenz eines Brandplatzes für die Vernichtung von Fehlchargen gibt es unterschiedliche Angaben. Am Südrand der Muna soll es eine entsprechende Fläche gegeben haben. Definitiv gab es nördlich außerhalb der Anstalt einen solchen Platz. Bei letzterem kann es aber sein, daß er erst nach dem Krieg von den Briten angelegt worden ist.

Den flächenmäßig größten Anteil der Liegenschaft beanspruchte das Lagergebiet. Es erstreckte sich in der nördlichen Hälfte von der westlichen bis zur östlichen Grenze des Geländes. In der Standardauslegung, die in der Mehrzahl der Heeres-Munitionsanstalten vorgesehen war, sollten 92 geschützte Munitionshäuser (MH) für die Deponierung von Munition, Pulver und Zündern bereitstehen. Die Anzahl teilte sich auf in 80 Bauten des Typs Großes Munitionshaus mit 200 m² oder 300 m² Nutzfläche, und 12 des Typs Kleines Munitionshaus mit nur 50 m² Lagerraum.
Die Planzahlen sind allerdings in vielen Objekten nicht erreicht worden. Zur Abhilfe entstanden teils provisorische Munitionshäuser in ungeschützter Bauweise. Oder man mußte sich mit Freilagerplätzen begnügen, auf denen Munitionsstapel unter freiem Himmel aufgeschichtet wurden, abgedeckt lediglich mit Planen.
Die bauliche Ausführung der Munitionsbunker erfolgte mit massivem Mauerwerk und Stahlbeton. Öffnungen gab es nur an der Vorderseite für ein bis drei Eingänge, und auf dem Dach befanden sich mehrere Kamine zur Belüftung. Vorgesehen war eine Überdeckung mit Erde, welche zum Schutz gegen feindliche Luftaufklärung eine Bepflanzung erhielt.
Wie zuvor erwähnt gab es die Bunker in drei verschiedenen Größen. Der Typ Kleines Munitionshaus (RBN 30b) mit nur 50 m² Nutzfläche wies an seiner Vorderseite einen Eingang auf. Die Bunker dienten hauptsächlich zur Aufbewahrung von Zündern, die Bauten wurden daher auch als Zünderhäuser bezeichnet. Davon sind in Zeven die geplanten 12 Stück allesamt gebaut worden.
Der Typ Großes Munitionshaus entstand in zwei Größen. Die kleinere Form hatte eine Nutzfläche von 200 m² und verfügte über zwei Eingänge. Sie trugen die Kennung RBN 30a. Diese Bauten waren in Zeven am häufigsten aufzufinden. Mit 300 m² deutlich größer ist die Bauform mit der Kennung RBN 30 gewesen. Bei diesen Bunkern führten drei Tore in den Innenraum. Mindestens 15 Exemplare konnten davon gezählt werden.
In der Muna Zeven ist die ursprüngliche Planung nicht ganz erfüllt worden. Während alle 12 kleinen MH umgesetzt wurden, blieb die realisierte Anzahl der großen MH mit 75 etwas unter den vorgesehenen 80 Bauten. Mit in Summe 87 Munitionsbunkern war die Quote in der hiesigen Anlage aber noch recht gut.
Ergänzend zu den vorgenannten Lagermöglichkeiten sind 5 Infanterie-Patronenhäuser (RBN 32) zu nennen. Diese dienten hauptsächlich der Deponierung von Patronen für Handfeuerwaffen. Sie standen in einer Reihe in der Nordostecke der Muna.

Bereits am 1. Juni 1940 startete der Fertigungsbetrieb. Zu diesem Zeitpunkt war allerdings erst rund die Hälfte der Einrichtungen betriebsfähig. Die Bauarbeiten liefen parallel weiter. Gefertigt hatte man Munition für Artilleriegeschütze, für Granatwerfer und für Raketenwerfer. Daneben erfolgte die Einlagerung von Handgranaten sowie Patronen für Handfeuerwaffen. Im Verlauf des Krieges erbrachten die Fortentwicklungen der Waffensysteme beständig ansteigende Zerstörungskraft, unter anderem durch die Steigerung von Kalibergrößen. Dementsprechend mußten auch in den Betrieben der Munitionsfertigung immer mächtigere Kampfmittel hergestellt werden. Die in der Muna Zeven gefertigte Munition unterlag entsprechenden Veränderungen. Zwischen 20.000 und 40.000 Granaten betrug die monatliche Produktion.

Das militärische Personal der HMa stellte nur einen kleineren Teil der in dem Objekt Beschäftigten dar. Unmittelbar an die Muna angrenzend, aber außerhalb der Umzäunung, entstanden zwei Doppelhäuser, in denen Werkdienstwohnungen für Soldaten des Funktionspersonals mit ihren Familien zur Verfügung standen. In größerer Anzahl sind Zivilisten eingesetzt worden. Das geschah oft im Rahmen einer Dienstverpflichtung. Da Männer vermehrt zum Militär einberufen wurden, hat man vorrangig Frauen in der Munitionsfertigung eingesetzt. Kräfte, die in der Umgebung wohnten, konnten täglich zur Arbeitsstelle pendeln. Der Personalbedarf war aber nicht allein durch Ortsansässige abzudecken. Auch aus entfernteren Regionen ist Personal herangezogen worden. Zu deren Unterbringung diente das in der Südwestecke befindliche Arbeitslager.
Schließlich wurden auch in fremden Ländern, in denen die Wehrmacht einmarschiert war, Arbeitskräfte rekrutiert. Zunächst gelang das teils noch auf freiwilliger Basis, später hat man immer mehr Zwang ausgeübt. Entsprechend der Rassenideologie der Nationalsozialisten hatten insbesondere Osteuropäer die gefährlichen Arbeiten auszuführen. Zum Beispiel sind sie ohne Schutz den Chemikalien in der Munitionsproduktion ausgesetzt gewesen.
Ab 28. August 1941 kamen Kriegsgefangene Soldaten aus der Sowjetunion in der Muna zum Einsatz. Sie bildeten ein Arbeitskommando, das zunächst dem Stalag Wietzendorf unterstand. Später ging die Führung an das Stalag Sandbostel über. Das Kommando bestand aus ungefähr 290 Gefangenen. Für ihre Unterbringung ist am Westrand der Liegenschaft ein Barackenlager aufgebaut worden. Die Bewachung erfolgte durch eine Einheit des Landesschützen-Bataillons 665. Die Soldaten der Roten Armee erhielten eine völlig unzureichende Versorgung. Gleichzeitig sollten sie die körperlich schwereren Arbeiten durchführen. Als Folge verstarben schon im ersten Winter 1941/42 mindestens 190 von ihnen an Entkräftung. Zunächst verscharrte man die Toten neben der Muna. Das konnte jedoch aufgrund ungeeigneter Bodenverhältnisse nicht lange fortgeführt werden.

Bis zum Ende des Krieges lief der Betrieb in der Muna Zeven weitgehend ungestört. Wie auch im Umfeld anderer Munitionsanstalten und Pulverfabriken, wird vor Ort gerne behauptet, daß die Muna wegen ihrer perfekten Tarnung von den Alliierten nicht entdeckt und daher auch nicht bombardiert wurde. Das ist jedoch falsch. Den Alliierten war die Existenz dieser und weiterer Anlagen durch intensive Luftaufklärung sehr wohl bekannt. Gezielte Luftangriffe auf die HMa sind jedoch nicht durchgeführt worden. Dieser Umstand ist bei den meisten Anlagen der Art gegeben gewesen. Die Priorität bei Bombenangriffen lag auf Verkehrs-Infrastruktur und Industrie.
Grundsätzlich bestand für alle vergleichbaren Objekte ein Befehl, die Infrastruktur vor Heranrücken des Gegners zu zerstören. Für die hiesige Muna ist jedoch nichts darüber dokumentiert. Demnach befand sich die Anlage am Kriegsende in einem unversehrten Zustand.

Im April 1945 kämpften sich britische Verbände der Guards Armoured Division von Süden kommend bis nach Zeven vor. Auch im Umfeld der Muna ist gekämpft worden. Mehrere Bauten trugen Schäden durch Beschuß davon. Darunter waren die am Westrand stehenden Wohnhäuser, aber auch das im Zentrum der Anstalt befindliche Gemeinschaftsgebäude und das Heizwerk. Am 24. April konnte die 5th Guards Armoured Brigade die Stadt einnehmen. Damit endete auch für die Heeres-Munitionsanstalt Zeven der II. Weltkrieg.

 Ab 1945: 
Die British Army mußte sich zunächst um die Sichtung und Entsorgung der eingelagerten Munition und Pulverbestände kümmern. Auf dem einige hundert Meter nördlich gelegenen Brandplatz wurden Teile vernichtet. Weitere Bestände sollen abtransportiert worden sein. Nach Zeitzeugen-Aussagen in den Altlastengutachten ist einiges nach Munster gekommen. Bei Nachsuchen in den späteren Jahrzehnten hat man in der HMa nur noch wenige Kampfmittel gefunden, das verdeutlich die Gründlichkeit der nach dem Kriegsende durchgeführten Beräumung.
Anschließend wurden fast alle Munitionsbunker durch Sprengungen zerstört. Gleichzeitig mußten im Umkreis von 200 m um jeden Bau alle größeren Bäume gefällt werden. 1947 kamen diese Arbeiten zum Abschluß. Die absolute Mehrzahl der weiteren Bauwerke blieb von der Zerstörung verschont. Die technischen Anlagen für die Munitionsfertigung sind natürlich entfernt worden.
Ein einzelner Munitionsbunker blieb zunächst stehen. Hier gab es ab 1947 eine besondere Nutzung. Für die Stadt Bremen führte eine Firma Rodungen von Baumstümpfen zum Teil mittels Sprengung durch. Sie lagerte ihren Bestand an Explosivstoffen bislang in einem kleinen Luftschutzbunker in Rotenburg. Dieser befand sich in unmittelbarer Nähe zu Wohnhäusern. Eine weitere Deponierung der vorhandenen 6 t war dort nicht länger tragbar. Zur Abhilfe konnte die Stadt Bremen beim Regierungspräsidenten von Stade die Beschlagnahmung des verbliebenen Bunkers in der Muna Zeven erwirken. Der Bau soll noch bis in die 1970er Jahre gestanden haben.

Nach dem Krieg kamen durch den Zustrom von Vertriebenen aus den ehemals deutschen Ostgebieten viele Flüchtlinge auch nach Zeven. Zu ihrer Unterbringung hat man Bauten in der Muna zu behelfsmäßigem Wohnraum umgewandelt. Frühzeitig sahen die Briten vor, das Objekt in ein ziviles Gewerbegebiet umzuwandeln. Es war den Alliierten klar, daß Deutschland zunächst wieder befähigt werden mußte, die eigene Bevölkerung mit dem Lebensnotwendigen selbst zu versorgen. So erfolgte schon bald die Freigabe von Muna-Gebäuden zur Übernahme durch neugegründete Firmen. In Jahr 1948 wird genannt, daß sich 23 Gewerbebetriebe hier angesiedelt haben. Während sich im Laufe der folgenden Jahre die Zahl von Kleinbetrieben wieder reduzierte, wuchsen zwei Werke zu größerer Bedeutung heran und boten zahlreiche Arbeitsplätze.
Bereits Ende 1946 bezog die im Vorjahr in Hamburg gegründete Firma Nordmilch Gebäude im ehemaligen Produktionsbereich der Muna Zeven. Zunächst übernahm sie fünf Bauten: Die Hülsenreinigung, das benachbarte Heizwerk, ein Munitionsarbeitshaus und als Lager zwei noch vorhandene Munitionsbunker zu je 300 m². Letztere mußten allerdings schon nach kurzer Nutzung wieder geräumt werden, da die Briten den Abriß verfügt hatten. Außerdem belegte die Firma die Nordhälfte des gegenüber liegenden Gemeinschaftsgebäudes, um dort die Geschäftsführung mit Verwaltung unterzubringen. Über die Jahrzehnte wuchs der Betrieb durch Expansionen und Übernahmen zu einem der wichtigsten Milchproduzenten Norddeutschlands heran. Schließlich ging Nordmilch im Jahr 2011 durch eine Fusion in das Deutsche Milchkontor (DMK) auf, welches seitdem das größte Molkereiunternehmen Deutschlands bildet. Der Verwaltungssitz befindet sich inzwischen in Bremen, unter den zahlreichen Standorten des Konzerns blieb Zeven-Aspe bis heute der größte.
Ebenfalls 1947 baute die Firma Hanseatisches Gummiwerk Bachmann einen Produktionsstandort für Gummiwaren in der ehemaligen Muna auf. Dazu konnte man mehrere vormalige Lagerhallen am Westrand des Produktionsgebietes übernehmen, die später mit weiteren Bauten ergänzt wurden. Die Briten erteilten die Konzession für den Betrieb unter der Bedingung, daß zunächst Kondome hergestellt werden sollten. Andere Firmen mit entsprechenden Fertigungsstätten hatten ihre Standorte in der sowjetischen Besatzungszone und lieferten nicht mehr. 1949 erwarb die Zevener Firma die Lizenz zur Verwendung des Warenzeichen Fromms. Im Jahr 1967 fusionierten weitere Betriebe der Branche zur MAPA GmbH, deren Hauptsitz befindet sich nun in Zeven-Aspe.
Einige weitere Nutzungen können aufgeführt werden, die überwiegend im Jahr 1947 begannen. Die vormalige Planenhalle ist zuerst durch die Firma Hermann Jakob, Zeven, als Lagerhaus für Produkte der Landwirtschaft betrieben worden. 1948 erfolgte die Übernahme durch die Maschinenfabrik Schreiber, später Bammann und Schreiber genannt. Diese erweiterte das Objekt in mehreren Schritten. Nach 1960 kam eine größere Halle hinzu, die über das benachbarte Anschlußgleis ragte. Somit konnte man hier größere Teile auf die Eisenbahn umschlagen.
Im nördlich abgesetzt stehenden Büro- und Lagergebäude mit dem L-förmigem Grundriß richteten sich zwei Bekleidungs-Hersteller ein. Im südlichen Flügel des Gemeinschaftsgebäudes entstand eine Gaststätte mit Ladengeschäft.
Im Jahr 1948 verfügten die Briten den Abbau aller Eisenbahngleise in der Muna. Der Regierungspräsident in Stade konnte erfolgreich dagegen intervenieren. Schließlich hätte das Vorhaben negative Folgen für das entstehende Gewerbegebiet gehabt. Nur die Strecken im nördlichen Bereich der Munitionsbunker und einige Nebengleise wurden abgebaut.

Ebenfalls im Jahr 1947 genehmigten die Briten die Einrichtung eines Krankenhauses in der Liegenschaft, betrieben durch den Landkreis Bremervörde. Dazu zog man das gesamte Arbeitslager in der Südwestecke und die Kommandantur heran. In dem so zusammengefaßten Objekt wurde ein ehemaliger Unterkunftsblock zum Kreisaltersheim umgewandelt. In einer weiteren Unterkunft ist eine Berufsschule untergebracht worden. Für deren Schüler entstand später in einem weiteren Bau ein Wohnheim. Die Nutzung des Krankenhauses lief bis ins Jahr 1959.
Unmittelbar westlich der Muna, ausgehend von der Straße Nelkenweg, entstand eine neue Siedlung mit zahlreichen Wohnhäusern. Diese bildet heute den Kern des Ortsteils Zeven-Aspe. 1949 plante die Ortschaft Wiersdorf eine größere Wohnsiedlung im Nordwesten der HMa, das Vorhaben ist allerdings nicht umgesetzt worden. Im Jahr 1950 beantragte die Stadt Zeven die Eingemeindung der gesamten Fläche der ehemaligen Heeres-Munitionsanstalt. Die bisher zuständigen Gemarkungen waren gegen eine längerfristige Zahlung von Ausgleichen aufgrund entfallener Gewerbesteuern einverstanden.
1952 hat man 150 beim Muna-Gelände verscharrte Opfer aus der Sowjetunion exhumiert und auf eine westlich außerhalb von Zeven angelegte Kriegsgräberstätte umgebettet.

In Zeven-Aspe wurden in den 1960er Jahren mehrere Einrichtungen des Zivilschutzes untergebracht. Die Liegenschaft hatte der damalige Regierungsbezirk Stade als idealen Standort bezeichnet, da er zentral im Bezirk lag und es hier diverse brauchbare Bauten in staatlichen Besitz gab.
Im März 1961 zogen die bisherigen Mieter aus der Lagerhalle im nördlichen Büro- und Lagergebäude aus. Hier brachte nun der Luftschutzhilfsdienst (LSHD) Fahrzeuge unter. Im Februar 1962 ereignete sich an der Nordseeküste eine mächtige Sturmflut, die insbesondere in Hamburg großflächige Überflutungen erbrachte. Viele Menschen verloren ihr Hab und Gut. Aus der Bevölkerung wurden anschließend größere Mengen Bekleidung und Gebrauchsartikel gespendet. Teile davon sind in einem früheren Munitionsarbeitshaus der Muna Zeven gesammelt worden. Das zuvor genannte Büro- und Lagergebäude diente nun der Aufbewahrung von Sandsäcken.
Im Februar 1963 übernahm der LSHD die ehemalige Werkstatt am Garagenhof. Darin entstand für den Bedarf des Landes Niedersachsen das Sanitätsmittellager mit der Bezeichnung NI 9, andere Quellen sprechen von NI 3. Es bot, unter Einbeziehung des Dachgeschosses, 525 m² Lagerfläche.
1966 entstand 150 m nördlich auf einer Freifläche ein erdversenkter Lagerbunker. In dem komplett als Neubau errichteten Objekt konnten auf 1.600 m² Nutzfläche Sanitätsmittel geschützt gegen die Einwirkung von ABC-Waffen deponiert werden. Der Bunker ist von und für die Stadt Hamburg gebaut worden. Das Lager trug die Kennung HH 6.
Ab 1969 ergänzte man das Sanitätsmittellager NI 9 um das südlichste große ehemalige Unterkunftsgebäude der Muna. Eigentlich sollte damit ein angemietetes Objekt in Stade abgelöst werden. Dort ist das Lager NI 8 in Kellerräumen des Krankenhauses betrieben worden, welche als zu warm galten. Allerdings wurde das Gebäude in Zeven zwar übernommen, eingelagert hatte man aber nichts mehr. Ab Juli des Jahres 1972 erfolgte der Umzug in ein neu errichtetes oberirdisches Lager am Westrand von Bremervörde.
Als weitere Komponente des Zivilschutzes ist im Keller des Werkstatt-Gebäudes die Warndienst-Leitmeßstelle 24, Zeven untergebracht worden. In der Einrichtung sollten im Verteidigungsfall Daten über die ABC-Lage im Gebiet des damaligen Regierungsbezirks Stade gesammelt und an das vorgesetzte Warnamt II in Bassum gemeldet werden. Die WDLMSt 24 blieb auch nach Räumung des Sanitätslagers in dem Gebäude untergebracht.

Nach Aufstellung der Bundeswehr fiel bei den Planern auf der Suche nach geeigneten Liegenschaften der Blick auch auf die ehemaligen Muna Zeven. Bereits zwischen 1956 und 1959 ist 7 km weiter nördlich die Kaserne Seedorf als neue Truppenunterkunft aufgebaut worden. Auf dem Gelände der Munitionsanstalt sollte nun in Mobilmachungsstützpunkten (MobStp) die Ausrüstung von Geräteeinheiten eingelagert werden. Diese Verbände traten nur zu Übungen und im Verteidigungsfall zusammen, sie bestanden zum größten Teil aus Reservisten.
Nachdem das bisherige Krankenhaus 1959 geräumt worden ist, waren in der südwestlichen Ecke der HMa mehrere Gebäude verfügbar. Hier entstand Anfang der 1960er Jahre der MobStp Aspe I. Die Bundeswehr richtete sich in der früheren Kommandantur ein. Welche weiteren Gebäude einbezogen wurden, ist nicht überliefert. Auf jeden Fall kam später auch die ehemalige Werkstatt hinzu, nachdem dort eine vorübergehende Vermietung an Zivil geendet hatte.
Später schuf man im Norden ein weiteres Objekt, auf einer größeren Fläche, ausgehend vom ehemaligen Büro- und Lagergebäude. Diese Einrichtung bekam die Bezeichnung MobStp Aspe II. Möglicherweise übernahm die Bundeswehr zunächst vorübergehend das alte Bauwerk als Lagerhalle, es mußte aber Anfang der 1970er Jahre weichen. Ab 1972 wurden hier alle Bauwerke neu errichtet. Dort entstanden, neben einer in konventioneller Bauweise errichteten langgestreckten Halle, sechs weitere komplett mit Stahl ausgeführte Hallen. Dieser Typ war in vielen MobStp aufzufinden. Durch große Tore an den Kopfseiten konnten auch LKW und Panzer einfahren. Für die Aufbewahrung von Ausrüstung sind Regale aufgestellt worden.
In beiden Stützpunkten wurden hauptsächlich Verbände der mit Stab in Buxtehude beheimateten 3. Panzerdivision untergebracht. Die Belegung kann nur für den Zeitraum während der Heeresstruktur IV wiedergegeben werden, die in den 1980er Jahren galt. In Aspe I lagen das Feldersatzbataillon 31 und das Sicherungsbataillon 38. Außerdem kam als Einheit des Territorialheeres das „Reservelazarett 200“ 7241 hinzu. In Aspe II waren das Feldersatzbataillon 32 und das Jägerbataillon 36 eingelagert.

Die Kaserne Seedorf ist 1963 den Niederlanden für die Stationierung von Truppen der 41e Pantserbrigade zur Verfügung gestellt worden. Die bis dahin in dem Komplex untergebrachten Verbände der Bundeswehr verlegten nach Altenwalde. Eine der von den Niederländern nun in Seedorf beheimateten Einheiten war die Instandsetzungskompanie der Brigade „41 Herstelcompagnie“ (Hrstcie). Grundsätzlich verfügte die Kaserne über eine große Fläche mit zahlreichen Gebäuden. Dennoch wurde für die Instandsetzer in der Muna Zeven eine Außenstelle eingerichtet. Dazu zog man die ehemalige Planenhalle heran, aus der inzwischen die Maschinenfabrik Bammann und Schreiber ausgezogen war. Durch die Ausbauten der vorherigen Betreiber eignete sich das Objekt gut für eine größere Werkstatt. Das niederländische Militär nutzte das Objekt über Jahrzehnte.

Nach Ende des Kalten Krieges folgte in den 1990er Jahren eine gravierende Reduzierung des Militärs in Deutschland. Dabei sind auch die beiden Mobilmachungsstützpunkte in Zeven-Aspe freigezogen und aufgelöst worden. Später gaben die Niederländer auch ihre hiesige Werkstatt auf.
Heute bildet Aspe das wichtigste Gewerbegebiet der Stadt Zeven mit zahlreichen Arbeitsplätzen. Die nicht für Gewerbe genutzte Fläche im Norden dient der Forstwirtschaft.

 Zustand: 
Viele ehemalige Muna-Bauten blieben bis in die Gegenwart erhalten. Man kann an diversen Gebäuden die Historie noch gut erkennen. Insbesondere bei gewerblicher Nachnutzung sind allerdings oft grundlegende Umwandlungen erfolgt, die das Aussehen teils stark verändert haben. Von den Munitionsbunkern im nördlichen Waldgebiet zeugen heute noch zahlreiche Erdwälle.

 Zugang: 
Abgesehen von Betriebs- und Privatgrundstücken ist das gesamte Gebiet der früheren Heeres-Munitionsanstalt Zeven frei begehbar.

Blick aus der Vogelperspektive mit Google Maps:
Google Maps

Fotos:

Haupteinfahrt
Die Haupteinfahrt der HMa Zeven im heutigen Zustand.

Mauer
Beim Eingangsbereich gab es seinerzeit eine längere Mauer aus Klinkersteinen, ein Stück ist noch erhalten.

Zaun
Der größte Teil war mit einem Zaun abgesperrt, davon findet man nur noch sehr wenige Reste.

Brücke
Die Landesstraße mußte das Anschlußgleis mit einer Brücke überqueren. Allerdings war später bei der Verbreiterung der Straße ein Neubau erforderlich.

Kommandantur
Die ehemalige Kommandantur besteht aus drei Flügeln.

Kommandantur
Sie diente nach dem Krieg zunächst als Krankenhaus.

Kommandantur
Später richtete die Bundeswehr hier den Mobilmachungsstützpunkt Aspe I ein.

Kommandantur
Blick auf den rechten Flügel.

Luftschutzraum
Wegweiser zu einem Luftschutzraum im Keller der Kommandantur.

Emblem
Vor der Kommandantur ein Stein mit dem Emblem des Landesschützen-Bataillon 665. Er wurde inzwischen entfernt. Quelle.

Unterkunft
Eine von seinerzeit sechs Unterkünften im Arbeitslager.

Unterkunft
Das Arbeitslager war in der Südwestecke der Muna angesiedelt. Heute stehen davon noch vier Blöcke.

Unterkunft
Aus dieser Unterkunft entstand später ein Wohnheim.

Unterkunft
Als Gestaltungselement auf dem Dach die für Niedersachsen typischen gekreuzten Pferdeköpfe.

Unterkunft
Ein weiterer Block, früher beherbergte er das Kreisaltersheim.

Sanitätsmittellager
Diese Unterkunft war kurzzeitig dem Sanitätsmittellager NI 9 zugeschlagen worden. Der Bau ist inzwischen abgerissen.

Werkstatt
Die Werkstatt der Muna. Ab den 1960er Jahren Sanitätsmittellager NI 9, später Nutzung durch die Bundeswehr.

Garage
Eine von zwei größeren Fahrzeughallen am Garagenhof.

Garage
Blick auf die Rückseite.

Garage
Die zweite Garage.

Pferdestall
Rechts am Garagenhof steht dieser kleinere Bau. Früher ein Pferdestall, ist er später zum Wohnhaus umgebaut worden.

Planenhalle
Die höhere Planenhalle wurde grundlegend verändert.

Schuppen
Bei der Planenhalle, die rechte Hälfte dieses kleinen Schuppens stammt aus Zeiten der Muna.

Lokschuppen
Aus dem ehemaligen Lokschuppen entstand dieses Wohnhaus.

Trafostation
Am Westrand findet man eine moderne Trafostation. Der Vorgänger der Muna stand, kombiniert mit einem kleinen Klärwerk, rechts dahinter.

Luftschutzbunker
Die Decke eines kleinen Luftschutzbunkers.

Zisterne
Das Mauerwerk ist vermutlich der Rest einer Löschwasserzisterne.

Gemeinschaftshaus
Im großen Gemeinschaftshaus beim Arbeitsbereich brachte nach dem Krieg die Nordmilch ihre Verwaltung unter.

Gemeinschaftshaus
In diesem südlichen Flügel wurde im Oktober 1947 eine Gaststätte mit Ladengeschäft eingerichtet.

Munitionsarbeitshaus
Eines von früher fünf Munitionsarbeitshäusern. In diesem lagerten 1962 Sachspenden für die Opfer der Sturmflut.

Heizwerk
Die Zentrale für Heizung und Notstrom nahe der früheren Hülsenreinigung ist noch erhalten.

Öllager
Das Lager für feuergefährliche Stoffe. Darin wurden seinerzeit Kraft- und Schmierstoffe aufbewahrt.

Trümmer
Diese Trümmer dürften vom östlichen Heizwerk stammen.

Bürogebäude
Blick auf die Südwestecke des MobStp Aspe II. Hier stand früher ein Büro- und Lagergebäude der HMa mit L-förmigem Grundriß.

Lagerhaus
Dieses und die folgenden drei Lagerhäuser hat man inzwischen abgerissen.

Lagerhaus
Sie gehörten zum Typ großes Lagerhaus.

Lagerhaus
Jedes dieser LH verfügte über rund 1.000 m² Nutzfläche.

Lagerhaus
Das abgebildete LH wurde auf einer Karte als Entgiftung bezeichnet. Tatsächlich gab es für den Zweck einen wesentlich kleineren Bau nördlich benachbart.

Lagerhaus
Ein weiteres LH 1.000 m², umgebaut zum Wohnhaus.

Lagerhaus
Ebenfalls ein großes Lagerhaus, das bis in die Gegenwart stehen blieb.

Lagerhaus
Hier kann man gut die diversen nach dem Krieg verschlossenen Öffnungen für Türen und Fenster erkennen.

Lagerhaus
An einigen LH ist durch die Nachnutzung die Historie kaum noch zu erkennen.

Lagerhaus
Ihre Standplätze sind aber auf historischen Lageplänen nachvollziehbar.

Infanterie-Patronenhaus
Eines der fünf Infanterie-Patronenhäuser in der Nordostecke der Liegenschaft.

Kleines MH
Hier die Überbleibsel von einem kleinen Munitionshaus, mit damals nur 50 m² Innenraum. Erkennbar an einem einzelnen Zugang.

Großes MH
Fotografisch durch die Vegetation nur schwer zu erfassen, beim großen MH mit 200 m² führten zwei Eingänge hinein.

Großes MH
Und beim großen MH mit 300 m² waren es drei Eingänge.

Großes MH
Blick von der Innenseite. Die Aussparungen links, Mitte und rechts sind zu erahnen.
Trümmer
Nur an sehr wenigen Stellen sind von den geschleiften Munitionsbunkern noch Betontrümmer aufzufinden.
Sockel
Hier ein mit Klinker gemauerter Sockel.
Schacht
Ein Schacht als Zugang zu Versorgungsleitungen. Solche Abstiege sind heute nicht mehr auffindbar.
Feuerwachturm
Die quadratische Bodenplatte des damaligen Feuerwachturms.
Werkstatt der niederländischen 41 Herstelcompagnie:
Wohnhäuser
In diesen zwei Häusern außerhalb der Muna konnte Führungspersonal mit Familien wohnen.
Lok
Die früher in der Muna Zeven eingesetzte Lok existiert noch. Sie steht heute in Almstedt.
Maschinenfabrik
Gesamtansicht des ab 1948 zur Maschinenfabrik ausgebauten Komplexes.
Maschinenfabrik
Kern des Objektes ist die Planenhalle der Muna, später erweitert um angebaute Hallen.
Wappen
An einem Tor blieb das Wappen der 41 Herstelcompagnie erhalten.
Mobilmachungsstützpunkt Zeven-Aspe II:
Haupteinfahrt
Die Haupteinfahrt zum MobStp Aspe II.
Schild
Hier zeugt ein altes Schild vom größten dort eingelagerten Verband, dem Jägerbataillon 36.
Halle
Am Südrand des Objektes steht diese langgestreckte Halle.
Feldhaus
Ein Feldhaus in standardisierter Bauweise.
Wartungshalle
Die Wartungshalle für Arbeiten an eingelagerten Fahrzeugen.
Abschmierrampe
Eine Abschmierrampe.
POL-Schuppen
Auch ein kleiner POL-Schuppen für Kraft- und Schmierstoffe war vorhanden.
Stahlhallen
Es gab sechs Stahlhallen in für MobStp typischer Ausführung.
Stahlhalle
Die östlichste Halle ist kürzer als die übrigen.
Stahlhalle
An beiden Enden ermöglichten Schiebetore das Einfahren von größeren Fahrzeugen.
Zivilschutz-Sanitätsmittellager Hansestadt Hamburg 6:
Haupteinfahrt
Die Haupteinfahrt zum Sanitätslager HH 6.
Schild
Am früheren Tor hing dieses Schild.
Schild
Später kam das abgebildete Exemplar hinzu.
Rampe
Eine Rampe führt herab zum Lagerbunker.
Hof
Unten befindet sich dieser Hof. Hinten links ist die Nebenausfahrt zu sehen.
Lagerbunker
An der Vorderseite des Lagerbunkers eine Verladerampe.
Schächte
Auf dem früher dicht bepflanzten Dach mehrere Schächte.

Karte
Maßstab

Quellenangabe:
- Niedersächsisches Umweltministerium: Gefährdungsabschätzung von Rüstungsaltlasten in Niedersachsen
- Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933-1945 - Band 2: Niedersachsen I
- Ulrich Saft: Krieg in der Heimat - Das bittere Ende zwischen Weser und Elbe
- Niedersächsisches Landesarchiv, Abteilung Hannover
- Niedersächsisches Landesarchiv, Abteilung Stade
- Staatsarchiv Bremen 4.29/1, 962
- Archiv N. Giese †
 
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