Relikte des Kalten Krieges:
Aus Platzgründen werden auf dieser Seite viele militärische
Abkürzungen verwendet. Eine Erklärung erscheint, wenn man
mit dem Mauszeiger auf eine dieser Abkürzungen weist.
Auf dieser Seite wird die ehemalige 11. Panzergrenadierdivision
vorgestellt. Sie gehörte zu den zuletzt aufgestellten Großverbänden
des Heeres. Daher setzt ihre Geschichte erst in der Heersstruktur
2 auf, welche ab 1959 Gültigkeit hatte.
Die erste Phase der Aufstellung von Verbänden des Feldheeres
war nun bereits erledigt. Trotzdem ergaben sich auch in den folgenden
Jahren viele Veränderungen für die Truppe. Weiterhin befanden
sich viele Garnisonen im Aufbau.
Die Deutsche Rüstungsindustrie faßte nun wieder Fuß und
konnte erste eigene Entwicklungen vorweisen.
Heeresstruktur 2 (1959-1970):
Am 1. Mai 1959 wurde die 11. Panzergrenadierdivision in Oldenburg aufgestellt.
Zu diesem Zeitpunkt war bereits eine Gliederungsform mit Brigaden
beschlossen, daher kam die Heeresstruktur 1, mit einer Kampftruppengliederung,
für die neue Division nicht zum Tragen.
Der Stab trat im Stadtteil Ohmstede im von den Briten übernommenen
Camp Gale zusammen, die Bundeswehr gab der Liegenschaft den Namen Clausewitz-Kaserne. Aufbauhilfe
leistete der Stab der 3. Panzerdivision aus
Buxtehude. Die 11. Panzergrenadierdivision wurde dem I.
Korps in Münster unterstellt. Am 19. Mai 1961 konnte der Großverband
der NATO assigniert werden.
In der Hindenburg-Kaserne in Oldenburg-Kreyenbrück ist der
Stab der Panzergrenadierbrigade 31 aufgestellt worden. Dieser Großverband
sollte für einige Jahre eine Besonderheit aufweisen. Ihm war in Wildeshausen
ein Fallschirmjägerbataillon unterstellt. Dessen Bezeichnung
lautete seinerzeit 313. Nach dessen Unterstellungswechsel zur Luftlandebrigade
27 änderte sich das auf 272.
Von der 3. Panzerdivision wurde die komplette Kampfgruppe B3 in Schwanewede übernommen.
Unter der neuen Bezeichnung Panzergrenadierbrigade 32 diente sie fortan
der 11. Panzergrenadierdivision.
Die unterstellten Brigaden 31 und 32 lagen ab Beginn in ihren endgültigen
Stationierungsräumen. Dagegen befand sich die Brigade 33 zunächst
weitab ihres Einsatzraumes an der Westgrenze des Niedersachsens. Bereits
Mitte der 1960er Jahre wurden erste Teile der Panzerbrigade weiter
Richtung Osten verlegt. Damit ist sie geographisch recht stark zersplittert
worden. Ein Umstand, der erst in den 1970er Jahren bereinigt werden
konnte.
Die Gliederung einer Brigade in der Heeresstruktur
2 im Detail:
Als Beispiel für eine Brigade in der Heeresstruktur 2 hier die
Aufgliederung der Panzergrenadierbrigade 31, Stand etwa 1964:
| Panzergrenadierbrigade
31: |
| Stab/StKp PzGrenBrig 31 |
Oldenburg-Bümmerstede, Henning-von-Tresckow-Kaserne |
| PzGrenBtl 311 (mot) |
Varel, Friesland-Kaserne |
| PzGrenBtl 312 (SPz) |
Delmenhorst-Adelheide,
Feldwebel-Lilienthal-Kaserne |
| FschJgBtl 313 |
Wildeshausen, Wittekind-Kaserne |
| PzBtl 314 |
Oldenburg-Bümmerstede, Henning-von-Tresckow-Kaserne |
| FArtBtl 315 |
Wildeshausen, Wittekind-Kaserne |
| VersBtl 316 |
Oldenburg-Bümmerstede, Henning-von-Tresckow-Kaserne |
| FErsBtl 317 (GE) |
Oldenburg-Bümmerstede, Henning-von-Tresckow-Kaserne |
| PzSpähZg 310 |
Oldenburg-Bümmerstede, Henning-von-Tresckow-Kaserne |
| PzJgKp 310 |
Oldenburg-Bümmerstede, Henning-von-Tresckow-Kaserne |
| PzPiKp 310 |
Oldenburg-Bümmerstede, Hindenburg-Kaserne |
| ABCAbwKp 310 |
Delmenhorst
-Adelheide, Feldwebel-Lilienthal-Kaserne |
| FlaBttr 310 |
Oldenburg-Bümmerstede, Henning-von-Tresckow-Kaserne |
Zur Ausrüstung:
Zu Beginn der 1960er Jahre wurde der Truppe Gerät zugeführt,
das moderner als die Erstausstattung konzeptioniert war. Der Kampfpanzer
M 48A2 ergänzte den veralteten M 47. Es konnte nun auch endlich
ein Schützenpanzer an die Panzergrenadiere übergeben werden.
Der HS 30 war allerdings ungünstig konstruiert und sorgte insbesondere
in der ersten Zeit wegen zahlloser Defekte bei den Soldaten ständig
für Ärger. Der HS 30 wurde bald durch den gepanzerten Mannschaftstransportwagen
M 113 ergänzt. Dieser war zwar nicht als Gefechtsfahrzeug zu gebrauchen,
dafür handelte es sich um eine ausgereifte Konstruktion.
Ab Mitte der 1960er Jahre kamen mehrere neue Waffensysteme in die Verbände,
die die Kampfkraft erheblich steigerten. Darunter war der seinerzeit
zukunftsweisende Kampfpanzer Leopard 1, den auch diverse NATO-Partner
einführten. Die leichte Panzerfamilie mit den Jagdpanzern Kanone
und Rakete wurde ab 1965 ausgeliefert. Die Brigadeartillerie ist mit
der Panzerhaubitze M 109 ausgerüstet worden, die Feldartillerie
mit Geschützen auf Selbstfahrlafetten.
Heeresstruktur
3 (1970-1981):
Die Notwendigkeit zu einer Änderung der Heeresgliederung ergab
sich aus finanziellen Gründen. Knapper werdende Mittel im Verteidigungshaushalt,
bei gleichzeitig steigenden Kosten für neu zu beschaffende Waffensysteme,
zwangen zu einer Umplanung.
In der Heeresstruktur 3 verfügten alle Brigaden nur noch über
drei Kampfbataillone. Die Versorgungsbataillone löste man auf
und unterstellte die Instandsetzungs- und Nachschubkompanien den Brigaden
direkt als selbstständige Einheiten. Auf Ebene der Division sind
je ein Instandsetzungs- und Nachschubbataillon gebildet worden.
Lange sollte die nun eingeführte Struktur jedoch keinen Bestand
haben. Da in den 1970er Jahren das Bedrohungspotential des Warschauer
Paktes stetig wuchs, begannen schon wenige Jahre nach Beginn der Heeresstruktur
3 Überlegungen für eine weitere Anpassung.
Für Teile der 11. Panzergrenadierdivision bedeutete die
Umsetzung des Konzeptes der Vorneverteidigung größere Auswirkungen.
Jede Division des Feldheeres verfügte über eine ostwärts
dislozierte Brigade mit erhöhtem Bereitschaftsstand. Die Panzerbrigade
33 war bislang mit dem Großteil ihrer Verbände im Westen
des Landes untergebracht. Sie sollte nun zur vorgeschobenen Brigade
werden. Dafür mußte sie in ihren Einsatzraum Richtung
Osten verlegt werden. Realisiert wurde diese Dislozierung weniger
durch Verlegungen, sondern oft durch Unterstellungswechsel; es kam
dabei zu mehrfachem Tausch mit der 1. Panzerdivision.
Im folgenden soll die Umorganisation aufgegliedert werden. Sie begann
während der Heeresstruktur 3 in der Mitte der 1970er Jahre, fand
ihren Abschluß aber erst nach Einnahme der Heeresstruktur 4
Anfang der 1980er Jahre.
Zur Ausrüstung:
Trotz knapperer Finanzen liefen in den 1970er Jahren der Truppe ein
ganze Anzahl moderner Waffensysteme und Geräte zu. Der wichtigste
Typ dabei war der Schützenpanzer Marder, der der Panzergrenadiertruppe
endlich ein zuverlässiges Einsatzmittel bot. Die Panzeraufklärer
erhielten mit dem Spähpanzer Luchs ein modernes Fahrzeug,
das sich dank Radfahrgestell und Geräuschdämpfung sehr
leise bewegen konnte. Der bisherige Jagdpanzer Rakete wurde zum
Jaguar 1 mit weitreichendem Lenkwaffensystem umgebaut.
Auf Basis des Leopard sind Varianten entwickelt worden, wie der Flugabwehrkanonenpanzer
Gepard und der Brückenlegepanzer Biber. Ein erheblicher Posten
war schließlich die Einführung einer Folgegeneration der
LKW. Damit sollte die inzwischen in die Jahre gekommene Erstausstattung
abgelöst werden.
Heeresstruktur 4 (1981-1991):
Schon Mitte der 1970er Jahre sind konkrete Planungen für die Heeresstruktur
4 begonnen worden. Inzwischen war man von einer Strategie der massiven
Vergeltung mit Atomwaffen abgegangen und strebte nun eine flexible
Verteidigung mit konventionellen Mitteln an, das Konzept "Flexible
Response". Hierfür sollten die Kampftruppenkomponenten wieder
gestärkt werden, und das unter Berücksichtigung weiterhin
beschränkter Finanzmittel.
Mit der Heeresstruktur 4 wurden schließlich die Landstreitkräfte
der Bundeswehr in den größten Umfang geführt, den sie
je erreichen sollten.
Die vorhandenen Kampfbataillone sind verkleinert worden, damit
wurde Material und Personal frei zur Aufstellung neuer Verbände.
Zusätzlich hat man verstärkt Reservisten in diesen Truppen
eingeplant. Mit der Umgliederung entstand ein anderes Mischungsverhältnis
von Panzer- und Panzergrenadierbrigaden.
Die Gliederung einer Brigade in der Heeresstruktur
4 im Detail:
Alle Brigaden verfügten über ein präsentes Panzergrenadierbataillon,
es trug stets die Endziffer 2. Ebenso verfügten alle über
ein präsentes Panzerbataillon mit der Endziffer 4. Dazu kommt
jeweils ein präsentes Bataillon mit der Endziffer 3. Dieses war
in den Panzerbrigaden ein Panzerbataillon, in den Panzergrenadierbrigaden
entsprechend ein Panzergrenadierbataillon.
Eine Neuerung war das Bataillon mit der Endziffer 1. Der Stab und die
Stabskompanie dieses Verbandes ist im Frieden nicht aktiv gewesen.
Im Verteidigungsfall und zu Übungen wurde Personal aus anderen
Einheiten abgezogen, und zusammen mit Reservisten erfolgte die Aktivierung
der Stabskompanie.
Die Kampfkompanien sind dagegen bereits präsent gewesen. Sie wurden
im Frieden den anderen aktiven Bataillonen unterstellt. Dabei war das
Schema auch hier stets gleich. Die 2. Kompanie des Bataillon n1 war
dem Panzergrenadierbataillon n2 zugeordnet, die 3./n1 dem Bataillon
n3 und die 4./n1 dem Panzerbataillon n4. Auch hier gab es wieder den
Unterschied in der 3. Kompanie. In PzBrig war
es eine Panzerkompanie, in PzGrenBrig eine
Panzergrenadierkompanie. So wird auch deutlich, daß das Bataillon
mit der Endziffer 1 ein gemischter Verband mit Kampf- und Schützenpanzern
war.
Die weiteren Truppen der Brigade waren ein Panzerartilleriebataillon
mit der Endziffer 5, und vier selbstständige Kompanien, die stets
die Endziffer 0 trugen. Es handelte sich dabei um eine Panzerjägerkompanie,
eine Panzerpionierkompanie, eine Instandsetzungskompanie und eine Nachschubkompanie.
Insgesamt war die Personaldecke der Brigaden knapp bestückt. Besondere
Bedeutung kam nun den Reservisten zu. In den Monaten unmittelbar nach
ihrer Entlassung konnten sie bei Bedarf zurückbeordert werden,
um in ihrem alten Verband nicht vorhandenes oder noch nicht einsatzbereites
Personal zu ersetzen.
Durch die rückläufige Zahl der Wehrpflichtigen mußte
wiederum schon wenige Jahre nach Einführung der Heeresstruktur
4 über eine neue Konzeption nachgedacht werden. Mit dem Fall
der Mauer 1989 und dem folgenden Ende des Kalten Krieges erübrigten
sich aber alle bisherigen Planungen.
Zur Ausrüstung:
Ab 1979 wurde der Kampfpanzer Leopard 2 an die Truppe ausgeliefert.
Er war wiederum ein Meilenstein in der Panzerentwicklung mit starker
Kampfkraft. Mit ihm wurden die Panzerbataillone der PzBrig ausgerüstet.
Die Panzerbataillone der PzGrenBrig behielten
den Leopard 1, der ab 1986 auf die Version A5 kampfgesteigert wurde.
Er war auch im Panzeraufklärungsbataillon vorhanden.
Da für die Heeresstruktur 4 nicht genügend Schützenpanzer
Marder zur Verfügung standen, wurde in Panzergrenadierbrigaden
bei den 4. Kompanien der PzGrenBtl der
Mannschaftstransporter M 113A1G eingesetzt.
Der Jagdpanzer Jaguar 2 war eine Entwicklung, mit der ältere Jagdpanzer
Kanone deutlich aufgewertet werden konnten. Statt der Rohrwaffe wurde
ein Panzerabwehrraketensystem eingerüstet. Dieser Panzer war ab
1983 in Panzergrenadierdivisionen nur in einer der beiden Panzergrenadierbrigaden
eingeführt, im Fall der 11. PzGrenDiv nur
in der PzJgKp 310.
Mit dem Transportpanzer 1 Fuchs wurde eine Fahrzeugfamilie eingeführt,
die in diversen Funktionen einsetzbar war. Unter anderem hat man die
Panzerpionierkompanien der Brigaden damit ausgestattet. Diese erhielten
in den 1980er Jahren mit dem Minenwerfer Skorpion und dem Pionierpanzer
Dachs weitere moderne Fahrzeuge.
Die Verbände in der Heeresstruktur 4:
Im Folgenden soll die 11. Panzergrenadierdivision in der Heeresstruktur
4 mit sämtlichen Truppenteilen aufgelistet werden. Dazu ist
die jeweilige Unterbringung angegeben.
Erläuterung:
Die Strukturen der Division und ihre Standorte unterlagen ständigen
Veränderungen. Auch innerhalb einer Heersstruktur wurde aufgestellt,
verlegt und aufgelöst. Daher kann die folgende Auflistung nur
einen zeitlichen Ausriß darstellen.
Eine wichtige Umorganisation innerhalb der Heeresstruktur 4 war die
Umsetzung der Artilleriestruktur 85. Die folgenden Daten beziehen sich
auf den Zeitraum in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre.
| Divisionstruppen: |
| Stab/StKp 11. PzGrenDiv |
Oldenburg-Ohmstede, Clausewitz-Kaserne |
| FmBtl 11 |
Oldenburg-Kreyenbrück, Hindenburg-Kaserne |
| FmKp 11 (EloKa) |
Rotenburg
(Wümme), Lent-Kaserne |
| HFlgStff 11 |
Rotenburg
(Wümme), Lent-Kaserne |
| PzAufkl(L)Btl 11 |
Munster, Freiherr-von-Boeselager-Kaserne |
| Radar(L)Zg 11 |
Munster, Freiherr-von-Boeselager-Kaserne |
| FNZg 11 (GE) |
Oldenburg |
| FlaRgt 11 |
Achim, Steuben-Kaserne |
| PiBtl 11 |
Dörverden-Barme,
Niedersachsen-Kaserne |
| ABCAbwKp 11 |
Emden, Karl-von-Müller-Kaserne |
| SanBtl 11 |
Leer, Von-Lettow-Vorbeck-Kaserne |
| InstBtl 11 |
Delmenhorst-Adelheide,
Feldwebel-Lilienthal-Kaserne |
| NschBtl 11 |
Delmenhorst-Adelheide,
Feldwebel-Lilienthal-Kaserne |
| HMK 11 |
Bremen-Grohn, Roland-Kaserne |
| inaktive Bataillone: |
| FErsBtl 111 (GE) |
Varel-Friedrichsfeld,
Mob-Stützpunkt (für Divisionstruppen) |
| FErsBtl 112 (GE) |
Varel-Friedrichsfeld,
Mob-Stützpunkt (für Divisionstruppen) |
| FErsBtl 113 (GE) |
Oldenburg-Bümmerstede, Henning-von-Tresckow-Kaserne (für PzGrenBrig 31) |
| FErsBtl 114 (GE) |
Schwanewede,
Mob-Stützpunkt (für PzGrenBrig 32) |
| FErsBtl 115 (GE) |
Hodenhagen,
Mob-Stützpunkt (für PzBrig 33) |
| JgBtl 116 (GE) |
Varel-Friedrichsfeld,
Mob-Stützpunkt |
| JgBtl 117 (GE) |
Bremen-Huckelriede, Cambrai-Kaserne |
| SichBtl 118 (GE) |
Delmenhorst-Adelheide,
Barbara-Kaserne |
| Ausbildungskompanien: |
| FmAusbKp 1/11 |
Oldenburg-Kreyenbrück, Hindenburg-Kaserne |
| AusbKp
StDst/MKF 2/11 |
Achim, Steuben-Kaserne |
| PzAufklAusbKp 3/11 |
Munster, Freiherr-von-Boeselager-Kaserne |
| InstAusbKp 5/11 |
Varel, Friesland-Kaserne |
| InstAusbKp 6/11 |
Varel, Friesland-Kaserne |
| NschAusbKp 7/11 |
Delmenhorst-Adelheide,
Feldwebel-Lilienthal-Kaserne |
| Panzergrenadierbrigade
31: |
| Stab/StKp PzGrenBrig 31 |
Oldenburg-Bümmerstede, Henning-von-Tresckow-Kaserne |
BrigSp(L)Zg 31
|
Munster, Freiherr-von-Boeselager-Kaserne |
| PzGrenBtl 311 (gem/gek) |
Varel, Friesland-Kaserne |
| PzGrenBtl 312 |
Delmenhorst-Adelheide,
Feldwebel-Lilienthal-Kaserne |
| PzGrenBtl 313 |
Varel, Friesland-Kaserne |
| PzBtl 314 |
Oldenburg-Bümmerstede, Henning-von-Tresckow-Kaserne |
| PzArtBtl 315 |
Wildeshausen, Wittekind-Kaserne |
| PzJgKp 310 |
Oldenburg-Bümmerstede, Henning-von-Tresckow-Kaserne |
| PzPiKp 310 |
Delmenhorst-Adelheide,
Feldwebel-Lilienthal-Kaserne |
| InstKp 310 |
Oldenburg-Bümmerstede, Henning-von-Tresckow-Kaserne |
| NschKp 310 |
Oldenburg-Bümmerstede, Henning-von-Tresckow-Kaserne |
| Panzergrenadierbrigade
32: |
| Stab/StKp PzGrenBrig 32 |
Schwanewede,
Lützow-Kaserne |
BrigSp(L)Zg 32
|
Munster, Freiherr-von-Boeselager-Kaserne |
| PzGrenBtl 321 (gem/gek) |
Schwanewede,
Lützow-Kaserne |
| PzGrenBtl 322 |
Schwanewede,
Lützow-Kaserne |
| PzGrenBtl 323 |
Schwanewede,
Lützow-Kaserne |
| PzBtl 324 |
Schwanewede,
Lützow-Kaserne |
| PzArtBtl 325 |
Schwanewede-Neuenkirchen, "Artillerie-Kaserne" |
| PzJgKp 320 |
Schwanewede,
Lützow-Kaserne |
| PzPiKp 320 |
Dörverden-Barme,
Niedersachsen-Kaserne |
| InstKp 320 |
Schwanewede,
Lützow-Kaserne |
| NschKp 320 |
Schwanewede-Neuenkirchen, "Artillerie-Kaserne" |
| Panzerbrigade
33: |
| Stab/StKp PzBrig 33 |
Celle, Cambridge-Dragoner-Kaserne |
BrigSp(L)Zg 33
|
Munster, Freiherr-von-Boeselager-Kaserne |
| PzBtl 331 (gem/gek) |
Celle, Cambridge-Dragoner-Kaserne |
| PzGrenBtl 332 |
Wesendorf, Hammerstein-Kaserne |
| PzBtl 333 |
Celle-Scheuen,
Freiherr-von-Fritsch-Kaserne |
| PzBtl 334 |
Celle-Scheuen,
Freiherr-von-Fritsch-Kaserne |
| PzArtBtl 335 |
Dedelstorf, Richthofen-Kaserne |
| PzJgKp 330 |
Dedelstorf, Richthofen-Kaserne |
| PzPiKp 330 |
Dedelstorf, Richthofen-Kaserne |
| InstKp 330 |
Celle-Scheuen,
Freiherr-von-Fritsch-Kaserne |
| NschKp 330 |
Celle-Scheuen,
Freiherr-von-Fritsch-Kaserne |
Verbleib:
Bald nach Ende des Kalten Krieges begann eine Phase der Umstrukturierung
der Bundeswehr, die bis in die Gegenwart anhält. Zunächst
war der Schwerpunkt die Truppenreduzierung nach Fortfall des Ost-/West-Konfliktes.
Danach mußte die Truppe auf neue Aufgaben mit Einsätzen
in aller Welt eingestellt werden. Auf dem Weg dorthin sind zahlreiche
der früheren Verbände aufgelöst worden.
Die 11. Panzergrenadierdivision wurde am 3. März 1994
außer Dienst gestellt und zum 30. September aufgelöst.
Die Panzergrenadierbrigade 31 fusionierte mit der Luftlandebrigade
27 zur Luftlandebrigade 31. Die Panzergrenadierbrigade 32 ist deaktiviert
worden und stand zunächst noch einige Jahre als Mobilmachungstruppe
für den Verteidigungsfall bereit. Sie wurde der 1.
Panzerdivision unterstellt. Die Panzerbrigade 33 hat man aufgelöst.
Allerdings bedeutete die Auflösung einer Brigade nicht gleichzeitig
auch das Ende der unterstellten Bataillone. Übrig gebliebene Verbände
sind anderen Großverbände zugeordnet worden.
Zu Zeiten des Kalten Krieges war die Verbandsbezeichnung bei Unterstellungswechseln
stets angepaßt worden, um aus der Ziffer die Zugehörigkeit
erkennen zu können. Heute wird das nicht mehr praktiziert. Die
Bundeswehr besinnt sich inzwischen auf ihre eigene Tradition, wie es
auch in anderen Armeen üblich ist. Die alten Namen bleiben nun überwiegend
bestehen. So läßt sich heute die Herkunft erkennen, allerdings
kann man die gegenwärtige Unterstellung nicht mehr ableiten.
Hinweis:
Über einige ehemalige Verbände der 11. Panzergrenadierdivision gibt
es Webs im Internet:
PzJgKp 310: http://www.pzjgkp310.de
PzGrenBtl 322 & 323: http://www.schwaneweder-panzergrenadiere.de
PzArtBtl 335: http://www.richthofen-kaserne.de/menu/m_pzartbtl/menu.htm
Über die Division war ein interessantes Buch erschienen:
Titel: Die Elfte
Autor: 11. Panzergrenadierdivision, Oldenburg
Verlag: Brune Druck- und Verlagsgesellschaft mbH, Wilhelmshaven