| Rubrik: Munitionsdepots / Versorgungsdepots | Translation: |
| Das Materialaußenlager Lengerich | |
| Relikte des Kalten Krieges: Das hier vorgestellte Depot der Bundeswehr war eine recht junge Anlage des Kalten Krieges. 1970 wurde sie westlich der Ortschaft Lengerich (Emsland) im Waldgebiet Öings Sand als Versorgungslager errichtet. Auf rund 33 ha Fläche sind 25 große offene Lagerhallen und 5 kleinere geschlossene Hallen gebaut worden. Am Tor entstand ein Wach- und Verwaltungsgebäude, daran schloß sich ein kleiner Technischer Bereich mit Kfz-Halle an. Einzelne Betriebsgebäude komplettierten das Depot. Zunächst ist die Anlage als Korpsdepot 164 in Betrieb genommen worden. In dieser Funktion diente es dem übergeordneten Nachschubkommando 1 in Rheine zur Einlagerung von Betriebsstoffen für das der NATO unterstellte I. Korps, Münster. Die Struktur der Korpsdepots in den 1980er Jahren ist auf einer separaten Seite dargestellt. Ende der 1970er Jahre orientierte sich die Verteidigungsplanung der NATO mehr auf die Grenze zur DDR hin. Für die Depotorganisation des Feldheeres bedeutete dies eine Verlagerung in diverse neu zu errichtende Depots in der südlichen Lüneburger Heide. Vorhandene KorpsDp im westlichen Bundesgebiet wurden an das Territorialheer übergeben. Neben der Materiallagerung gab es eine weitere, sehr spezielle Aufgabe für Lengerich. Ebenfalls vom VersKdo 800 war hier das Pipelinepioniermateriallager 921 eingerichtet. In diesem ist Feldgerät für die Pipelinepioniere bereitgehalten worden. Nach Ende des Kalten Krieges erfaßte die allgemeine Truppenreduzierung der Bundeswehr natürlich auch die logistischen Einrichtungen; diverse Liegenschaften wurden aufgegeben. Das ehem. Materialaußenlager Lengerich ist 1998 geschlossen worden. Im folgenden Jahr erwarben die Gemeinden Langen und Lengerich die Einrichtung. Sie wandelten das Areal zum „Gewerbepark BW-Depot Langen / Lengerich“ um. So konnten Gewerbebetriebe unterschiedlicher Branchen die vorhandenen Gebäude für ihre Zwecke übernehmen und weiterverwenden. Zustand: Zugang: |
Blick aus der Vogelperspektive mit Google Maps: Fotos:
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![]() Fensterlose Halle. |
![]() Eine offene Fahrzeug-Abstellhalle. |
![]() Ein Anschlußkasten der Stromversorgung. |
![]() Von diesen Telefonen konnten Streifen Kontakt mit der Wache aufnehmen. |
![]() An diesem Gestell war früher Feuerlöschgerät griffbereit befestigt. |
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| Quellenangabe: - SVG: Pioniere des Deutsche Heeres 1955 - 2000 - Gemeinde Lengerich: Gewerbepark BW-Depot Langen / Lengerich - Lingener Tagespost |
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