Die 11. Panzergrenadierdivision der Bundeswehr

 Relikte des Kalten Krieges: 
Aus Platzgründen werden auf dieser Seite viele militärische Abkürzungen verwendet. Eine Erklärung erscheint, wenn man mit dem Mauszeiger auf eine dieser Abkürzungen weist.

Auf dieser Seite wird die ehemalige 11. Panzergrenadierdivision vorgestellt. Sie gehörte zu den zuletzt aufgestellten Großverbänden des Heeres. Daher setzt ihre Geschichte erst in der Heersstruktur 2 auf, welche ab 1959 Gültigkeit hatte.

Die erste Phase der Aufstellung von Verbänden des Feldheeres war nun bereits erledigt. Trotzdem ergaben sich auch in den folgenden Jahren viele Veränderungen für die Truppe. Weiterhin befanden sich viele Garnisonen im Aufbau.
Die Deutsche Rüstungsindustrie faßte nun wieder Fuß und konnte erste eigene Entwicklungen vorweisen.

 Heeresstruktur 2 (1959-1970): 
Am 1. Mai 1959 wurde die 11. Panzergrenadierdivision in Oldenburg aufgestellt. Zu diesem Zeitpunkt war bereits eine Gliederungsform mit Brigaden beschlossen, daher kam die Heeresstruktur 1, mit einer Kampftruppengliederung, für die neue Division nicht zum Tragen.
Der Stab trat im Stadtteil Ohmstede im von den Briten übernommenen Camp Gale zusammen, die Bundeswehr gab der Liegenschaft den Namen Clausewitz-Kaserne. Aufbauhilfe leistete der Stab der 3. Panzerdivision aus Buxtehude. Die 11. Panzergrenadierdivision wurde dem I. Korps in Münster unterstellt. Am 19. Mai 1961 konnte der Großverband der NATO assigniert werden.

In der Hindenburg-Kaserne in Oldenburg-Kreyenbrück ist der Stab der Panzergrenadierbrigade 31 aufgestellt worden. Dieser Großverband sollte für einige Jahre eine Besonderheit aufweisen. Ihm war in Wildeshausen ein Fallschirmjägerbataillon unterstellt. Dessen Bezeichnung lautete seinerzeit 313. Nach dessen Unterstellungswechsel zur Luftlandebrigade 27 änderte sich das auf 272.
Von der 3. Panzerdivision wurde die komplette Kampfgruppe B3 in Schwanewede übernommen. Unter der neuen Bezeichnung Panzergrenadierbrigade 32 diente sie fortan der 11. Panzergrenadierdivision.
Die unterstellten Brigaden 31 und 32 lagen ab Beginn in ihren endgültigen Stationierungsräumen. Dagegen befand sich die Brigade 33 zunächst weitab ihres Einsatzraumes an der Westgrenze des Niedersachsens. Bereits Mitte der 1960er Jahre wurden erste Teile der Panzerbrigade weiter Richtung Osten verlegt. Damit ist sie geographisch recht stark zersplittert worden. Ein Umstand, der erst in den 1970er Jahren bereinigt werden konnte.

Die Gliederung einer Brigade in der Heeresstruktur 2 im Detail:
Als Beispiel für eine Brigade in der Heeresstruktur 2 hier die Aufgliederung der Panzergrenadierbrigade 31, Stand etwa 1964:

Panzergrenadierbrigade 31:
Stab/StKp PzGrenBrig 31 Oldenburg-Bümmerstede, Henning-von-Tresckow-Kaserne
PzGrenBtl 311 (mot) Varel, Friesland-Kaserne
PzGrenBtl 312 (SPz) Delmenhorst-Adelheide, Feldwebel-Lilienthal-Kaserne
FschJgBtl 313 Wildeshausen, Wittekind-Kaserne
PzBtl 314 Oldenburg-Bümmerstede, Henning-von-Tresckow-Kaserne
FArtBtl 315 Wildeshausen, Wittekind-Kaserne
VersBtl 316 Oldenburg-Bümmerstede, Henning-von-Tresckow-Kaserne
FErsBtl 317 (GE) Oldenburg-Bümmerstede, Henning-von-Tresckow-Kaserne
PzSpähZg 310 Oldenburg-Bümmerstede, Henning-von-Tresckow-Kaserne
PzJgKp 310 Oldenburg-Bümmerstede, Henning-von-Tresckow-Kaserne
PzPiKp 310 Oldenburg-Bümmerstede, Hindenburg-Kaserne
ABCAbwKp 310 Delmenhorst -Adelheide, Feldwebel-Lilienthal-Kaserne
FlaBttr 310 Oldenburg-Bümmerstede, Henning-von-Tresckow-Kaserne

Zur Ausrüstung:
Zu Beginn der 1960er Jahre wurde der Truppe Gerät zugeführt, das moderner als die Erstausstattung konzeptioniert war. Der Kampfpanzer M 48A2 ergänzte den veralteten M 47. Es konnte nun auch endlich ein Schützenpanzer an die Panzergrenadiere übergeben werden. Der HS 30 war allerdings ungünstig konstruiert und sorgte insbesondere in der ersten Zeit wegen zahlloser Defekte bei den Soldaten ständig für Ärger. Der HS 30 wurde bald durch den gepanzerten Mannschaftstransportwagen M 113 ergänzt. Dieser war zwar nicht als Gefechtsfahrzeug zu gebrauchen, dafür handelte es sich um eine ausgereifte Konstruktion.
Ab Mitte der 1960er Jahre kamen mehrere neue Waffensysteme in die Verbände, die die Kampfkraft erheblich steigerten. Darunter war der seinerzeit zukunftsweisende Kampfpanzer Leopard 1, den auch diverse NATO-Partner einführten. Die leichte Panzerfamilie mit den Jagdpanzern Kanone und Rakete wurde ab 1965 ausgeliefert. Die Brigadeartillerie ist mit der Panzerhaubitze M 109 ausgerüstet worden, die Feldartillerie mit Geschützen auf Selbstfahrlafetten.

 Heeresstruktur 3 (1970-1981): 
Die Notwendigkeit zu einer Änderung der Heeresgliederung ergab sich aus finanziellen Gründen. Knapper werdende Mittel im Verteidigungshaushalt, bei gleichzeitig steigenden Kosten für neu zu beschaffende Waffensysteme, zwangen zu einer Umplanung.
In der Heeresstruktur 3 verfügten alle Brigaden nur noch über drei Kampfbataillone. Die Versorgungsbataillone löste man auf und unterstellte die Instandsetzungs- und Nachschubkompanien den Brigaden direkt als selbstständige Einheiten. Auf Ebene der Division sind je ein Instandsetzungs- und Nachschubbataillon gebildet worden.
Lange sollte die nun eingeführte Struktur jedoch keinen Bestand haben. Da in den 1970er Jahren das Bedrohungspotential des Warschauer Paktes stetig wuchs, begannen schon wenige Jahre nach Beginn der Heeresstruktur 3 Überlegungen für eine weitere Anpassung.

Für Teile der 11. Panzergrenadierdivision bedeutete die Umsetzung des Konzeptes der Vorneverteidigung größere Auswirkungen. Jede Division des Feldheeres verfügte über eine ostwärts dislozierte Brigade mit erhöhtem Bereitschaftsstand. Die Panzerbrigade 33 war bislang mit dem Großteil ihrer Verbände im Westen des Landes untergebracht. Sie sollte nun zur vorgeschobenen Brigade werden. Dafür mußte sie in ihren Einsatzraum Richtung Osten verlegt werden. Realisiert wurde diese Dislozierung weniger durch Verlegungen, sondern oft durch Unterstellungswechsel; es kam dabei zu mehrfachem Tausch mit der 1. Panzerdivision.
Im folgenden soll die Umorganisation aufgegliedert werden. Sie begann während der Heeresstruktur 3 in der Mitte der 1970er Jahre, fand ihren Abschluß aber erst nach Einnahme der Heeresstruktur 4 Anfang der 1980er Jahre.

alt > neu
Verlegungen
Stab/StKp PzBrig 33 Lingen > Stab/StKp PzBrig 33 Celle
PzSpähZg 330 Lingen > PzSpähZg 330 Celle
FErsBtl 337 (GE) Fürstenau > FErsBtl 337 (GE) Hodenhagen
Abgaben
PzGrenBtl 332 Fürstenau > JgBtl (MTW) 522 Fürstenau (an WBK II)
PzBtl 333 Lingen > PzBtl 523 Lingen (an WBK II)
PzBtl 334 Nienburg-Langendamm > PzBtl 34 Nienburg-Langendamm (an 1. PzDiv)
PzArtBtl 335 Neustadt-Luttmersen > PzArtBtl 35 Neustadt-Luttmersen (an 1. PzDiv)
PzJgKp 330 Fürstenau > PzJgKp 30 Neustadt-Luttmersen (an 1. PzDiv)
PzPiKp 330 Lingen > PzPiKp 30 Lingen (an 1. PzDiv)
InstKp 330 Lingen > InstKp 520 Lingen (an WBK II)
NschKp 330 Lingen > NschKp 520 Lingen (an WBK II)
Zugänge
PzGrenBtl 21 Wesendorf (von 1. PzDiv) > PzGrenBtl 332 Wesendorf
PzBtl 34 Celle-Scheuen (von 1. PzDiv) > PzBtl 334 Celle-Scheuen
PzArtBtl 35 Dedelstorf (von 1. PzDiv) > PzArtBtl 335 Dedelstorf
PzJgKp 30 Celle-Scheuen (von 1. PzDiv) > PzJgKp 330 Celle-Scheuen
PzPiKp 30 Dedelstorf (von 1. PzDiv) > PzPiKp 330 Dedelstorf
Neuaufstellungen
> InstKp 330 Celle-Scheuen
> NschKp 330 Celle-Scheuen

Zur Ausrüstung:
Trotz knapperer Finanzen liefen in den 1970er Jahren der Truppe ein ganze Anzahl moderner Waffensysteme und Geräte zu. Der wichtigste Typ dabei war der Schützenpanzer Marder, der der Panzergrenadiertruppe endlich ein zuverlässiges Einsatzmittel bot. Die Panzeraufklärer erhielten mit dem Spähpanzer Luchs ein modernes Fahrzeug, das sich dank Radfahrgestell und Geräuschdämpfung sehr leise bewegen konnte. Der bisherige Jagdpanzer Rakete wurde zum Jaguar 1 mit weitreichendem Lenkwaffensystem umgebaut.
Auf Basis des Leopard sind Varianten entwickelt worden, wie der Flugabwehrkanonenpanzer Gepard und der Brückenlegepanzer Biber. Ein erheblicher Posten war schließlich die Einführung einer Folgegeneration der LKW. Damit sollte die inzwischen in die Jahre gekommene Erstausstattung abgelöst werden.

 Heeresstruktur 4 (1981-1991): 
Schon Mitte der 1970er Jahre sind konkrete Planungen für die Heeresstruktur 4 begonnen worden. Inzwischen war man von einer Strategie der massiven Vergeltung mit Atomwaffen abgegangen und strebte nun eine flexible Verteidigung mit konventionellen Mitteln an, das Konzept "Flexible Response". Hierfür sollten die Kampftruppenkomponenten wieder gestärkt werden, und das unter Berücksichtigung weiterhin beschränkter Finanzmittel.
Mit der Heeresstruktur 4 wurden schließlich die Landstreitkräfte der Bundeswehr in den größten Umfang geführt, den sie je erreichen sollten.

Die vorhandenen Kampfbataillone sind verkleinert worden, damit wurde Material und Personal frei zur Aufstellung neuer Verbände. Zusätzlich hat man verstärkt Reservisten in diesen Truppen eingeplant. Mit der Umgliederung entstand ein anderes Mischungsverhältnis von Panzer- und Panzergrenadierbrigaden.

Die Gliederung einer Brigade in der Heeresstruktur 4 im Detail:
Alle Brigaden verfügten über ein präsentes Panzergrenadierbataillon, es trug stets die Endziffer 2. Ebenso verfügten alle über ein präsentes Panzerbataillon mit der Endziffer 4. Dazu kommt jeweils ein präsentes Bataillon mit der Endziffer 3. Dieses war in den Panzerbrigaden ein Panzerbataillon, in den Panzergrenadierbrigaden entsprechend ein Panzergrenadierbataillon.
Eine Neuerung war das Bataillon mit der Endziffer 1. Der Stab und die Stabskompanie dieses Verbandes ist im Frieden nicht aktiv gewesen. Im Verteidigungsfall und zu Übungen wurde Personal aus anderen Einheiten abgezogen, und zusammen mit Reservisten erfolgte die Aktivierung der Stabskompanie.
Die Kampfkompanien sind dagegen bereits präsent gewesen. Sie wurden im Frieden den anderen aktiven Bataillonen unterstellt. Dabei war das Schema auch hier stets gleich. Die 2. Kompanie des Bataillon n1 war dem Panzergrenadierbataillon n2 zugeordnet, die 3./n1 dem Bataillon n3 und die 4./n1 dem Panzerbataillon n4. Auch hier gab es wieder den Unterschied in der 3. Kompanie. In PzBrig war es eine Panzerkompanie, in PzGrenBrig eine Panzergrenadierkompanie. So wird auch deutlich, daß das Bataillon mit der Endziffer 1 ein gemischter Verband mit Kampf- und Schützenpanzern war.
Die weiteren Truppen der Brigade waren ein Panzerartilleriebataillon mit der Endziffer 5, und vier selbstständige Kompanien, die stets die Endziffer 0 trugen. Es handelte sich dabei um eine Panzerjägerkompanie, eine Panzerpionierkompanie, eine Instandsetzungskompanie und eine Nachschubkompanie.
Insgesamt war die Personaldecke der Brigaden knapp bestückt. Besondere Bedeutung kam nun den Reservisten zu. In den Monaten unmittelbar nach ihrer Entlassung konnten sie bei Bedarf zurückbeordert werden, um in ihrem alten Verband nicht vorhandenes oder noch nicht einsatzbereites Personal zu ersetzen.

Durch die rückläufige Zahl der Wehrpflichtigen mußte wiederum schon wenige Jahre nach Einführung der Heeresstruktur 4 über eine neue Konzeption nachgedacht werden. Mit dem Fall der Mauer 1989 und dem folgenden Ende des Kalten Krieges erübrigten sich aber alle bisherigen Planungen.

Zur Ausrüstung:
Ab 1979 wurde der Kampfpanzer Leopard 2 an die Truppe ausgeliefert. Er war wiederum ein Meilenstein in der Panzerentwicklung mit starker Kampfkraft. Mit ihm wurden die Panzerbataillone der PzBrig ausgerüstet. Die Panzerbataillone der PzGrenBrig behielten den Leopard 1, der ab 1986 auf die Version A5 kampfgesteigert wurde. Er war auch im Panzeraufklärungsbataillon vorhanden.
Da für die Heeresstruktur 4 nicht genügend Schützenpanzer Marder zur Verfügung standen, wurde in Panzergrenadierbrigaden bei den 4. Kompanien der PzGrenBtl der Mannschaftstransporter M 113A1G eingesetzt.
Der Jagdpanzer Jaguar 2 war eine Entwicklung, mit der ältere Jagdpanzer Kanone deutlich aufgewertet werden konnten. Statt der Rohrwaffe wurde ein Panzerabwehrraketensystem eingerüstet. Dieser Panzer war ab 1983 in Panzergrenadierdivisionen nur in einer der beiden Panzergrenadierbrigaden eingeführt, im Fall der 11. PzGrenDiv nur in der PzJgKp 310.
Mit dem Transportpanzer 1 Fuchs wurde eine Fahrzeugfamilie eingeführt, die in diversen Funktionen einsetzbar war. Unter anderem hat man die Panzerpionierkompanien der Brigaden damit ausgestattet. Diese erhielten in den 1980er Jahren mit dem Minenwerfer Skorpion und dem Pionierpanzer Dachs weitere moderne Fahrzeuge.

Die Verbände in der Heeresstruktur 4:
Im Folgenden soll die 11. Panzergrenadierdivision in der Heeresstruktur 4 mit sämtlichen Truppenteilen aufgelistet werden. Dazu ist die jeweilige Unterbringung angegeben.

Erläuterung:
Die Strukturen der Division und ihre Standorte unterlagen ständigen Veränderungen. Auch innerhalb einer Heersstruktur wurde aufgestellt, verlegt und aufgelöst. Daher kann die folgende Auflistung nur einen zeitlichen Ausriß darstellen.
Eine wichtige Umorganisation innerhalb der Heeresstruktur 4 war die Umsetzung der Artilleriestruktur 85. Die folgenden Daten beziehen sich auf den Zeitraum in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre.

Divisionstruppen:
Stab/StKp 11. PzGrenDiv Oldenburg-Ohmstede, Clausewitz-Kaserne
FmBtl 11 Oldenburg-Kreyenbrück, Hindenburg-Kaserne
FmKp 11 (EloKa) Rotenburg (Wümme), Lent-Kaserne
HFlgStff 11 Rotenburg (Wümme), Lent-Kaserne
PzAufkl(L)Btl 11 Munster, Freiherr-von-Boeselager-Kaserne
Radar(L)Zg 11 Munster, Freiherr-von-Boeselager-Kaserne
FNZg 11 (GE) Oldenburg
FlaRgt 11 Achim, Steuben-Kaserne
PiBtl 11 Dörverden-Barme, Niedersachsen-Kaserne
ABCAbwKp 11 Emden, Karl-von-Müller-Kaserne
SanBtl 11 Leer, Von-Lettow-Vorbeck-Kaserne
InstBtl 11 Delmenhorst-Adelheide, Feldwebel-Lilienthal-Kaserne
NschBtl 11 Delmenhorst-Adelheide, Feldwebel-Lilienthal-Kaserne
HMK 11 Bremen-Grohn, Roland-Kaserne
inaktive Bataillone:
FErsBtl 111 (GE) Varel-Friedrichsfeld, Mob-Stützpunkt (für Divisionstruppen)
FErsBtl 112 (GE) Varel-Friedrichsfeld, Mob-Stützpunkt (für Divisionstruppen)
FErsBtl 113 (GE) Oldenburg-Bümmerstede, Henning-von-Tresckow-Kaserne (für PzGrenBrig 31)
FErsBtl 114 (GE) Schwanewede, Mob-Stützpunkt (für PzGrenBrig 32)
FErsBtl 115 (GE) Hodenhagen, Mob-Stützpunkt (für PzBrig 33)
JgBtl 116 (GE) Varel-Friedrichsfeld, Mob-Stützpunkt
JgBtl 117 (GE) Bremen-Huckelriede, Cambrai-Kaserne
SichBtl 118 (GE) Delmenhorst-Adelheide, Barbara-Kaserne
Ausbildungskompanien:
FmAusbKp 1/11 Oldenburg-Kreyenbrück, Hindenburg-Kaserne
AusbKp StDst/MKF 2/11 Achim, Steuben-Kaserne
PzAufklAusbKp 3/11 Munster, Freiherr-von-Boeselager-Kaserne
InstAusbKp 5/11 Varel, Friesland-Kaserne
InstAusbKp 6/11 Varel, Friesland-Kaserne
NschAusbKp 7/11 Delmenhorst-Adelheide, Feldwebel-Lilienthal-Kaserne
Artillerieregiment 11:
Stab/StBttr ArtRgt 11 Oldenburg-Kreyenbrück, Hindenburg-Kaserne
FArtBtl 111 Oldenburg-Kreyenbrück, Hindenburg-Kaserne
RakArtBtl 112 Delmenhorst-Adelheide, Barbara-Kaserne
BeobBtl 113 Delmenhorst-Adelheide, Barbara-Kaserne
BeglBttr 11 "Kaserne Dünsen"
ArtSpezZg I/11 Wildeshausen, Wittekind-Kaserne (für PzArtBtl 315)
ArtSpezZg II/11 Oldenburg-Kreyenbrück, Hindenburg-Kaserne (für FArtBtl 111)
Panzergrenadierbrigade 31:
Stab/StKp PzGrenBrig 31 Oldenburg-Bümmerstede, Henning-von-Tresckow-Kaserne

BrigSp(L)Zg 31

Munster, Freiherr-von-Boeselager-Kaserne
PzGrenBtl 311 (gem/gek) Varel, Friesland-Kaserne
PzGrenBtl 312 Delmenhorst-Adelheide, Feldwebel-Lilienthal-Kaserne
PzGrenBtl 313 Varel, Friesland-Kaserne
PzBtl 314 Oldenburg-Bümmerstede, Henning-von-Tresckow-Kaserne
PzArtBtl 315 Wildeshausen, Wittekind-Kaserne
PzJgKp 310 Oldenburg-Bümmerstede, Henning-von-Tresckow-Kaserne
PzPiKp 310 Delmenhorst-Adelheide, Feldwebel-Lilienthal-Kaserne
InstKp 310 Oldenburg-Bümmerstede, Henning-von-Tresckow-Kaserne
NschKp 310 Oldenburg-Bümmerstede, Henning-von-Tresckow-Kaserne
Panzergrenadierbrigade 32:
Stab/StKp PzGrenBrig 32 Schwanewede, Lützow-Kaserne

BrigSp(L)Zg 32

Munster, Freiherr-von-Boeselager-Kaserne
PzGrenBtl 321 (gem/gek) Schwanewede, Lützow-Kaserne
PzGrenBtl 322 Schwanewede, Lützow-Kaserne
PzGrenBtl 323 Schwanewede, Lützow-Kaserne
PzBtl 324 Schwanewede, Lützow-Kaserne
PzArtBtl 325 Schwanewede-Neuenkirchen, "Artillerie-Kaserne"
PzJgKp 320 Schwanewede, Lützow-Kaserne
PzPiKp 320 Dörverden-Barme, Niedersachsen-Kaserne
InstKp 320 Schwanewede, Lützow-Kaserne
NschKp 320 Schwanewede-Neuenkirchen, "Artillerie-Kaserne"
Panzerbrigade 33:
Stab/StKp PzBrig 33 Celle, Cambridge-Dragoner-Kaserne

BrigSp(L)Zg 33

Munster, Freiherr-von-Boeselager-Kaserne
PzBtl 331 (gem/gek) Celle, Cambridge-Dragoner-Kaserne
PzGrenBtl 332 Wesendorf, Hammerstein-Kaserne
PzBtl 333 Celle-Scheuen, Freiherr-von-Fritsch-Kaserne
PzBtl 334 Celle-Scheuen, Freiherr-von-Fritsch-Kaserne
PzArtBtl 335 Dedelstorf, Richthofen-Kaserne
PzJgKp 330 Dedelstorf, Richthofen-Kaserne
PzPiKp 330 Dedelstorf, Richthofen-Kaserne
InstKp 330 Celle-Scheuen, Freiherr-von-Fritsch-Kaserne
NschKp 330 Celle-Scheuen, Freiherr-von-Fritsch-Kaserne

 Verbleib: 
Bald nach Ende des Kalten Krieges begann eine Phase der Umstrukturierung der Bundeswehr, die bis in die Gegenwart anhält. Zunächst war der Schwerpunkt die Truppenreduzierung nach Fortfall des Ost-/West-Konfliktes. Danach mußte die Truppe auf neue Aufgaben mit Einsätzen in aller Welt eingestellt werden. Auf dem Weg dorthin sind zahlreiche der früheren Verbände aufgelöst worden.

Die 11. Panzergrenadierdivision wurde am 3. März 1994 außer Dienst gestellt und zum 30. September aufgelöst. Die Panzergrenadierbrigade 31 fusionierte mit der Luftlandebrigade 27 zur Luftlandebrigade 31. Die Panzergrenadierbrigade 32 ist deaktiviert worden und stand zunächst noch einige Jahre als Mobilmachungstruppe für den Verteidigungsfall bereit. Sie wurde der 1. Panzerdivision unterstellt. Die Panzerbrigade 33 hat man aufgelöst.
Allerdings bedeutete die Auflösung einer Brigade nicht gleichzeitig auch das Ende der unterstellten Bataillone. Übrig gebliebene Verbände sind anderen Großverbände zugeordnet worden.
Zu Zeiten des Kalten Krieges war die Verbandsbezeichnung bei Unterstellungswechseln stets angepaßt worden, um aus der Ziffer die Zugehörigkeit erkennen zu können. Heute wird das nicht mehr praktiziert. Die Bundeswehr besinnt sich inzwischen auf ihre eigene Tradition, wie es auch in anderen Armeen üblich ist. Die alten Namen bleiben nun überwiegend bestehen. So läßt sich heute die Herkunft erkennen, allerdings kann man die gegenwärtige Unterstellung nicht mehr ableiten.

 Hinweis: 
Über einige ehemalige Verbände der 11. Panzergrenadierdivision gibt es Webs im Internet:
PzJgKp 310: http://www.pzjgkp310.de
PzGrenBtl 322 & 323: http://www.schwaneweder-panzergrenadiere.de
PzArtBtl 335: http://www.richthofen-kaserne.de/menu/m_pzartbtl/menu.htm

Über die Division war ein interessantes Buch erschienen:
Titel: Die Elfte
Autor: 11. Panzergrenadierdivision, Oldenburg
Verlag: Brune Druck- und Verlagsgesellschaft mbH, Wilhelmshaven

Sämtliche Standorte der 11. Panzergrenadierdivision in der Heeresstruktur 4.
Die Namen der Orte und Kasernen erscheinen, wenn man mit dem Mauszeiger darauf weist.

Von 1959 bis 1994 Sitz des Stabes der 11. Panzergrenadierdivision - die frühere Clausewitz-Kaserne in Oldenburg-Ohmstede. Traditionspflege: Ein Schützenpanzer HS 30 als Sockelfahrzeug in der Lützow-Kaserne, Schwanewede. Standort der ehemaligen Panzergrenadierbataillone 322 und 323.
Einige Bilder von Waffensystemen und Geräten aus der Geschichte der Division
Panzergrenadiere
LKW 1,5t gl Mercedes-Benz Unimog S 404B
ab 1956 in GrenBtl
SPz lang 12-3 HS 30
ab 1958 in PzGrenBtl
MTW M 113
ab 1962 in PzGrenBtl
SPz Marder
ab 1971 in PzGrenBtl
 
Aufklärende Artillerie Fernmelder
M 113 Green Archer
ab 1968 in BeobBttr
M 113 ABRA
ab 1978 in BeobBttr
Aufklärungsdrohne CL 289 auf LKW 7t gl
ab 1987 in BeobBtl
LKW 1,5t gl Daimler-Benz Unimog S 404 Funk-Koffer
ab 1956 in FmTr
 
Instandsetzung
BPz M 74
ab 1956 in InstTr
BPz M 88
ab 1962 in InstTr
BPz 2
ab 1966 in InstTr
LKW 7t gl Magirus-Deutz Jupiter mit Kran 4t
ab 1960 in InstTr

Quellenangabe:
- Hammerich, Kollmer, Rink, Schlaffer: Das Heer 1950 bis 1970
- Franz Kurowski: Die Bundeswehr
- Clemens Range: Das Heer der Bundeswehr
- Siegfried Schulz: Das neue Heer
- Arbeitsgemeinschaft Truppendienst: Die Armee der NATO-Staaten
- Alfred Mechtersheimer, Peter Barth: Militarisierungsatlas
- Korpskommando I. Korps: 30 Jahre I. Korps 1956-1986
- Bundeswehr Oldenburg: Die Elfte
- Bundeswehr Oldenburg: Schlußappell und Großer Zapfenstreich
- Bundeswehr: diverse Standortbroschüren
- Walhalla und Pretoria Verlag: Taschenbuch für Wehrausbildung
- Frank Hummel: Bundeswehr-Verbandsabzeichen
- Heinrich Felix Beckmann: Schild und Schwert
- Freundeskreis der Offiziere der Panzertruppe: 50 Jahre Panzertruppe der Bundeswehr 1956-2006
- Horst Riemann: Deutsche Panzergrenadiere
- Freundeskreis der Panzergrenadiertruppe: Panzergrenadiere
- Hans-Joachim Krug: 25 Jahre Artillerie der Bundeswehr
- SVG: Pioniere des Deutsche Heeres 1955 - 2000
- Kurt Schütt: Heeresflieger
- Bernd Vetter, Frank Vetter: Die deutschen Heeresflieger
- Emil Hoffmann: Die Fernmeldetruppe des Heeres
- Fahrzeug-Profile 3 - Peter Blume: Die Artillerie der Bundeswehr und ihre Fahrzeuge 1956 - Heute
- Fahrzeug-Profile 4 - Peter Blume: Die Panzergrenadiere der Bundeswehr 1956 - Heute
- Fahrzeug-Profile 7 - Peter Blume: "Auge und Ohr des Heeres"
- Fahrzeug-Profile 19 - Peter Blume: Die Flugabwehrtruppe der Heeres 1956-2002
- Fahrzeug-Profile 22 - Peter Blume, Walter Böhm: Die Panzertruppe der Bundeswehr 1956 - 2003
- Fahrzeug-Profile 26 - Peter Blume: Die Pioniertruppe der Bundeswehr
- Jürgen Plate: Fahrzeuge der Bundeswehr
- Archiv J. Dreifke
- S. Schmidt
- G. Krieger

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